Sonntag, 3. Juni 2018

Zwischen dir und mir das Meer - Katharina Herzog


Autor: Katharina Herzog

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Seitenzahl: 352

ISBN: 978-3-499-27420-6

Erscheinungsdatum: 24. April 2018

Ebenfalls als E-Book und Hörbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Rowohlt Verlage

oder bei: Amazon



Cover:


Ich finde die Aufmachung des Buches einfach wundervoll. Das Cover wirkt erfrischend und lebensfroh mit den gemalten Früchten sowie Blumen, und es fühlt sich auch toll an, wenn man es in der Hand hält. Innen befindet sich noch eine kleine Landkarte vom Golf von Salerno.


Erster Satz:


Das fremde Mädchen trug ein rosafarbenes Kleid mit einer breiten Spitzenborte am Saum und weiße Schnallenschuhe.


Inhalt:


Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!

Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ...


Meine Meinung zum Buch:


In "Zwischen dir und mir das Meer" lernen wir Lena kennen, die den Tod ihrer Mutter nie so ganz verarbeiten konnte, denn ihr Leichnam wurde nie gefunden, der Vater hatte sich komplett zurückgezogen und da Lena bei deren Tod auch noch sehr jung war, wusste sie kaum etwas über die Vergangenheit der Mutter. Diese stammte aus Italien, und in einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir, wie Mariella bei ihrem Vater an der Amalfiküste aufwuchs.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer, da ich die Rolle, die diese beginnende Kinderfreundschaft zwischen Mariella und der wohlhabenden Francesca, spielte, nicht so genau einordnen konnte. Jahre später taucht plötzlich ein junger Italiener auf Amrum auf und als er erfährt, dass Mariella bereits vor langer Zeit verstarb, verlässt er beinahe fluchtartig die Insel wieder. Gemeinsam mit ihrer Schwester Zoe, zu der Lena schon immer ein eher schwieriges Verhältnis hatte, reist sie nach Italien und versucht anhand einiger Fotos mehr über die verstorbene Mutter herauszufinden.

Die beiden Schwestern, Lena und Zoe, sind sehr verschieden. Während Lena beinahe übervorsichtig und zurückhaltend erscheint, ist Zoe, die Amrum schon frühzeitig verließ, abenteuerlustig sowie selbstsicher. Sie schafft es immer wieder Lena zu provozieren und kommt scheinbar mit ihrer forschen Art auch wesentlich weiter als Lena. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich eine der beiden Schwestern lieber mochte, da die Geschichte jedoch überwiegend aus der Sicht von Lena, beziehungsweise aus der der Mutter, erzählt wurde, konnte ich mich auch gut mit ihr identifizieren.

Auch wenn dieser Roman sicherlich als romantische sowie sommerliche Sommerlektüre erscheint, hat er doch auch immer wieder tiefgründige, ernste und auch traurige Momente, die mich positiv überraschten. Die Charaktere wirkten unheimlich authentisch und auch die Handlungsorte hatte ich stets bildlich vor Augen. Im Vordergrund stand stets die Familiengeschichte und ich fand es spannend die Schwestern auf ihrer Reise zu begleiten sowie all die offenen Fragen zu beantworten.

Mein Fazit:


"Zwischen dir und mir das Meer" ist eine spannende, teilweise erschütternde Familiengeschichte, die mich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell fesseln konnte. Es war kurzweilig zu lesen und dennoch tiefgründig sowie nachdenklich beschrieben. Die Kombination aus Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin perfekt gelungen.



Kommentare:

  1. Hallo Diana,

    ich mochte den Roman auch gerne lesen. Die italienische Atmosphäre schwappt förmlich auf den Leser über und man kann den Roman so richtig genießen.

    Finde ich schön, dass es dir auch so gut gefallen hat.

    lg Barbara

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    1. Liebe Barbara,

      Ja, ich hatte deine begeisterte Rezension bereits gelesen und stimme dir voll und ganz zu in allen Punkten. Die Beschreibungen der Amalfiküste fand ich superschön und man hatte ein bisschen das Gefühl mit vor Ort zu sein.

      Liebe Grüße
      Diana

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  2. Huhu Diana,

    besonders dein letzter Absatz vor dem Fazit in deiner Rezension, konnte meine Neugier richtig entfachen. Authentische Charaktere finde ich sehr wichtig, auch bin ich von lebendig beschriebenen Szenerien total begeistert. Dass es auch tiefgründige, ernste und traurige Themen gibt, schießt für mich aber den Vogel ab. Dieses Buch MUSS ich mir nochmal näher ansehen gehen!! =))

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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  3. Liebe Diana

    Es freut mich sehr, dass dir dieses Buch so gut gefällt, es steht schon ein Weilchen auf meiner Wunschliste.

    Mal sehen, wann es endlich bei mir einziehen darf.

    Alles Liebe dir
    Livia

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