Samstag, 21. Dezember 2019

Ein Tag im Dezember - Josie Silver


Autor: Josie Silver

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 480

ISBN: 978-3453422926

Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2018

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon




Cover:


Ich finde dieses Cover einfach wundervoll! Man sieht im Vordergrund ein sich küssendes Pärchen und im Hintergrund ist die Skyline von London gut erkennbar. In Natura wirkt es durch die teilweise fühlbaren Elemente, zum Beispiel beim Titel, den Sternen sowie bei dem Paar im Vordergrund, wesentlich besser als bei einem E-Book. Mich hat es sofort angesprochen.


Erster Satz:


Es ist ein Wunder, dass nicht alle, die im Winter öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dem Ansturm von Bakterien erliegen und tot umfallen.


Inhalt:


Ein Augenblick reicht aus, um sich zu verlieben. Doch es braucht ein halbes Leben, um sich zu lieben.

Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die große Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie …




Meine Meinung zum Buch:


Obwohl das Lesen dieses Buches nun bereits längere Zeit zurückliegt, kann ich mich noch bestens daran erinnern, wie sehr mich diese Geschichte berührte. Über viele Jahre begleitet man hier die Hauptcharaktere durch ihr Schicksal, merkt, wie sehr diese zwei Menschen zusammengehören und fragt sich immer wieder, was man selbst in solch einer ausweglosen Situation tun würde.

Laurie war mir auf Anhieb sympathisch und wenn man sie so über die vielen Jahre begleiten durfte, ist das am Ende der Geschichte beinahe so, als würde man eine gute Freundin für immer verlieren. Ich habe sie ins Herz geschlossen und mit ihr gelacht, gelitten und getrauert.

"Ich weiß, wo die Grenze verläuft, und werde sie nie überschreiten. Manchmal kommt es mir allerdings vor, als sei die Grenze mit Kreide auf den Rasen gemalt. Man kann sie leicht wegreiben und neu ziehen, aber sie ist nie an genau demselben Platz wie zuvor." (Zitat S. 79)


Da dieser Roman über einen so langen Zeitraum handelt, gibt es immer wieder große Zeitsprünge, was ich eigentlich überhaupt nicht mag, aber hier passte es perfekt und ich hatte auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen während der fehlenden Monate, da es auch immer wieder kurze Zusammenfassungen gab, in denen erzählt wurde, was während der Zeit vorgefallen war. Am Anfang jedes neuen Jahres gab es Neujahrsvorsätze, und wie im wahren Leben auch, machte die Realität dann oftmals einen gehörigen Strich durch die ganze gute Planung und schrieb die Geschichte mal eben kurzfristig um.

Die Geschichte lässt sich leicht und flott lesen, sodass man die relativ hohe Seitenzahl hier kaum bemerkt. Ich mochte die Charaktere und obwohl man erahnen kann, wie das Ganze ausgehen könnte, bleibat es spannend bis zum Schluss. Und dieser war so ergreifend, dass ich am Ende tatsächlich traurig war, dass das Buch so schnell beendet war.

Mein Fazit:


Eine zauberhafte Liebesgeschichte, die ich mir auch als Verfilmung supergut vorstellen könnte. Man erlebt mit den Charakteren eine Achterbahnfahrt der Gefühle und würde wahrscheinlich ganz genauso selbst handeln, wenn man in solch einer verfahrenen Situation wäre. Für mich war diese Geschichte definitiv ein Lesehighlight 2019!



Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit dem Abschicken des Kommentares wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.