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Samstag, 21. Dezember 2019

Ein Tag im Dezember - Josie Silver


Autor: Josie Silver

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 480

ISBN: 978-3453422926

Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2018

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon




Cover:


Ich finde dieses Cover einfach wundervoll! Man sieht im Vordergrund ein sich küssendes Pärchen und im Hintergrund ist die Skyline von London gut erkennbar. In Natura wirkt es durch die teilweise fühlbaren Elemente, zum Beispiel beim Titel, den Sternen sowie bei dem Paar im Vordergrund, wesentlich besser als bei einem E-Book. Mich hat es sofort angesprochen.


Erster Satz:


Es ist ein Wunder, dass nicht alle, die im Winter öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dem Ansturm von Bakterien erliegen und tot umfallen.


Inhalt:


Ein Augenblick reicht aus, um sich zu verlieben. Doch es braucht ein halbes Leben, um sich zu lieben.

Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die große Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie …


Dienstag, 13. Februar 2018

Die Holunderschwestern - Teresa Simon

Autor: Teresa Simon

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 513

ISBN: 978-3453419230

Erscheinungsdatum: 13. Juni 2016

Gelesen über Skoobe

Taschenbuch: 9,99€              E-Book: 8,99€

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

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Cover:


Das Cover hat mich ehrlich gesagt kaum angesprochen, da es mir zu altmodisch erschien. Es sieht schön aus, mit den vielen Sträuchern sowie Blumen, aber die Kleidung der Frau passt nicht dazu und ich dachte dabei eher an eine Geschichte für betagte Damen.


Erster Satz:


Wenn du entdeckst, was ich dir angetan habe, wirst du mich hassen bis in alle Ewigkeit.


Donnerstag, 15. Juni 2017

Heldenflucht - Jan Kilman


Autor: Jan Kilman

Verlag: Heyne Verlag

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3453438378

Erscheinungsdatum: 13. März 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Das düstere Covermotiv spiegelt ganz gut die Grundstimmung des Buches wieder und man sieht auf den ersten Blick, dass der Handlungszeitraum lange zurück liegt. Ich finde es ansprechend und absolut passend zur Geschichte.


Erster Satz:


Er war fünfzehn Jahre alt, als er seinen ersten Toten sah.


Inhalt:


Die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen verbringt einige Wochen bei ihrem kranken Onkel in einem kleinen Eifeldorf. Die Region ist gezeichnet vom Krieg, Nahrungsmittel sind nur schwer zu bekommen und in der ansässigen Tuchfabrik wird jede anpackende Hand gebraucht. Die Einwohner sind dabei, als das elektrische Licht beginnt in den Häusern für Helligkeit zu sorgen, sorgen sich jedoch gleichzeitig vor dem nächsten Winter, da sämtliche Vorräte längst aufgebraucht sind. Als plötzlich ein stummer französischer Soldat im Dorf auftaucht, möchten die Einwohner ihn am liebsten so schnell wie möglich vertreiben, doch Agnes schafft es ihn gemeinsam mit dem Händler Lieberstock, dem Arzt Hermann Brosch sowie dem jungen Franz in Sicherheit zu bringen. Doch nachdem im Dorf immer mehr Gewalttaten passieren, steht für die Einwohner der Täter sofort fest.


Sonntag, 30. April 2017

Der Marsianer - Andy Weir


Autor: Andy Weir

Verlag: Heyne Verlag

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3453316911

Erscheinungsdatum: 14. September 2015

Ebenfalls als E-Book sowie Hörbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

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Cover:


Mit dem Bild des Schauspielers Matt Damon auf dem Cover des Taschenbuchs tue ich mich nach wie vor sehr schwer. Ich finde ihn als Darsteller für diese Rolle zwar super, aber mir gefällt das orangefarbene Cover der gedruckten Ausgabe wesentlich besser.


Erster Satz:


Ich bin so was von im Arsch.


Inhalt:


Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf …


Meine Meinung zum Buch:


Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)


Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:


Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.



Mittwoch, 30. März 2016

Sie dürfen die Braut jetzt verlassen - Cindi Madsen


Autor: Cindi Madsen

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 369

ISBN: 978-3-453-41885-1

Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Auch wenn rosa nicht unbedingt zu meinen Lieblingsfarben zählt, mag ich das Cover sehr. Vor allem die Hochzeitscupkakes sowie der Bilderrahmen passen super zur Geschichte und man kann sofort erahnen, dass es sich hier um eine romantische Liebesgeschichte handelt.


Erster Satz:


Eines hatte ich nicht bedacht, als Grant vorschlug, auf einer Kreuzfahrt zu heiraten: Wie mich alle anstarren würden, die von Bord kamen, während ich im weißen Hochzeitskleid mit flatterndem Schleier und einem Strauß künstlicher blauer Rosen am Strand darauf wartete, dass Grant sich vom Schiff an Land bewegte.


Inhalt:


Dakota Hallifax, die normalerweise die Hochzeiten anderer Leute plant, wird ausgerechnet bei ihrer eigenen Trauung vom Bräutigam versetzt. Erst nachdem sie von der Kreuzfahrt zurück sind, erklärt ihr Grant, warum er sie nicht heiraten konnte. Er bittet sie um Verzeihung und möchte eine zweite Chance, doch Dakota ist zutiefst gekränkt und weiß nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Als ihr dann ihr Kindheitsfreund Brendan ein Zimmer in seiner Wohnung anbietet, nimmt sie sein Angebot nur zu gerne an und genießt die gemeinsame Zeit mit ihm, macht sich jedoch gleichzeitig Sorgen, dass sie sich in ihn verlieben könnte und damit die Freundschaft auf´s Spiel setzen würde. Zusätzlich verliert sie immer mehr die Freude an ihrer Arbeit als Hochzeitsplanerin und wird wegen einem Zeitungsartikel zum Stadtgespräch.


Meine Meinung zum Buch:


Ab und zu lese ich zwischendurch gerne mal lockere Liebesromane, bei denen man von Anfang an weiß, worauf man sich einlässt. Bereits als ich die ersten Seiten las, war mir klar, dass "Sie dürfen die Braut jetzt verlassen" genau meinen Humor treffen würde. Und was soll ich sagen?  Ich wurde nicht enttäuscht, sondern bekam genau das, was ich erwartet hatte.

Dakota Hallifax fand ich auf Anhieb sympathisch, da sie schlagfertig ist und ihr Organisationstalent wirklich beneidenswert ist. Sie liebt es Listen zu machen, die sie dann noch farblich markiert, nach der Dringlichkeit und schafft es dadurch als Hochzeitsplanerin so erfolgreich zu sein. Dennoch geht nach ihrer geplatzten Hochzeit plötzlich so viel schief, dass sie beginnt die Nerven zu verlieren und nicht mehr weiß, wie sie mit ihrem angestauten Ärger umgehen soll. Ihr Exfreund Grant bereut zutiefst, dass er sie vor dem Traualtar sitzen ließ und möchte sie zurückgewinnen, während ihr Kindheitsfreund sie dadurch beeindruckt, dass er sie besser kennt, als manch anderer in ihrer Umgebung.

Obwohl mir von Anfang an klar war, dass es ein Happy End geben würde, wusste ich lange Zeit nicht, für welchen der beiden Männer sich Dakota entscheiden würde. Was die Geschichte auch letztendlich spannend machte bis zum Schluss. Gleichzeitig erfährt man, was bei einer Hochzeit alles schief gehen kann und worauf man alles achten sollte. Gut gefallen haben mir hierbei auch die humorvoll verfassten Kolumnen, die Dakota nebenbei für eine Zeitschrift schreibt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und hat mich mit jedem Kapitel mehr in die Geschichte gezogen. Dakota, aus deren Sicht das Ganze erzählt wird, wuchs nachdem die Mutter die Familie verließ, bei ihrem Vater auf, der Trainer einer Sportmannschaft ist und so nach und nach wird klar, dass sie sich unheimlich nach einer liebevollen Familie sehnt. Man spürt, in welchem Konflikt sie steckt und bangt mit ihr um die richtige Entscheidung.

Mein Fazit:


Jeder, der einen lockeren und spritzigen Liebesroman für sonnige Tage oder zum Abschalten sucht, der ist mit diesem Buch bestens beraten. Mein Lesedaumen geht ganz klar nach oben.



Donnerstag, 3. März 2016

Im Spiegel ferner Tage - Kate Riordan


Autor: Kate Riordan

Verlag: Heyne Verlag

Seitenzahl: 545

ISBN: 978-3-453-41799-1

Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Mich konnte das Cover auf Anhieb begeistern, weil es einfach gut zur Geschichte passt. Es sind die vielen kleinen Dinge, die die Protagonistin Alice neugierig machen auf ein lang gehütetes Geheimnis und es fordert einen gerade zu auf, genauer hinzusehen.


Erste Sätze:


Fiercombe steckt voller Geheimnisse. Sie rauschen in den Baumkronen der Buchen und strömen über den kalten Grund des Bachlaufs, der das Tal in zwei Hälften teilt. Wie mit vergossenem Blut ist der Boden dieses Tals von der Vergangenheit getränkt.


Inhalt:


London 1932: Die einundzwanzigjährige Alice arbeitet als Schreibkraft in einem Londoner Büro. Während ihre Mutter sie immer wieder ermahnt, dass sie noch als alte Jungfer enden wird, lernt sie den verheirateten James kennen, der ihr immer wieder beteuert, dass er sich scheiden lassen will. und verliebt sich in ihn. Als sie wenig später ein Kind von ihm erwartet, macht ihre Mutter ihr schwere Vorwürfe und schickt sie zu einer alten Freundin, die als Haushaltshilfe in einem verlassenen Gutshaus arbeitet. Dort soll sie ihr Kind zur Welt bringen und danach zur Adoption freigeben, doch bereits kurz nach der Ankunft merkt Alice, dass das alte Haus ein schreckliches Geheimnis birgt, doch die Haushaltshilfe Mrs. Jelphs gibt ihr nur wenig Auskünfte über die Vergangenheit des Hauses. Immer wieder findet sie kleine Hinweise auf die ehemalige Gutsherrin Elizabeth und so beginnt sie heimlich nach weiteren Spuren zu suchen. Dabei stößt sie auf die tragische Geschichte der Familie Stanton.


Meine Meinung zum Buch:


"Im Spiegel ferner Tage" erhielt ich vom Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt, zusammen mit einer kleinen Teedose, die das gleiche wundervolle Motiv ziert wie das Cover des Buches. Hier ist der Spruch "Oftmals sind es die kleinen Dinge im Leben, die für einen die größte Bedeutung haben." absolut treffend, denn für mich ist diese "Kleinigkeit" etwas Besonderes, über das ich mich immer wieder freue.

Als die Protagonistin Alice von ihrer strengen sowie kaltherzigen Mutter auf das alte Gut Fiercombe im Gloucestershire geschickt wird, sind es ebenfalls die kleinen Dinge, die sie am meisten faszinieren, denn sie trifft überall auf kleine persönliche Dinge, die einst der ehemaligen Gutsherrin Elizabeth gehörten, und beginnt sich dadurch immer mehr für deren Schicksal zu interessieren. Während sie versucht den Vater ihres ungeborenen Kindes zu vergessen, begibt sie sich auf Spurensuche und versucht immer wieder der Haushälterin Mrs. Jelphs auf den Zahn zu fühlen, doch die gibt nur sehr widerwillig spärliche Auskünfte über die Familie Stanton. Dennoch gelingt es Alice nach und nach die tragische Geschichte der Familie zu lüften und gleichzeitig erfährt sie dabei viel über ihre eigene Vergangenheit.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alice sowie aus der Sicht eines Erzählers, der die letzten Monate der Gutsherrin Elizabeth wiedergibt, erzählt und handelt in zwei verschiedenen Zeitebenen (1932 und 1898). Bei den Stellen, in denen es um Alice geht, war ich am Anfang etwas unsicher, in welche Richtung die Geschichte steuert, da sie sich auf dem Gut unwohl fühlt, glaubt ständig beobachtet zu werden und teilweise ging das schon in Richtung Mistery, aber Alice redet sich immer wieder ein, dass das nicht sein kann. Im krassen Gegensatz dazu erschien mir dann Elizabeth trostloses und trauriges Leben, bei dem man von Anfang an ahnt, dass es nur in einer Tragödie enden kann. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir dieses verwunschene Tal, das Gut sowie die gesamte Umgebung nur allzu gut vorstellen und hatte oftmals das Gefühl, einen Film anzuschauen.

Als schließlich der zukünftige Erbe Thomas Stanton auf der Bildfläche erschien, der durch seinen erfrischenden Charme und seinen trockenen Humor der Geschichte eine großartige Wendung gab, hatte mich das Buch vollends gepackt und ich wollte einfach wissen, was aus Alice und dem Baby nach der Geburt passiert.

Mein Fazit:


"Im Spiegel ferner Tage" ist eine dramatische und spannende Geschichte, die mich einige Tage entführt hat, in eine bezaubernde sowie geschichtsträchtige englische Landschaft. Ein Buch, bei dem man sehr gut abtauchen kann in eine andere Zeitepoche, und sich einfach treiben lassen kann. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!





Donnerstag, 25. September 2014

Lisa heißt jetzt Lola und lebt in der Stadt - Romy Hausmann

Bildquelle: Heyne Verlag

   Autor: Romy Hausmann

   Verlag: Heyne Verlag

   Seitenzahl: 288

   ISBN: 978-3-453-41767-0

   Preis: 8,99 €

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

   zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

   oder bei: Amazon






Cover:


Das Cover ist schlicht und einfach gehalten. Man sieht darauf lediglich einen Koffer sowie einen Coffee To Go Becher daneben. Ich finde es etwas fantasielos und denke, man hätte es auch etwas ansprechender gestalten können.



Erster Satz:


Ich stehe mit dem Rücken der Theke zugewandt.



Inhalt: 


Lisa Berner lebt gemeinsam mit ihrem Vater und dessen Mutter in der niederbayerischen Provinz. Die Woche über arbeitet sie als Fleischereifachverkäuferin und macht gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna Aufschnittplatten, schneidet Wurst und schnitzt Radieschenschweine. Zu Hause gibt ihre Oma das Kommando und trifft auch sonst alle Entscheidungen. Ihr Vater Erwin sitzt währenddessen tagein tagaus nur stumm auf einem Stuhl in Omas Küche. Nach einem Streit mit der Oma haut Lisa schließlich ab von zu Hause. Einfach nur fort aus dem Scheißkaff, denkt sie sich und lernt unterwegs Marte kennen. Sie nennt sich nun Lola, denn das klingt einfach besser und darf bei Marte in München wohnen. Gemeinsam gehen sie shoppen, auf Partys und genießen ihre große Freiheit, bis Lisa schließlich feststellt, wie oberflächlich das alles ist.



Meine Meinung zum Buch:


Eine lockere und lustige Geschichte über ein junges Mädchen vom Land, das auszieht um ihr Glück in der Großstadt zu suchen. Irgendwie hatte ich dieses Bild vor Augen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Teilweise kam die Geschichte diesem Bild auch sehr nahe, allerdings konnte ich mich mit Lisas Charakter und der rotzigen Sprache nicht so recht anfreunden und das machte das Lesen für mich manchmal eher anstrengend. 

Der Einstieg in die Geschichte war flott und für mich auch noch sehr realistisch. Lisa wirkte unsicher und naiv und führte ein Leben, das andere für sie bestimmen. Ihre Mutter nahm sich das Leben, als sie noch sehr jung war und sie weiß kaum was über sie. Die Oma sagt ihr was sie zu tun hat und was richtig oder falsch ist, während ihr Vater seit dem Tod der Mutter gar nichts mehr sagt. Als sie dann flüchtet aus diesem öden Alltagseinerlei fand ich das mutig, aber letzten Endes wirkte sie auf mich überhaupt nicht wie jemand, der fünfundzwanzig ist und in München angekommen, übernimmt Marte plötzlich Omas Part und sagt ihr, was richtig oder falsch ist. Mir kam sie ehrlich gesagt eher vor wie eine naive vierzehnjährige, die alles tun würde um anderen zu imponieren oder um dazuzugehören.

Der Schreibstil ist rotzig und frech, aber vieles war mir in der Wortwahl dann schon wieder zu heftig. Die Grundidee fand ich gut, aber mir fehlte stellenweise die Leichtigkeit. 

Insgesamt eine nette Lektüre, die sich gut lesen lässt. Man sollte jedoch diese ruppige Sprache mögen. Als Abwechslung für zwischendurch ist es jedoch durchaus geeignet.



                                                                  ★ ★ ★ ☆