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Sonntag, 1. Januar 2023

Die Freundinnen vom Strandbad: Wellen des Schicksals - Julie Heiland (Die Müggelsee Saga Band 1)

 

Autor: Julie Heiland

Format: E-Book

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 624

ISBN: 978-3548065595

Erscheinungsdatum: 27. Mai 2022

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon




Inhalt:


Ein berührender Sommerroman über die Zeit der deutschen Teilung 


Ost-Berlin, an einem heißen Julitag 1956: Ein dramatischer Badeunfall lässt drei junge Mädchen zu unzertrennlichen Freundinnen werden. Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen, teilen sie von nun an alles miteinander: Claras Träume von einem Leben im Westen, Bettys Liebe zum Film und einem regimetreuen Regisseur und Marthas Begeisterung für die FDJ. Die drei erleben die Höhen und Tiefen der ersten Liebe und streben gemeinsam nach Freiheit und Glück — nichts bringt sie auseinander. Bis schließlich der Bau der Mauer ihre Heimatstadt teilt und sie  vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens stehen:  fliehen oder bleiben? 


 Große Gefühle für alle Fans von Weissensee und Charité



Erste Sätze:


Feierabend im Strandbad Müggelsee, schrieb Martha auf ihren Block und unterstrich die Überschrift.
    17.45 Uhr: Das Strandbad leert sich, notierte sie. Eine junge Mutter packt Badetücher, Spielsachen        und Sonnencreme in ihren Korb.

Samstag, 24. August 2019

Herzmuscheln und Bernsteinnächte - Susanne Lieder


Autor: Susanne Lieder

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783843711975

Erscheinungsdatum: 14. März 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Das Cover verspricht eine sommerliche lockere Lektüre, aber so ganz passend erscheint es mir nicht, da die Handlung hauptsächlich in der Stadt handelt, in der die Protagonisten leben. Es gibt einen kurzen Urlaub auf Usedom, aber das war´s dann leider auch.


Erster Satz:


Hella stieß mit Schwung die Haustür des Mehrfamilienhauses auf, presste ihre rechte Hüfte dagegen und versuchte gleichzeitig, ihre beiden vollen Einkaufstaschen auszubalancieren.


Inhalt:


Hella ist fünfzig, frisch getrennt und überarbeitet. Außer für ihren Sohn Marius findet sie neben ihrem Job als Psychotherapeutin kaum Zeit — schon gar nicht für einen neuen Liebhaber. Doch dann taucht plötzlich Karlo auf und stellt ihre Welt auf den Kopf. Karlo ist das genaue Gegenteil der durchorganisierten Hella: abenteuerlustig, unkonventionell, spontan. Gemeinsam reisen sie nach Usedom und genießen das unbeschwerte Urlaubsgefühl bei Picknick am Strand und romantischen Dünenwanderungen zu zweit. Dann muss Hella unerwartet früher nach Hause. Zurück im Alltag meldet sich Karlo kaum noch bei ihr. Ganz im Gegensatz zu ihrem Exmann Joachim. Hella merkt, wie sehr sie Joachim vermisst. Sie muss sich entscheiden, worauf es ihr im Leben ankommt.


Samstag, 29. Juni 2019

Ein Tag hat viele Farben - Christine Drews


Autor: Christine Drews

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783548291079

Erscheinungsdatum: 9. November 2018

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Obwohl das Cover ziemlich schlicht daherkommt, hat es mich mit den Korn- und Mohnblumen, den hellblauen Kreisen sowie natürlich der teilweise kursiven Schriftform des Titels auf der Vorderseite sofort angesprochen.


Erster Satz:


Mick Römer starrte auf das Bild, das über dem Kamin hing, und versuchte, die Kopfschmerzen zu ignorieren, die ihn heute schon den ganzen Tag über plagten.


Inhalt:


Ein Tag ist viel zu kurz für all diese Probleme ...


Erst an dem Tag, an dem die Geräte ihres Vaters abgeschaltet werden, kommen die drei Geschwister Mia, Tom und Anna nach Jahren wieder einmal zusammen. Statt gemeinsam zu trauern, beschäftigt sie am meisten, was mit dem Familienschatz geschehen wird. Sie alle haben ihre eigenen Pläne für das wertvolle Pechstein-Gemälde. Doch im Laufe des Tages erfahren sie, dass nicht alles ist, wie es scheint. Und Familie Liebe mit Ecken und Kanten ist ...


Dienstag, 15. Mai 2018

Immer wieder Schottland - Stephanie Linnhe

Autor: Stephanie Linnhe

Format: E-Book

Seitenzahl: 400

Verlag: Ullstein Taschenbuch

ISBN: 978-3548290188

Erscheinungsdatum: 9. März 2018

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

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Cover:


Das Cover wirkt witzig, teilweise skurril und passt natürlich perfekt zum Handlungsort Schottland. Ich mag das viele grün und fühlte mich aufgrunddessen sofort angesprochen.


Erster Satz:


An diesem Dienstag passierte in dem kleinen Haus an der Old Finstown Road zur Mittagszeit etwas höchst Ungewöhnliches: Das Telefon klingelte.


Inhalt:


Nie wieder Schottland, vor allem nicht die Orkney-Inseln ― das hat sich Liska Matthies geschworen. Mit diesem Fleckchen Erde verbindet sie wundervolle Erinnerungen, aber auch das dramatischste Ereignis ihres Lebens: Ihre Eltern starben hier bei einem Autounfall. Auf wiederholte Bitten ihrer Großmutter begleitet Liska den Fotografen Marius auf seiner Foto-Expedition für eine bekannte Schriftstellerin. Dort treffen sie auf ein altes, kauziges Ehepaar, das sie auf ihrem Roadtrip quer über die Inseln begleitet. Das ungleiche Quartett verbringt eine aufregende Zeit, und Liska entdeckt nicht nur ihre Liebe für Schottland wieder …


Dienstag, 9. Januar 2018

Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2) - Remy Eyssen


Autor: Remy Eyssen

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 464

ISBN: 978-3548287010

Erscheinungsdatum: 15. April 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Ich finde die Reihengestaltung der bisher erschienenen Leon Ritter Krimis allesamt sehr gelungen und passend. Man kann aufgrund des Lavendels bereits erahnen, dass die Bücher in der Provence handeln und gleichzeitig wirken sie düster sowie geheimnisvoll.


Erste Sätze:


Susan wollte nur noch schlafen. Schlafen, schlafen und irgendwann in ihrem gemütlichen Pensionszimmer aufwachen, mit dem Blick auf den Hafen.


Inhalt:


Dr. Leon Ritter hat sich inzwischen gut in dem kleinen Ort Le Lavandou eingelebt und erbt überraschend einen kleinen Weinberg. Als dort jedoch eine mumifizierte Frauenleiche gefunden wird, möchte er unbedingt mehr über die Tote herausfinden. Gleichzeitig wird eine junge Deutsche vermisst gemeldet, die bei der Weinernte aushelfen wollte, und der Doktor erkennt Parallelen. Dr. Leon Ritter beginnt auf einene Faust Ermittlungen durchzuführen und gerät selber in große Gefahr.


Meine Meinung zum Buch:


Da ich bereits vom ersten Band der Reihe wahnsinnig begeistert war, freute ich mich natürlich, endlich zu erfahren, wie es weitergeht mit dem Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter in der Provence sowie der Polizistin Isabelle. Es war zwar schon ein Weilchen her, dass ich "Tödlicher Lavendel" las, aber die Charaktere hatte ich sofort wieder bildlich vor Augen und spätestens nach diesem zweiten Band sind sie mir wirklich unheimlich ans Herz gewachsen.

Dr. Leon Ritter wohnt nach wie vor in der Pension von Isabelle und deren Tochter. Man könnte vermuten, dass sie fast so etwas wie eine normale Familie darstellen, aber Leon kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und Isabelle ist ihm inzwischen eine gute Freundin geworden, mit der er sich viel über seine Arbeit unterhält und mit der er einfach gerne Zeit verbringt. Auch mit ihrer Tochter unternimmt er viel, sodass diese sich oftmals eher ihm anvertraut statt ihrer Mutter.

Vom Schreibstil her steht dieses Buch seinem Vorgänger in nichts nach, denn es gibt wieder jede Menge Verdächtiger, der Leser wird immer wieder in eine andere Richtung gelenkt und es liest sich aufgrund der gelungenen Haupt- und Nebencharaktere ebenfalls spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man kann förmlich spüren, wie wohl sich Leon mittlerweile in Südfrankreich fühlt, genießt die Beschreibungen der ländlichen Idylle und für mich war diese Geschichte erneut wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Dr. Leon Ritter schaffte es mit seiner ruhigen, besonnenen Art erneut zu begeistern und ich bin froh, dass ich mit dem Lesen des 2. Bands so lange gewartet habe, dass ich nun direkt zur Fortsetzung greifen kann und auch den bald erscheinenden 4. Band werde ich mir wohl direkt vorbestellen.

Mein Fazit:


Wieder ein sehr gelungener Kriminalroman, der es mit seinem Vorgänger auf jeden Fall aufnehmen kann. Die Handlung ist erneut rasant, spannend und nicht leicht zu durchschauen. Immer wieder erwartet den Leser eine neue überraschende Wende.




Die Reihe:
1. Tödlicher Lavendel
2. Schwarzer Lavendel
3. Gefährlicher Lavendel
4. Das Grab unter Zedern (erscheint am 11. Mai 2018)

Sonntag, 3. Dezember 2017

Das Leben ist kein Punschkonzert - Heike Wanner


Autor: Heike Wanner

Format: E-Book

Seitenzahl: 304

Verlag: Ullstein Taschenbuch

ISBN: 9783548289687

Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2017

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

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Cover:


Sowohl der Titel als auch das herrlich weihnachtlich anmutende Cover machten mich sofort neugierig auf diese Geschichte. Es wirkt natürlich und passt perfekt zur Handlung.


Erster Satz:


Seit über tausend Jahren umkreist ein Strom aus Meteoriden die Sonne.


Inhalt:


Julchen war von jeher das Sorgenkind der Familie und so ist es auch wenig verwunderlich, dass ihre beiden Schwestern nach ihrem Unfall sofort alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr mit dem Kartoffelpufferstand auf dem Weihnachtsmarkt zu helfen. Die kleine Schwester kann sich mit dem kleinen Imbisswagen, den sie einst von den Eltern übernahm, ohnehin keine großen Sprünge erlauben und durch die Gipshand würde ihre wichtigste Einnahmequelle wegfallen. Doch während die beruflich erfolgreiche Caro versucht mit einem völlig neuen Konzept, die Gewinne zu steigern, kommt es in Mellys Familie immer wieder zum Streit, da plötzlich alle mit anpacken müssen. Und dann schmeißt auch noch Julchens einzige Aushilfskraft das Handtuch...


Samstag, 11. November 2017

Heidefeuer - Angela L. Forster


Autor: Angela L. Forster

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 978-3548287539

Erscheinungsdatum: 14. März 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Das Cover zeigt im Vordergrund zwei Gänse und im Hintergrund ein schönes Landschaftsbild. Mir gefallen die Farben und es lässt sich sofort erahnen, dass es sich um einen Regionalkrimi handelt.


Erster Satz:


"Heute bist du dran", flüsterte der Mann, der in vorletzter Stuhlreihe im Gemeindesaal des Hotels Heiderose in Undeloh saß.


Inhalt:


Hauptkommissarin Inka Brandt zieht nach einer unangenehmen Trennung mit ihrer Tochter von Lübeck nach Undeloh in die Lüneburger Heide. Ihre Schwester betreibt dort einen Biobauernhof. Die reine Idylle sollte man meinen. Doch weit gefehlt, denn bald schon liegt ein Toter im Dorfteich. Zusammen mit ihren Kollegen von der Hanstedter Kripo beginnt Inka zu ermitteln. Der Tote war Therapeut im Seerosenhof, einer psychosomatischen Klinik. Über das Opfer sagen alle nur Gutes - selbst die Patienten -, von Mordmotiven will niemand etwas wissen. Als aber eine zweite Leiche gefunden wird, beginnt sich Inka ernsthaft zu fragen, ob es tatsächlich so eine gute Idee war, aufs Land zu ziehen ...


Donnerstag, 27. Juli 2017

Die Reise der Amy Snow - Tracy Rees


Autor: Tracy Rees

Verlag: List Verlag

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783471351369

Erscheinungsdatum: 14. März 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist bezaubernd und ich könnte es stundenlang anschauen. Mir gefallen die warmen Farbtöne und ich rätsele immer wieder, wohin diese Frau wohl geht beziehungsweise was sich hinter dem Torbogen für ein Anwesen verbirgt.


Erster Satz:


Aurelia Vennaway hielt den Atem an, als sie auf Zehenspitzen den muffigen Salon verließ und heimlich über den Flur schlich.


Inhalt:


Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.


Mittwoch, 7. September 2016

Das Mohnblütenjahr - Corina Bomann

Autor: Corina Bomann

Format: E-Book

Seitenzahl: 496

Verlag: Ullstein Taschenbuch

ISBN: 978-3548286679

Erscheinungsdatum: 14. März 2016

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Ich mag das Cover sehr und freue mich jedes Mal, wenn ich es irgendwo entdecke. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und der stark bewölkte Himmel hat etwas Bedrohliches.


Erste Sätze:


Die Treppe erschien mir endlos. Sie hinunterzusteigen, war für mich eine der größten Anstrengungen der vergangenen Stunden.


Inhalt:


Nicole ist zutiefst verunsichert, nachdem sie bei einem Untersuchungstermin erfährt, dass ihr ungeborenes Kind wahrscheinlich mit einem Herzfehler zur Welt kommen wird. Ihr Freund, der ohnehin niemals Kinder wollte, hatte sich kurz zuvor von ihr getrennt und hatte ihr auch unmissverständlich klar gemacht, dass er dem Kind niemals ein Vater sein würde. Da die Ärztin Nicole um weitere Informationen bittet bezüglich Herzkrankheiten innerhalb der Familie und ihr Ex-Freund dies verneint, beschließt sie bei ihren eigenen Ahnen nachzuforschen. Allerdings rennt sie damit nicht unbedingt offene Türen  ein, denn ihre Mutter schwieg bisher konsequent, wenn das Gespräch auf Nicoles Vater fiel und möchte am liebsten gar nicht an ihre Jugend zurückdenken.


Meine Meinung zum Buch:


"Das Mohnblütenjahr" war mein erster Roman von der Autorin Corina Bomann und ich bin immernoch zutiefst bewegt von dieser Geschichte. Es wird also definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben und ich freue mich wahnsinnig auf weitere bewegende Familiengeschichten.

Nicole habe ich sofort ins Herz geschlossen und ihre Sorgen um das ungeborene Baby konnte ich mehr als nachvollziehen, da ich bei meinem ersten Sohn eine ähnliche Diagnose erhielt, die sich glücklicherweise nicht bestätigte, aber diese Wochen der Unsicherheit sind mir im Gedächtnis geblieben. Nicole hatte sich sehr gefreut über die Schwangerschaft und war sich sicher, das Kind alleine groß zu bekommen, nachdem ihr Freund Schluss machte, denn auch sie wuchs ohne Vater auf. Doch nach ihrem Arztbesuch und dem Warten bis zum nächsten Untersuchungstermin, verfällt sie mehr und mehr ins Grübeln, sodass sie kurzerhand zu ihrer Mutter fährt um endlich etwas über ihren eigenen Vater zu erfahren. Bisher hatte Marianne stets geschwiegen über ihre Vergangenheit, aber um ihrer Tochter die Angst zu nehmen wird ihr schließlich klar, dass sie Nicole endlich von ihren eigenen Eltern, zu denen sie nie ein gutes Verhältnis hatte, sowie von ihrer unglücklichen Liebe in Frankreich erzählen muss.

Die Geschichte besteht aus zweierlei Handlungssträngen und spielt einmal in der Gegenwart, wenn es um Nicole und deren ungeborenes Kind geht, und wechselt dann wiederum in die Vergangenheit, wenn die Mutter anhand von Fotos an die schwierige Zeit nach dem Krieg zurückdenkt sowie ihr Austauschjahr in Frankreich. Das schwierige Verhältnis beider Länder nach dem Krieg bereitete Marianne immer wieder Probleme, da einerseits der Vater ihre Liebe zu Frankreich nicht nachvollziehen konnte und andererseits wurde sie wenig später in Lothringen nicht von allen herzlich empfangen. Sie versucht zwar voller Tatendrang, diese Feindschaft auf die Deutschen bei den Einheimischen zu vertreiben, doch immer wieder erfährt sie Ablehnung und es kommt zu Intrigen.

Den Schreibstil fand ich wahnsinnig angenehm und ich bin geradezu durch die Seiten geflogen, da ich die Spannung kaum aushalten konnte. Obwohl ich schon so oft selbst in Frankreich war und sämtliche Informationen über dieses wundervolle Land gierig aufnehme, war mir dieses schwierige Verhältnis nach dem Krieg nie so bewusst geworden. Von daher fand ich insbesondere die Teile über die Vergangenheit der Mutter großartig und freute mich immer, wenn ein weiteres Foto erklärt wurde. Was es mit den Fotos tatsächlich auf sich hat, erfährt man erst sehr viel später, aber am Ende ergibt sich dadurch ein stimmiges Gesamtbild.

Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf den Schluss der Geschichte, was dann auch dazu führte, dass ich keine volle Punktzahl vergab. Ich hatte mir da irgendwie ein ganz anderes Ende gewünscht und auch was die Mutter angeht, fand ich das Ganze etwas übertrieben auf den letzten Seiten. Es klang alles etwas zu einfach und schön, sodass es für mich dann schlichtweg unglaubwürdig wurde. Dennoch hat mich das Buch insgesamt sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Ich bin sehr beruhigt, dass es noch viele weitere Bücher von Corina Bomann zum Lesen für mich gibt.

Mein Fazit:


Alles in allem ein Roman, der mich mit einem positiven Gefühl zurücklässt. Mal abgesehen vom leicht kitschigen Ende fand ich es großartig, denn ich konnte mich komplett fallenlassen beim Lesen. Aufgrund der durchgängigen Spannung fiel mir die hohe Seitenzahl überhaupt nicht auf, sodass man von Seite zu Seite neugieriger wurde und das Buch kaum weglegen konnte.



Montag, 21. März 2016

Spreewaldgrab - Christiane Dieckerhoff


Autor: Christiane Dieckerhoff

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783548287607

Erscheinungsdatum: 15. Januar 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Die düstere Stimmung des Covers hat mich sofort angesprochen. Es passt sehr gut zu der vorherrschenden Atmosphäre des Buches und machte mich neugierig auf die Geschichte.


Erste Sätze:


Grelles Licht. Bleilider. Ein Wasserfleck. Erinnerungen: Der italienische Stiefel. Treppe. Telefon. Die Frau schluckt. Galle steigt ihr in die Kehle.


Inhalt:


Nach der Trennung von ihrem Freund, der gleichzeitig ihr Vorgesetzter war, lässt sich die Polizistin Klaudia Wagner vom Ruhrgebiet in den Spreewald versetzen. Während ihr die neuen Kollegen sowie der Chef mit viel Skepsis begegnen, versucht sie sich hauptsächlich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Sie ermittelt im Fall eines toten Unternehmers, muss sich um eine verschwundene Geliebte kümmern und schließlich wird noch ein mumifiziertes Skelett einer jungen Frau gefunden. Über ihr Privatleben versucht sie den neuen Kollegen so wenig wie nötig mitzuteilen, doch schon bald hat sie das Gefühl unter ständiger Beobachtung zu stehen und wird gemobbt.


Meine Meinung zum Buch:


Das Buch klang für mich auf Anhieb sehr vielversprechend, da alleine der Spreewald als Handlungsort, eine ganz eigene Atmosphäre besitzt, die zugleich geheimnisvoll und düster wirkt, aber eben auch sehr provinziell.

Klaudia Wagner lässt sich auf eigenen Wunsch in den Spreewald versetzen, nachdem sie ihren Freund mit einer anderen Frau erwischte. Das Verhältnis zu ihren neuen Kollegen sowie ihrem Chef ist von Beginn an recht angespannt, zumal sie auch nichts über ihre Vergangenheit und den Grund ihrer Versetzung erzählen möchte. Als sie dann auch noch gemobbt wird, und in die Privatangelegenheiten der Kollegen verstrickt wird, fühlt sie sich immer mehr fehl am Platz und weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann.

Auf mich machte die Hauptprotagonistin einen toughen Eindruck, allerdings konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, warum sie so wenig über ihr Privatleben und den Grund ihrer Versetzung, der ja nun nicht unbedingt katastrophal erscheint, preisgibt. Von daher war es für mich nur allzu verständlich, dass ihr die Kollegen ebenso distanziert begegnen. Zusätzlich hat sie gesundheitliche Probleme, denn sie leidet unter Tinnitus. Gerne hätte ich hier mehr über den Auslöser der Erkrankung erfahren, der jedoch nur ganz kurz anfangs angeschnitten wurde. Man erfährt zwar einiges über die Alkoholsucht der Mutter und das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater, aber über die Beziehung zu ihrem ehemaligen Vorgesetzten und ihre Erkrankung blieb am Ende vieles im Dunkeln.

Womit ich mich auch sehr schwer tat, waren die kurzen Kapitel, die in die Geschichte eingebaut wurden, in denen es um eine Frau geht, die in einem Keller gefangen ist und sich weder an ihren Namen noch ihre Vergangenheit erinnern kann. Diese hört immer wieder singende Kinderstimmen in ihrem Kopf und fühlt sich regelrecht tyrannisiert von diesen. Am Ende wurde zwar klar, was es mit dieser Frau auf sich hatte, aber ich fand diese ständigen Unterbrechungen eher störend und kam erst, als diese weniger wurden, richtig in die Geschichte rein.

Die schöne Umgebung des Spreewaldes sowie die besondere Atmosphäre hat die Autorin wunderbar bildhaft wiedergegeben und ich hatte sofort die wundervollen Häuser, die einem auf einer Bootsfahrt durch den Spreewald begegnen, vor Augen. Allerdings hätte man meiner Meinung nach noch etwas mehr über die sorbischen Traditionen, die diese Gegend so besonders machen, erwähnen können. Der eigentliche Mordfall sowie die Ermittlungen an sich geraten bei diesem Krimi eher etwas nebensächlich, was ich aber nicht als störend empfand und ich denke, dass die vielen privaten Probleme, die Klaudia und ihre Kollegen zu schaffen machen, viel Stoff für weitere Spreewald-Krimis liefern können.

Mein Fazit:


Auch wenn mich dieser Krimi erst im letzten Drittel überzeugen konnte, so fand ich ihn doch lesenswert. Die interessanten Charaktere sowie der Handlungsort lassen viel Spielraum für weitere Kriminalfälle mit der Polizistin Klaudia Wagner und ich würde mich über eine Fortsetzung auf jeden Fall freuen.





Freitag, 31. Juli 2015

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg - Florian Herb


Autor: Florian Herb

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 256

ISBN: 9783548286969

Erscheinungsdatum: 10. Juli 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon




Cover:


Ich finde das Cover total witzig und es passt auch sehr gut zur Geschichte, mit dem überladenen
Auto sowie der mediterranen Landschaft im Hintergrund.


Erster Satz:


Alvaro Contente de Ayllon wurde an dem Tag, an dem Klara Lüdtke in sein Taxi steigen sollte, um drei Uhr in der Früh jäh von einem kalten, haltlosen Gefühl aus dem Schlaf gerissen.


Inhalt:


Alvaro arbeitet als Taxifahrer in Berlin und vermisst seine Heimat Spanien sowie seinen Vater. Als sein Chef ihm, statt dem üblichen beigefarbenen Wagen, eines Tages einen ´69er Chevrolet Camaro in Orange-metallic-Lackierung als neuen Dienstwagen präsentiert, verliert er gänzlich die Lust. Den ganzen Tag chauffiert er nur Verrückte, die unbedingt mal mit dem alten Fahrzeug mitfahren möchten und hat dabei kaum Einnahmen, da die Strecken stets sehr kurz sind und der Benzinverbrauch hoch. Sein letzter Fahrgast scheint endlich normal zu sein, denn es handelt sich um eine ältere Dame, die lediglich zum Bahnhof will. Alvaro wird jedoch schnell stutzig, da sie es sehr eilig zu haben scheint und anstelle einer Handtasche trägt sie einen steinernen Zuckertopf umher. Da es ihr weder am Bahnhof noch am Flughafen dann schnell genug geht, bittet sie Alvaro, ihn nach Paris zu fahren. Für Alvaro erfüllt sich damit ein Traum, und da Klara auch über das nötige Geld zu verfügen scheint, nimmt er den Auftrag gerne an. Doch Klaras Familie sowie Alvaros Chef mitsamt seiner Bekannten Kerstin, die früher mal ein Karsten war, reisen den Beiden hinterher und möchten sie schnellstmöglich zurückholen.


Meine Meinung zum Buch:


"Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg" ist mein erstes Buch von Florian Herb und hat mich bereits auf den ersten Seiten sehr positiv überrascht.

Alvaro ist sechsundzwanzig Jahre und fühlt sich schrecklich einsam in Berlin. Er vermisst seine spanische Heimat und seinen Vater, doch dieser macht ihm am Telefon stets nur Vorwürfe. Sein Alltag als Taxifahrer gestaltet sich sehr eintönig und so wird er immer unzufriedener. Als ihm sein Chef Cemal schließlich den neuen Dienstwagen präsentiert, hält er dies zunächst für einen schlechten Scherz, denn der Oldtimer ist durch seine Lackierung sowie seinen leistungsstarken Motor mehr als auffällig. Dabei wünscht sich Alvaro doch gerade an diesem düsteren Tag nichts mehr als Unauffälligkeit.

Klara ist verheiratet und hat zwei volljährige Kinder. Schon lange fühlt sie sich unzufrieden mit ihrem Leben, da es zu vorhersehbar geworden ist. Jeden Tag der gleiche Ablauf, jedes Jahr der gleiche Urlaub auf Rügen und selbst ihr sechzigster Geburtstag läuft genauso ab, wie all die Jahre zuvor. Allerdings erhält sie diesmal als Geschenk von ihrem Sohn, der mal wieder zu spät kam, drei Rubbellose, die er sich kurz zuvor selber gekauft hatte. Als er jedoch sieht, dass seine Mutter den Hauptgewinn absahnt, ist das Entsetzen groß. Sofort fängt die Familie an, das Geld zu verplanen, während Klara sich klammheimlich damit aus dem Staub macht, um endlich ihre Träume wahr werden zu lassen.

Ich mochte Alvaro und Klara unheimlich gern und fand sie sehr sympathisch. Die beiden freunden sich schnell miteinander an und führen tiefgründige Gespräche über ihr eintöniges Leben. Die Reise führt sie zuerst nach Paris, dann nach Südfrankreich und schließlich in Alvaros Heimat Spanien. Mir haben die Beschreibungen Frankreichs sowie Spaniens sehr gefallen und das Buch versetzte mich sofort in Urlaubsstimmung. Es machte einfach Spaß die Zwei auf ihrer aufregenden Reise zu begleiten und man spürte förmlich, wie vor allem Klara sich mehr und mehr veränderte und selbstbewusster wurde.

Florian Herb hat einen sehr erfrischenden Schreibstil, so dass das Ganze mich keine Minute langweilte. Oftmals werden ja gerade Bücher, die von einer Reise handeln, schnell eintönig, durch zu viele Ortsbeschreibungen oder ländertypische Dinge, doch dies war hier absolut nicht der Fall. Es wirkt alles sehr lebendig, und durch die amüsanten Nebencharaktere kam viel zusätzliche Spannung in die Handlung. Was ich jedoch etwas schade fand, war dass die Geschichte in der zweiten Hälfte dann zu ernsthaft und stellenweise schwermütig wirkte. Ich fand den Anfang und auch dann die Reise nach Paris noch sehr humorvoll beschrieben, aber das fehlte mir danach dann ein bisschen. Alvaro wirkte mehr und mehr traurig, da viele Erinnerungen an seine Mutter auf ihn einwirkten und Klaras schräge Familie war plötzlich komplett von der Bildfläche verschwunden.

Mein Fazit:


Florian Herb ist es mit diesem Roman gelungen, mich mit großer Zufriedenheit zu erfüllen. Am Ende bekam jeder das, was er verdiente und beide Protagonisten haben eine tolle Entwicklung durchgemacht. Meiner Meinung nach, ist es das ideale Buch für Urlauber oder auch Daheimgebliebene!






Samstag, 11. Juli 2015

Zwei fürs Leben - Julia Hanel


Autor: Julia Hanel

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783548286723

Erscheinungsdatum: 8. Juni 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

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Cover:


Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und ich finde es einfach traumhaft schön. Man sieht auf den ersten Blick, dass es sich um einen Liebesroman handelt und es wirkt sehr verträumt und harmonisch.


Erster Satz:


Wer möglichst unbemerkt auf einer deutschen Intensivstation sterben will, sollte es gegen 14 Uhr versuchen.


Inhalt:


Die Lektorin Anni wacht, nach einem schweren Unfall mit dem Fahrrad, im Krankenhaus auf und hat plötzlich eine männliche Stimme in ihrem Kopf. Anfangs ist sie sichtlich genervt von dem jungen Mann, den sie weder kennt  noch weiß, was das alles zu bedeuten hat. Beinahe täglich unterhalten sich beide von da an in Gedanken und freunden sich miteinander an. Sie führen Gespräche über ihr Leben und ihren Alltag und erkennen bald, dass sie sich wesentlich mehr zu sagen haben, als ihren eigentlichen Partnern.


Meine Meinung zum Buch:


Zwei fürs Leben ist ein Buch, dass mich vom Cover her unglaublich stark ansprach, da ich ja immer sehr gerne Liebesromane lese. Dennoch muss ich sagen, dass ich im Nachhinein doch eher zwiegespalten bin, was dieses Buch betrifft. Einerseits finde ich die Grundidee interessant und vielversprechend, aber andererseits wurde ich mit den Protagonisten nicht richtig warm und mir fehlte schlichtweg die Spannung, da das Buch fast ausschließlich aus den Gesprächen besteht.

Anni arbeitet als Lektorin bei einem kleinen Fantasy-Verlag, ist aber zunehmend unzufrieden mit ihrem Job. Sie ist Mitte Zwanzig und lebt in einer glücklichen Beziehung mit ihrem Freund Hannes.

Ben ist verheiratet mit seiner großen Liebe Becky, die ihn stets an eine Erdbeere erinnert. Nachdem diese ihn jedoch von einem Tag auf den anderen still und heimlich verließ, betrinkt er sich und baut einen schweren Autounfall. Dabei hat er doch die Verantwortung für seine jüngere Schwester zu tragen, die bei ihm lebt, da die Eltern beide starben. Es war der letzte Wunsch der Mutter, aber der Altersabstand der beiden Geschwister ist so groß, dass Ben sie eigentlich kaum kennt. Mir waren die Protagonisten zwar sehr sympathisch, aber ich wurde im Laufe der Geschichte nicht richtig warm mit den Beiden. Man erfährt nur wenig über Anni und Ben und ich kann nach dem Lesen nicht mal sagen, ob Annie Kontakt zu ihren Eltern hat oder einer Freundin, und auch die Beziehung zu ihrem Freund Hannes fand ich etwas seltsam. Er ist sehr perfektionistisch und obwohl Anni dies bisher nie störte, ist sie mit einem Mal nur noch genervt von seiner Art und weist ihn zurück.

Der Schreibstil ist locker und einfühlsam, allerdings hätte in der Geschichte selbst etwas mehr passieren dürfen. Die Handlung besteht fast nur aus diesem gemeinsamen Gedankenaustausch und das über einen Zeitraum von einem Jahr, aber mir fehlte da auf die Dauer einfach die Spannung und wenn ich bei den Gesprächen den Faden verlor, hatte ich jedesmal Probleme mich wieder reinzufinden, da ich nicht wusste, wer was sagte bzw. dachte. Dennoch fand ich die Liebesgeschichte an sich sehr schön sowie gefühlvoll und vielleicht fehlte mir hier einfach der Bezug zu den Charakteren.

Mein Fazit:


Eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die sich gut für zwischendurch eignet oder als Urlaubslektüre. Obwohl mir die Grundidee sehr gefiel, konnte mich die Geschichte leider am Ende nicht ganz überzeugen und mir fehlte an vielen Stellen die Spannung sowie das Tempo.







Mittwoch, 10. Juni 2015

Sylt oder Selters: Ein Glücksroman - Claudia Thesenfitz


Autor: Claudia Thesenfitz

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 272

ISBN: 9783548287072

Erscheinungsdatum: 8. Mai 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover macht sofort Lust auf das Buch und verspricht eine sommerlich leichte Urlaubslektüre. Man sieht darauf eine Frau, die barfuß und im Sommerkleid durch die Dünen läuft sowie im Hintergrund einen Leuchtturm. Es passt meiner Meinung nach perfekt zur Geschichte.


Erster Satz:


Nina hat die Nase voll: Um sie herum schwelgte die Welt in Reichtum und Jetset, während sich bei ihr die Rechnungen stapelten, Inkassobescheide addierten und ihr Schufa-Score stetig sank.


Inhalt:


Die Hamburgerin Nina hat keine Lust mehr auf ihren monotonen Alltag. Täglich trottet sie ins Büro und hat keine Aufstiegschancen, erträgt die Launen ihrer Chefin und der einzige Spaß, den sie sich gönnt, sind virtuelle Shoppigtouren. Dabei überzieht sie regelmäßig ihr Konto und hat auch nur kurzfristig Freude an den bestellten Sachen. Als ihr dabei die Idee kommt, dass sie sich ja wie einige Ex-Models genau so gut einen Millionär angeln könnte, macht sie sich sofort an die genaue Planung. Sie schaut, wo die Millionärsdichte am höchsten ist und reist wenig später nach Sylt. Vier Wochen lang wohnt sie auf einem Campingplatz, da ein Hotelzimmer oder Ferienhaus unbezahlbar sind, und macht sich auf die Suche nach ihrem Millionär. Nina freundet sich dabei gleichzeitig mit ihrer 83-jährigen Zeltplatznachbarin an und erfährt, dass Geld allein auch nicht glücklich macht.


Meine Meinung zum Buch:


Die Autorin Claudia Thesenfitz entführt uns in ihrem Romandebüt auf die nordfriesische Insel Sylt und lässt uns auf unterhaltsame Weise teilhaben an Ninas Suche nach dem reichen Traummann. Nina ist 37 Jahre und mit ihrer leicht chaotischen sowie frechen Art war sie mir zwar sympathisch, erschien mir jedoch gerade am Anfang etwas zu naiv und oberflächlich. Allerdings macht Nina während der Geschichte, durch die Freundschaft zur Wohnwagenachbarin Elli, eine gewisse Wandlung durch und entwickelt dabei mehr und mehr Charakter. Nina wurde von ihrer Mutter antiautoritär erzogen und nach und nach erfährt man immer mehr amüsante Kleinigkeiten, die Nina in ihrer Kindheit und Jugend prägten. Ein Leben ohne Geldsorgen und mit viel Abwechslung sind ihr Traum, und um das zu verwirklichen, setzt sie ihren Plan auf Sylt konsequent in die Tat um. Dabei erlebt sie so einiges in der Welt der Schönen und Reichen und freundet sich mit der resoluten Elli an, die mit ihren 83 Jahren bereits viel erlebt hat.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man bekommt einen großartigen Einblick in das Leben auf der Insel Sylt. Es sind nicht nur die Promis und Vermögenden, die die Insel ausmachen, sondern es gibt auch jede Menge unberührter Natur und Normalos, die Sylt prägen. Das merkt nach und nach auch die Protagonistin und verliebt sich während ihres Urlaubs in die Insel.

Dreh- und Angelpunkt des Romans ist der Campingplatz in Kampen. Dort sowie in der unmittelbaren Umgebung findet der Hauptcharakter viele Freunde und erfährt viel über deren Leben. Sie holen einige Dinge nach, die Elli bisher versäumte und auch der Platzwart Herr Sörensen ist gar nicht so unfreundlich, wie es anfangs scheint. Dieser ist ein friesisches Urgestein und mit seiner trockenen und schroffen Art, mochte ich ihn irgendwie besonders gern. Was mich letztendlich ein bisschen störte an der Geschichte, war das Ende, worüber ich jetzt gar nicht zu viel verraten möchte, aber ich hätte mir da einfach einen anderen Schluss gewünscht.

Mein Fazit:


Für mich ist "Sylt oder Selters" die perfekte Urlaubs- oder Sommerlektüre und ideal zum abschalten. Lockeres und leichtes Lesevergnügen mit einem flüssigen und lockeren Schreibstil und Protagonisten die sympathisch und liebenswert sind.






Freitag, 8. Mai 2015

Tödlicher Lavendel - Remy Eyssen

Bildquelle: Ullstein Buchverlage

Autor: Remy Eyssen

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783843710947

Erscheinungsdatum: 8. April 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon




"Verwesung gehörte zum Kreislauf der Natur. Dieser Zerfall alles Organischen lief seit Jahrmillionen nach den immer gleichen und festen Regeln ab. Wer die Abläufe kannte, konnte darin lesen wie in einem Fahrplan." (Zitat Seite 315 und 316)



Cover:


Das Cover dieses Buches ist einfach wunderschön und man erkennt auf den ersten Blick, wo die Geschichte handelt. Man sieht darauf ein blühendes Lavendelfeld und durch den dunklen Himmel, sieht das Ganze zugleich bedrohlich aus.


Erster Satz:


Unter den Bäumen war es so dunkel.


Inhalt:


Der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter möchte nach dem Tod seiner Frau einen Neubeginn wagen und nimmt eine Stelle im südfranzösischen Lavandou an. Da er jedoch, durch einen Fehler des Krankenhauses, eine Woche zu früh anreist und gerade Hochsaison ist, wird er kurzerhand in einem Gästezimmer, dass einer Verwandten einer der Krankenschwestern gehört, einquartiert. Die Vermieterin des Zimmers ist Polizistin und Leon freundet sich schnell mit ihr sowie ihrer pubertierenden Tochter Lilou an. Und auch sein erster Fall lässt nicht lange auf sich warten. Ein achtjähriges Mädchen wurde entführt und wenig später tot aufgefunden. Für den Polizeichef Zerna war dies ganz klar ein Unfall, aber Leon ahnt schnell, dass mehr dahinter steckt und so beginnt er auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. Spätestens als ein weiteres Kind vermisst wird, glaubt niemand mehr an einen Unfall.


Meine Meinung zum Buch:


Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir eigentlich kaum Gedanken zu dem Buch machte, als ich es das erste Mal erblickte. Ich habe lediglich das Cover gesehen und wusste, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Gerechnet hatte ich mit einem einfachen Kriminalfall, der vor allem durch seinen traumhaften Handlungsort überzeugt, aber damit lag ich komplett daneben. Mich hat dieser Roman jedenfalls absolut positiv überrascht.

Das Buch handelt im beschaulichen Örtchen Lavandou, wo Gerüchte schnell die Runde machen. Es ist Hochsaison und gleichzeitig steht eine große Feierlichkeit bevor. Als ein kleines Mädchen von einem Campingplatz verschwindet und wenig später tot aufgefunden wird, merkt Dr. Leon Ritter schnell, dass dies kein einfacher Unfall war, sondern allein schon wegen des merkwürdigen Fundortes ein Mord gewesen sein könnte. Polizeichef Zerna ist außer sich und auch der Bürgermeister des Ortes reagiert auf Leons Bericht alles andere als erfreut. Dr. Leon Ritter war mir mit seiner ruhigen und ausgeglichenen Art auf Anhieb sympathisch. Er fühlt sich in Le Lavandou sofort heimisch und freundet sich schnell mit den Einheimischen an. Ihn kann absolut nichts aus der Ruhe bringen und selbst die Drohungen des Polizeichefs Zerna, rufen bei ihm nur ein müdes Lächeln hervor.

Der Schreibstil ist locker und flüssig sowie gleichzeitig mit einer kleinen Prise Humor gewürzt. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sicht des Gerichtsmediziners, aber zwischendurch auch immer wieder aus der Sicht der anderen Protagonisten. Besonders nahe gingen mir daher die Stellen, an denen dann aus der Sicht der Opfer geschrieben wurden. Sie alle wussten, dass man nicht mit Fremden mitgehen soll und waren intelligent, aber der Täter schafft es mit relativ simplen Tricks, die Kinder all ihre Vorsätze über Bord werfen zu lassen.

Der Gerichtsmediziner deckt während der Geschichte immer wieder kleine Auffälligkeiten auf und lenkt den Leser dadurch immer wieder in eine andere Richtung. Gerade das machte dieses Buch so faszinierend. Großartig fand ich dabei auch, dass er sich ständig am Rande der Legalität bewegte und ihm eben auch das Leben der Toten auf seinem OP-Tisch interessierte.

Mein Fazit:


Tödlicher Lavendel ist ein sehr gelungener, spannender und gut geschriebener Krimi, der mich von Anfang an gepackt hat. Unzählige Wendungen und Verzweigungen machten das Buch zum absoluten Lesevergnügen.






Mittwoch, 5. November 2014

Ewige Buße - David Mark

Bildquelle: Ullstein Buchverlage

   Autor: David Mark

   Verlag: Ullstein Taschenbuch

   Seitenzahl: 432

   ISBN: 978-3-548-28658-7

   Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2014

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

   zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

   oder bei: Amazon



"Es fällt ihm inzwischen leichter, an sich selbst zu glauben, doch es gibt Zeiten, da will er einfach ins Büro flüchten und sich in einem Schrank verstecken, während stärkere Persönlichkeiten das Ruder ergreifen." (Seite 262/263)



Cover:


Auf dem Cover sieht man ein einsames Boot, das auf einem See treibt. Über den See hat sich dichter Nebel gelegt. Mir gefällt das Cover gut, da es etwas trostlos und düster wirkt, allerdings passt es meiner Meinung nach nicht so richtig zur Geschichte. Im Buch ist ständig die Rede von schwüler, trockener Hitze und das Cover wirkt dagegen eher kühl.



Erster Satz:


Weiter, weiter, es sind nur Schmerzen, atme einfach und lauf, atme und lauf, verdammt noch mal, lauf!



Inhalt:


Detective Aector McAvoy wird während einer Sitzung mit seiner Psychologin zum Fundort einer Leiche gerufen. Bei der Leiche handelt es sich um eine Frau, Ende fünfzig, deren Brustkorb komplett eingedrückt wurde. Wenige Tage später wird eine weitere ermordete Frau gefunden, der die Beinschlagader aufgeschlitzt wurde. Als McAvoy einen Anfruf zurückverfolgt, stellt er fest, dass die beiden getöteten Frauen sich kannten und weitere Menschen in Todesgefahr sind. Gleichzeitig ermittelt seine Kollegin Helen Tremberg im Fall eines Drogendealers, in den durch einen dummen Zufall auch McAvoys Frau verstrickt ist.



Meine Meinung zum Buch:


"Ewige Buße" ist bereits der dritte Roman vom Autor David Mark. Er lässt sich jedoch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, da es auch immer wieder kurze Rückblenden gibt über das Kennenlernen von McAvoy und seiner Ehefrau Roisin.

Mich lässt dieses Buch ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurück. Einerseits fand ich die Geschichte wahnsinnig spannend, auch wenn ich anfangs einige Schwierigkeiten hatte, die Zusammenhänge zu verstehen. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt und die ständig wechselnden Perspektiven haben mich zum Beginn der Geschichte etwas verwirrt. Nach einer Weile hat sich das jedoch gelegt.

Andererseits habe ich mich etwas schwer getan mit dem Motiv des Mörders und ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum so viele unschuldige Menschen büßen mussten, die damals eigentlich nur ihre Arbeit als Rettungssanitäter gemacht haben. Sie haben ein Leben gerettet, ohne darüber nachzudenken, was das für ein Mensch ist, den sie da retten. 

In der Geschichte geht es auch um die Beziehung zwischen McAvoy und seiner Frau Roisin. McAvoy ist ein liebevoller und aufrichtiger Mann, für den das Wohl seiner Familie das Allerwichtigste ist. Seine Frau und er lernten sich unter schwierigen Umständen kennen und er würde alles für sie tun. Durch sie hat er gelernt, das Gute in jedem Menschen zu sehen. 

Der Schreibstil ist gut lesbar und gleichzeitig sehr bildhaft, was mir teilweise bei der Beschreibung der Morde wirklich zu schaffen machte. Der Mörder geht sehr brutal vor und man ahnt schnell, dass er ein Psychopath sein muss. Ich empfand daher die Geschichte auch nicht unbedingt als Kriminalroman und hätte es eher als Thriller eingeordnet. Allerdings hätte ich dann wohl dieses spannende Buch nie gelesen.

Das Ende der Geschichte war für mich überraschend und auch etwas abrupt, lässt jedoch viel Spielraum für eine Fortsetzung.


Mein Fazit:


Ein fesselndes und zugleich schockierendes Buch, das ab Teil zwei der Geschichte rapide an Spannung gewinnt. Als Lektüre vor dem Einschlafen ist es meiner Meinung nach zwar eher ungeeignet, aber ich werde von nun an wohl auch öfter mal einen Abstecher in das Genre Thriller machen. Das Buch ging mir teilweise sehr nahe und da am Ende einige Fragen offen bleiben, hoffe ich auf weitere Bücher dieses Autors. Über die Bewertung habe ich lange gegrübelt, und vergebe trotz einiger Zweifel vier von fünf Sternen, da ich mit Sicherheit noch lange nachdenken werden über diese Geschichte


Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch und den Ullstein Buchverlage GmbH für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.



                                           
                                                               ★ ★ ★ ★ 




Die Reihe

Teil 1 - Sterbensangst
Teil 2 - Dein ist die Rache
Teil 3 - Ewige Buße




Montag, 6. Oktober 2014

Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen - Anica Schriever

Bildquelle: Ullstein Buchverlage

   Autor: Anica Schriever

   Verlag: Ullstein Taschenbuch

   Seitenzahl: 352

   ISBN: 978-3-548-28604-4

   Preis: 8,99 €

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

   zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

   oder bei: Amazon





Zitat:


Besitze ich einen Mindesthaltbarkeitsaufkleber, oder warum sind sowohl meine Mutter als auch Gunnar so versessen darauf, mich lieber gestern als heute an den Mann zu bringen. Schimmele ich sonst? (Seite 144)



Cover:


Das Cover finde ich ganz bezaubernd und es hat mich sofort angesprochen, da es relativ schlicht gehalten ist. Ich finde es jedoch sehr originell mit den beiden Vögeln und der großen Titelaufschrift. 



Erster Satz:


" ... und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende."



Inhalt:


Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag wird Mia zuerst von ihrem Freund Nick, von dem sie eigentlich einen Heiratsantrag erwartet hatte, eiskalt abserviert und dann auch noch vor die Tür gesetzt. Sie war ja ohnehin mehr Gast in der gemeinsamen Wohnung. Wenige Tage später verliert sie dann auch noch ihren Job beim Berliner Magazin "Hallo Berlin" und wird ersetzt durch die attraktive Nichte des Chefs. Mia beschließt, bei einem Besuch ihres ehemaligen Studienfreunds Gunnar, endlich ihr Leben in den Griff zu kriegen und sich völlig auf ihre Karriere zu konzentrieren. Wenn da nur nicht diese Wette von damals wäre, an die sie Gunnar täglich aufs Neue erinnert: Wenn Mia bis zu ihrem 30. Geburtstag nicht verheiratet ist, darf Gunnar für sie einen passenden Ehemann aussuchen.



Meine Meinung zum Buch:


Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht von Amalia, die jedoch von allen nur Mia genannt wird. Mia ist schrecklich chaotisch, hitzköpfig und stur, aber gleichzeitig wirkt sie auch in vielen Dingen sehr unsicher und unbeholfen. Dennoch fand ich sie absolut liebenswürdig und habe mich einige Male auch selbst in diesem Charakter wiedergefunden. Auch ihre Freunde Kerstin, Yvonne, Gunnar und dessen Freundin Jana waren mir auf Anhieb sympathisch. Sehr originell fand ich auch Mias Mutter dargestellt, die mit allen Mitteln versuchte, einen passenden Ehemann für ihre Tochter zu finden. Oftmals brachte sie Mia dadurch unbewusst in dermaßen peinliche Situationen, dass ich Tränen gelacht habe.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und enthält dabei unglaublich viel Situationskomik. Mia, die sich mit ihrer impulsiven Art immer wieder in die peinlichsten Momente manövriert, verleiht der Geschichte sehr viel Humor. Die enthaltene Liebesgeschichte ist in meinen Augen unglaublich romantisch dargestellt und kommt dabei völlig ohne Kitsch aus. 

Ich finde, bei diesem Buch passte einfach alles: es war spannend bis zum Schluss, die Charaktere wirkten sehr authentisch sowie originell inszeniert und die Suche nach dem Richtigen war unglaublich unterhaltsam. Ein Muss für Chick-Lit Fans!





                                                               ★ ★ ★ ★ 






Sonntag, 20. Juli 2014

Himmelfahrt - Richard Dübell



          Autor: Richard Dübell

          Verlag: Ullstein Taschenbuch

          Seitenzahl: 384

          ISBN-13 9783548284873

          Preis: 9,99 Euro

          ebenfalls als eBook erhältlich!

          zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

          und bei: Amazon




Cover:


Das Cover hat es mir optisch sehr angetan. Im Vordergrund sieht man einen alten Traktor sowie einige Strohballen auf einem Feld und im Hintergrund eine Kirche. Über all dem ist ein wolkenverhangener Himmel, der dem Ganzen etwas Bedrohliches gibt.



Erster Satz:


Eliska Sládek stand vor dem Klingelschild und versuchte, sich daran zu erinnern, wie ihr Name lautete.



Inhalt:


Ein bekannter Bauunternehmer wird tot in einem Landshuter Bordell gefunden. Dass er ermordet wurde ist nicht zu übersehen und so beginnen Hauptkommissar Peter Bernward und seine Kollegin Flora Sander sofort mit den Ermittlungen. Doch zwischen den Beiden herrscht ziemlich dicke Luft, da sie sich gerade erst frisch getrennt haben. Da das auch dem Chef der Landshuter Kriminalpolizei nicht verborgen geblieben ist, übergibt er den Fall an Flora, die den Mord gemeinsam mit der Polizistin Tanja aufklären soll. Peter stellt derweil so seine ganz eigenen Ermittlungen an. In Landshut wird die Lage währenddessen immer angespannter, denn es herrscht Hochwasser und die Stadt versinkt zunehmend im Chaos.



Meine Meinung zum Buch:


"Angesichts des Lebens verschwenden wir die Augenblicke, als besäßen wir unendlich viele davon. Angesichts des Todes klammern wir uns an den letzten von ihnen und flehen ihn an, nicht zu vergehen." (Seite 329)

"Himmelfahrt" ist bereits der zweite Kriminalroman vom Autor Richard Dübell und obwohl ich den ersten Fall nicht kannte, hat mich die Geschichte sofort mitgerissen. Die Hauptpersonen und ihre Beziehung zueinander wurden sehr gut erklärt und durch kurze Rückblicke erfährt man auch einiges über den ersten Band. Im Anhang des Buches befindet sich dann noch eine Übersicht über alle Charaktere, was ebenfalls sehr hilfreich war.

Die Geschichte war spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mit feinem Humor durchzogen. Der Autor schafft es, dass man sich die Szenen und Personen sehr gut bildlich vorstellen kann und gerade bei der Beschreibung der Leiche war das schon recht heftig für mich.

Kommissar Peter Bernward muss man einfach mögen, denn er ist mit seiner charmanten und lässigen Art einfach liebenswürdig. Die kleinen Spitzen die er teilweise gegenüber seinen Freunden und Kollegen los lässt fand ich herrlich und oftmals musste ich schmunzeln. Auch die eher kühl und distanziert wirkende Flora Sander ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen, da ihr Handeln in meinen Augen sehr verständlich war. Ihr Zwiespalt zwischen dem Ex-Freund Peter und dem neuen Freund Viktor von Closen gibt dem Buch zusätzliche Spannung.

Da mit der Zeit immer mehr Informationen zusammen kommen, rätselt man ununterbrochen mit, wer der Täter ist und so war das rasante Finale des Romans sehr überraschend und absolut nicht vorhersehbar. Die Stadt Landshut wurde gut beschrieben und man spürt förmlich die ausweglose Lage aller Landshuter, die vom Hochwasser betroffen waren. 

Ich kann dieses Buch wirklich jedem Krimifan empfehlen und hoffe, dass noch weitere Bände mit diesem tollen Ermittler-Duo folgen.




                                                                ★ ★ ★ ★ 



Mittwoch, 25. Juni 2014

Alles Amore - Markus Götting

 
    Autor: Markus Götting

    Verlag: Ullstein Taschenbuch


    Seitenzahl: 240


    ISBN-13 9783548375557


    Preis: 9,99 Euro


    ebenfalls als eBook erhältlich!


   zu kaufen bei: Amazon


                    und


         ullsteinbuchverlage





Cover:


Ich finde das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Es zeigt das übliche Chaos bei der An- und Abreise auf dem Campingplatz. Man ahnt sofort, dass es ein humorvolles Buch ist und es spiegelt das "Urlaubs-Motto" sehr gut wieder.




Erster Satz:


Himmel, ist das heiß hier.




Inhalt:


"Camping ist letztlich Ferien für Leute, die keinen Urlaub ertragen."

Markus, der gerade in der Midlife-Crisis steckt, reist betrunken und ohne Geld sowie Gepäck mit dem Zug nach Italien. Er hat endlich begriffen, dass er eine schreckliche Dummheit begangen hat, als er seine Ehefrau Lena mit einer jungen Studentin betrogen hat. Lena verbringt nichtsahnend ihren Urlaub wie jedes Jahr auf dem Campingplatz "Il Grande Paradiso" in Italien und Markus will sie um jeden Preis zurück erobern. Seine Campingfreunde unterstützen ihn dabei tatkräftig und arbeiten gemeinsam einen Schlachtplan aus.




Meinung:


"Alles Amore" ist die Fortsetzung des Romans "Alles Azzurro" aus dem Jahr 2012. Da es sich jedoch um abgeschlossene Geschichten handelt, kann man "Alles Amore" problemlos lesen, ohne den 1. Band zu kennen und findet sich durch kurze Rückblenden sehr schnell in die Geschichte ein.

Als jahrelanger Campingurlauber musste ich dieses Buch einfach lesen, da ich wissen wollte, wie Markus Götting den "ganz normalen Camping-Wahnsinn" beschreibt. Ich habe Tränen gelacht, denn es wird dabei wirklich nichts geschönt und ausgelassen. Nach einigen Tagen Campingurlaub frage ich mich jedes Jahr aufs Neue, warum ich mir das eigentlich antue und doch gibt es meiner Meinung nach keine schönere Form, seinen Urlaub zu verbringen. Auf sehr humorvolle Art und Weise beschreibt er den Tagesablauf auf dem Campingplatz sowie einige italienische Gepflogenheiten. Die liebenswerten Charaktere vervollständigen das Ganze zu einem unglaublich witzigen Buch, bei dem ich stellenweise Tränen gelacht habe. Die ideale Lektüre für den Sommerurlaub!




                                                           ★ ★ ★ ★ ★