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Samstag, 12. November 2016

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen - Cornelia Franke


Autor: Cornelia Franke

Verlag: cbt

Seitenzahl: 320

ISBN: 978-3-570-31014-4

Erscheinungsdatum: 11. Juli 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover hat mich anfangs weniger angesprochen, da mir das einfach zuviel rosa auf einmal war. Allerdings weckten das Popcorn sowie die Eintrittskarte dann doch meine Neugier und die Mädchen, deren Altersgruppe erreicht werden soll, findet den Einband wahrscheinlich gerade toll, aufgrund der Farbe.


Erster Satz:

Jedes Mal, wenn ich vor der Glasfassade meines Stammkinos am Potsdamer Platz stehe, überkommt mich ein Kribbeln.


Inhalt:


Jess liebt die gemeinsamen Kinoabende mit ihren besten Freunden Lisa, Tom und Marvin über alles. Sie besitzt eine Jahreskarte und das allwöchentliche Filme schauen ist mittlerweile zum Pflichtprogramm geworden. Das Interesse für Filme teilt sie mit ihren Freunden, sodass es kaum ein anderes Thema für die Vier zu geben scheint. Ihr Vater reagiert darauf jedoch mehr und mehr gereizt und möchte ihr andere Hobbys ans Herz legen. Als Jess gemeinsam mit Lisa für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema führen soll, kommt es infolgedessen immer öfter zum Streit mit ihrem Vater. Und ihr bester Freund Marvin verhält sich ihr gegenüber immer merkwürdiger, da er mehr in ihr sieht als eine gute Freundin.


Meine Meinung zum Buch:


Bevor ich mit dem Lesen dieses Romanes begann, befand ich mich mehrere Wochen in einer Leseflaute, die ich selbst nicht so richtig wahrhaben wollte. Nach mehreren mittelmäßigen Büchern, hatte ich wirklich etwas die Lust am Lesen verloren und befand mich diesbezüglich in einer Zwickmühle. Dieses Buch holte mich jedoch bereits nach wenigen Seiten da raus und half mir die Flaute zu überwinden, da ich die Story überaus spannend und interessant fand.

Jess fühlt sich oftmals einsam, denn ihr Vater hat wenig Zeit für sie und verbringt oftmals den ganzen Tag im Büro. An ihre Mutter kann sie sich kaum erinnern, da sie frühzeitig verstarb und sämtliche Erinnerungsstücke an sie wurden vom Vater verbannt. Als er dann auch noch versucht, ihr die Leidenschaft für Filme madig zu machen, fühlt sich Jess immer unverstandener und verliert sich immer mehr in Tagträume. Von ihren Mitschülern wird sie ohnehin gemieden und als "Nerd" abgestempelt, was sie jedoch relativ gelassen sieht, denn sie hat ja ihre besten Freunde, die immer ein offenes Ohr für sie haben und ebenfalls begeisterte Filmseher sind.

Ich mochte die Charaktere auf Anhieb und vor allem Lisa fand ich absolut herrlich mit ihrem trockenen Humor. Während Jess fast schon ein bisschen naiv rüberkam, war Lisa ihr da stets ein Stückchen voraus. Naja, und Marvin war so der typische Freund zum Pferde stehlen. Er besaß die Fähigkeit Jess jeden Kummer von den Augen abzulesen und half den Mädchen sehr bei der Erstellung des Blogs.

Ursprünglich dachte ich ja, es ist so die typische Story über die ersten Erfahrungen in Sachen Verliebtsein, aber dieses Buch war soviel mehr, denn im Vordergrund stand stets die schwierige Beziehung zwischen Jess und ihrem Vater. Während Jess endlich ein bisschen mehr über ihre verstorbene Mutter wissen möchte, weicht dieser ihr immer wieder aus und kann ihre Leidenschaft fürs Kino absolut nicht nachvollziehen. Ich konnte Jessicas Verzweiflung sehr gut nachvollziehen und die Reaktionen ihres Vaters machten mich teilweise wirklich rasend.

Da ich selber viel viel lieber Filme im Kino als im Fernsehen schaue, fand ich es bemerkenswert, wie die Autorin hier das Gefühl vermittelte, bevor der Film losgeht oder wie es sich anfühlt, wenn man nervige Personen unter den übrigen Zuschauern hat. Ich finde es fast schon ein bisschen schade, dass all dies in Zeiten, in denen Leute vermehrt Filme übers Internet schauen, verloren geht.

So bedrückend die Geschichte oftmals auf mich wirkte, so bezaubernder fand ich hingegen den leichten und oftmals sehr humorvollen Schreibstil. Es ist leicht verständlich und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen, da ich ja auch unbedingt wissen wollte, warum der Vater sich so seltsam und distanziert verhielt. Die Auflösung kam am Ende und letztenendes konnte ich auch ihn ein Stück weit verstehen.

Mein Fazit:

Mich konnte die Autorin mit diesem Roman vollkommen bezaubern und schaffte es damit schnell, mich aus meiner Leseflaute zu holen. Ein tiefgründiger Roman, den ich euch wirklich nur ans Herz legen kann.



Donnerstag, 10. März 2016

Und er steht doch auf dich - Rachel Harris

Autor: Rachel Harris

Verlag: cbt

Seitenzahl: 400

ISBN: 978-3570310151

Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016

Gelesen über Skoobe

Taschenbuch: 9,99€              E-Book: 8,99€

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon


Cover:


Ich finde das Cover ansprechend und da auch der Klappentext sehr interessant klang, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Das Herz sticht sofort ins Auge und ich finde es irgendwie niedlich, dass die Gesichter dahinter versteckt sind.


Erster Satz:


Das Dekolleté, das fast aus meinem skandalös tief ausgeschnittenen Neckholder-Top herausfällt, läutet den Beginn der Operation Sexappeal ein.


Inhalt:


Aly steht vor ihrem letzten Jahr an der Highschool und hat ein klares Ziel vor Augen. Sie möchte den Abschlussball auf keinen Fall, wie all die Jahre zuvor, nur mit einem Kumpel feiern, sondern endlich mit einem coolen Typen genießen. Sie weiß auch schon, welcher Junge dafür am besten geeignet wäre: Justin, der Mädchenschwarm der Schule. Der steht jedoch nur auf die coolen Mädchen. Um ihn auf sich aufmerksam zu machen, soll ihr bester Freund Brandon für eine kurze Scheinbeziehung herhalten.


Meine Meinung zum Buch:


Es gibt so Momente, da hat man einfach Lust auf ein lockeres Jugendbuch, bei dem die Sorgen und Nöte der Protagonisten vergleichsweise gering ausfallen, da man selber im Alltag viel zu viel um die Ohren hat. Genau so ein Roman ist für mich "Und er steht doch auf dich". Man ahnt in etwa, worauf die Geschichte hinausläuft und wie es enden wird, aber dennoch hat man soviel Freude daran, die Charaktere Ally und Brandon für einige Sommer-Monate zu begleiten und kann wunderbar dabei abschalten.

Aly ist an der ganzen Highschool beliebt, ist intelligent und sieht gut aus. Dennoch stört es sie mehr und mehr, dass sie keinen Freund hat und die Jungs in ihr scheinbar nur einen Kumpel sehen. Sie beschließt ihr Image komplett zu ändern, trägt freizügigere Kleidung und ihr bester Freund Brandon soll kurzzeitig so tun, als wären sie in einer Beziehung. Sie hofft, dass dann auch endlich der Mädchenschwarm Justin auf sie aufmerksam wird.

Brandon möchte keine feste Beziehung, da er denkt, dass das stets unglücklich endet. Immer wieder hat er seine Mutter dabei vor Augen, die todunglücklich war, als ihr Ehemann bzw. Brandons Vater starb. Er hält sich deshalb lieber an die "Coolen", denn vor einiger Zeit teilte er mit seinen Freunden die Mädchen der Schule ein in zwei Gruppen: die Coolen sowie die Beziehungstypen. Aly gehört eindeutig in die Kategorie Beziehungstyp. Als er von ihrem Plan erfährt ist er anfangs wenig begeistert, da er aber auf keinen Fall möchte, dass sie mit Justin zusammenkommt, weil er ihr das Herz brechen wird, willigt er erst mal ein.

Ich mochte die beiden Hauptcharaktere, aus deren Sicht die Geschichte abwechselnd erzählt, sehr gerne, wobei mir Brandon fast noch etwas lieber war. Er wirkt bereits sehr erwachsen und wesentlich reifer als Aly. Der Tod von seinem Vater belastet ihn immer noch, aber mit Aly fühlt er sich wohl und die Beiden verbringen viel Zeit miteinander. Seine lockere Art mochte ich sehr, da ihm egal ist, was andere über ihn denken und er nicht großartig versucht sich wichtig zu machen oder jemand anderen darzustellen. Alys Idee mit der Typveränderung erschien mir dagegen eher naiv, aber ich denke, in dem Alter ist alles möglich und ich fand sie trotzdem unheimlich liebenswürdig.

Der Schreibstil ist locker und leicht lesbar, ohne irgendwie gestellt zu wirken. Mich erinnerte das stellenweise an so typische Highschool Serien oder Filme, in denen sich die Protagonisten eben überwiegend mit schulischen Problemen, der ersten Liebe, Rumgezicke unter den Mädchen und so Dingen beschäftigen. Sehr gelungen fand ich den Freundeskreis der beiden Hauptprotagonisten. Sowohl Alys beste Freundinnen als auch Brandons Kumpels sind allesamt Unikate, die der Geschichte viele humorvolle Szenen bescheren. Das ständige Hin und Her zwischen Brandon und Aly, das zum Teil wirklich nur aus Missverständnissen besteht, fand ich stellenweise etwas nervig, aber ich habe mitgefiebert und auf das große Finale gehofft.

Mein Fazit:


Eine gefühlvolle Lovestory, die trotz der Vorhersehbarkeit fast perfekt war. Es gab einige Stellen, die man vielleicht hätte einkürzen können, aber ab der zweiten Hälfte hatte mich die Geschichte richtig gepackt und ich habe auf das große Finale gehofft. Die ideale Unterhaltung für zwischendurch oder um einfach mal etwas abzuschalten von den eigenen Problemen.



Samstag, 29. August 2015

Sternengewitter - Kim Culbertson


Autor: Kim Culbertson

Verlag: cbt

Seitenzahl: 352

ISBN: 978-3-570-30916-2

Erscheinungsdatum: 9. Juni 2014

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon




Cover:


Ich finde das Cover perfekt auf den Inhalt abgestimmt. Es wirkt sommerlich leicht und macht sofort Lust auf das Buch. Besonders gut gefällt mir, dass man die Personen nicht komplett drauf hat, sondern im Vordergrund stehen hier die Hände, die einander festhalten.


Erster Satz:


Wäre mein Leben ein Film, dann wäre dieser Moment der Anfang.


Inhalt:


Carter Moon ist siebzehn und lebt in einem kleinen verschlafenen Provinznest, namens Little, in Kalifornien. Am liebsten würde sie auch niemals von dort wegziehen, denn sie ist glücklich dort und hat alles was sie braucht um sich. Ihre Eltern betreiben ein kleines Café, in dem sie oftmals aushilft und nebenbei leitet sie einen Tanzkurs im Seniorenheim, der ihr viel Freude bereitet. Lediglich um ihren größeren Bruder macht sie sich große Sorgen, da er Spielschulden hat und sich mehr und mehr von der Familie zurückzieht. Um diese Schulden zu begleichen, stimmt sie schließlich auch zu, als der Manager des Hollywood-Stars Adam Jakes, der in der Kleinstadt gerade einen Film dreht, ihr den Vorschlag unterbreitet, dessen Freundin zu spielen in der Öffentlichkeit. Dabei merkt sie schnell, dass Adam gar nicht so abgehoben ist, wie die Presse ihn darstellt und entwickelt tiefe Gefühle für ihn.


Meine Meinung zum Buch:


Bei diesem Buch mochte ich das Cover auf Anhieb, und da auch der Klappentext eine interessante Geschichte versprach, griff ich schließlich zu. Ich hatte ein lockeres Sommerbuch erwartet, bei dem ich nicht allzu viel nachdenken muss und das sich leicht nebenher lesen lässt. Umso erstaunter war ich schließlich, dass diese Geschichte gleichzeitig so viel Tiefgang und Ernsthaftigkeit besitzt.

Carter Moon, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, ist siebzehn und genießt ihr Leben in der Kleinstadt Little. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Alien Drake betreibt sie einen Himmelsblog, auf dem sie mit viel Herzblut Beiträge veröffentlicht, die zum Thema Sternenhimmel passen. Als Hollywood sich schließlich in der kleinen Gemeinde niederlässt, um den Sommer über einen Film mit dem Mädchenschwarm Adam Jakes zu drehen, steht plötzlich alles Kopf. Der Schauspieler möchte sein schlechtes Image in der Öffentlichkeit gerade biegen und sein Manager denkt, dass Carter die ideale Besetzung dieser Rolle ist. Sie ist bodenständig sowie natürlich und außerdem könnte sie das Geld gut gebrauchen, um die Spielschulden ihres Bruders endlich zu begleichen. Da es ja auch nur für ein paar Wochen sein soll, lässt sie sich darauf ein, ohne zu ahnen, wie schwierig das werden würde. Die Presse stürzt sich auf sie, sie muss ihre Freunde belügen und außerdem stellt sie schnell fest, dass Adam Jakes eigentlich auch sehr liebenswert sein kann. Dennoch konnte ich Adams Handlungen stellenweise nicht so ganz nach nachvollziehen und sie wirkten auf mich teilweise etwas zu überzogen. Das ist jedoch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch.

Kim Culbertson schreibt flüssig, leicht lesbar und humorvoll. Man findet durch die sympathischen Charaktere zugleich sehr schnell rein in die Geschichte. Allen voran Carters beste Freundin Chloe. Diese führt eine Beziehung mit Alien Drake, schwärmt jedoch seit vielen Jahren für den Hollywood-Schauspieler Adam. Als sie von der Beziehung zwischen Carter und besagtem Schauspieler erfährt, steht sie sofort mit Rat und Tat zur Seite und versorgt sie mit allen nötigen Dingen, die die Freundin eines Filmstars ihrer Meinung nach unbedingt benötigt. Wie bereits oben erwähnt, besticht die Geschichte durch viel Tiefgang und besonders die enthaltenen Beiträge für den Blog "Gestern Nacht am Himmel" machen dies sehr deutlich. Carter Moon steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben, denn ihre Eltern drängen sie zu einer Entscheidung, über ihre Pläne für die Zukunft. Sie soll sich entscheiden, welchen beruflichen Werdegang sie einschlagen möchte und die Welt kennenlernen. Carter fühlt sich jedoch wohl in Little und kann sich kein anderes Leben vorstellen.

Mein Fazit:


Sternengewitter ist ein zauberhaftes Sommerbuch mit sehr viel Tiefgang und liebenswürdigen Charakteren. Die Protagonisten machen eine erstaunliche Wandlung durch und ich konnte sehr gut nachvollziehen, was die Charaktere an der kleinen Stadt Little in Kalifornien so fasziniert.







Montag, 17. August 2015

#Skandal - Sarah Ockler


Autor: Sarah Ockler

Verlag: cbt

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3570162989

Erscheinungsdatum: 25. Mai 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



Cover:


Da ich tagtäglich viel in den sozialen Netzwerken unterwegs bin, hat mich das Cover, aufgrund des Titels mit dem Hashtag davor, sofort angesprochen. Es passt sehr gut zur Geschichte und ich finde es gut, dass man die Gesichter nicht genau erkennen kann. Man kann sie lediglich erahnen.


Erster Satz:


Es heißt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.


Inhalt:


Schon lange träumt Lucy Vacarro heimlich vom Partner ihrer besten Freundin Ellie. Als diese sie kurz vor dem Abschlussball überredet, an ihrer Stelle, gemeinsam mit Cole zum Ball zu gehen, da sie krank ist, stimmt sie ihrer Freundin zuliebe zu. Es kommt zum Kuss zwischen Cole und Lucy, und als sie am nächsten Morgen aufwacht, sind sämtliche Fotos der Party danach im Internet veröffentlicht. Lucy, die ohnehin von großen Schuldgefühlen  gegenüber Ellie geplagt ist, bezüglich des Kusses mit Cole, wird von allen verantwortlich gemacht für die Veröffentlichung und ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Gleichzeitig bricht ein großer Shitstorm über sie herein und Lucys Welt ist plötzlich ein einziger Scherbenhaufen.


Meine Meinung zum Buch:


"#Skandal" klang nach einem spannenden Jugendbuch, und da mich das Thema soziale Medien brennend interessiert, hoffte ich auf ein Buch, dass wirklich zum Nachdenken anregt. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Idee hinter der Geschichte zwar gefällt, die Umsetzung konnte mich jedoch weniger überzeugen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lucy, die gleichzeitig den "großen" Skandal ins Rollen bringt, nachdem jemand nach der Abschlussball-Party ihr Handy klaut und in ihrem Namen brisante Fotos postet. Lucy ist leicht schräg, aber auf eine sympathische Art und Weise, und meidet prinzipiell sämtliche Partys. Stattdessen verbringt sie ihre Zeit lieber mit Computerspielen, in denen sie Zombies abschießt. Ihre Schwester ist der Star einer Fernsehserie, was jedoch niemand erfahren soll. Von den sozialen Netzwerken hält sie sich eher fern, da die verliebten Statusmeldungen ihrer besten Freundin Ellie sie nervten, denn schon lange schwärmt sie heimlich für deren Partner Cole.

#Skandal ist das erste Buch, das ich von der Autorin las, und so war ich positiv überrascht über den frechen und jugendlichen Schreibstil, der sich bereits an den überlangen sowie witzigen Überschriften bemerkbar macht. Er wirkt durch die umgangsprachlichen Sätze sehr authentisch, aber oftmals musste ich zurückblättern und einzelne Textstellen erneut lesen, da ich mich mit den vielen verschiedenen Namen etwas schwer tat. Selbst wenn die Rede von Lucys Tieren ist, dann tauchen Bezeichnungen wie "Night of the Living Dog" für den Hund, beziehungsweise "Prinz Sommersprosse" für das Pferd auf, und das brachte mich anfangs doch mehrere Male aus dem Konzept.

Was mir leider weniger gefiel, war die Umsetzung des Themas "Cybermobbing", da sie kaum verwertbare Lösungsansätze aufweist, was ich gerade für jugendliche Leser sehr wichtig finde. Die Direktorin weiß von den Fotos und hat auch ein eigenes Facebook-Profil, ist jedoch mehr auf das Image der Schule bedacht, als darauf etwas gegen die Anfeindungen gegenüber Lucy zu unternehmen. Da werden Schulwände beschmiert und mit bösen Plakaten beklebt, was scheinbar normal zu sein scheint und auch Lucys Reaktion auf das Ganze war mir viel zu lasch. Sie lässt das einfach alles so laufen und unternimmt nichts und auch Cole, den das alles ja ebenfalls betrifft, sieht das meiner Meinung nach viel zu locker. Selbst Lucys große Schwester, die sich als Fersehstar ja relativ gut mit den öffentlichen Medien auskennt, ist dabei überhaupt nicht hilfreich. Vieles konnte ich da wirklich nicht nachvollziehen und auch die Charaktere der Geschichte blieben mir zu fremd und riefen keinerlei Emotionen bei mir hervor.

Mein Fazit:


Insgesamt fand ich die Charaktere sowie die Handlung ganz nett, aber man hätte aus der Grundidee wesentlich mehr herausholen können. Eine kurzweilige Geschichte, die das doch sehr ernste Thema Cybermobbing zwar locker rüberbringt, aber bei mir leider zu wenig nachklingt.






Montag, 29. Dezember 2014

Ich kam mit dem Wüstenwind - Michaela und Elaine DePrince


Autor: Michaela und Elaine DePrince

Verlag: cbt

Seitenzahl: 272

ISBN: 978-3-570163245

Erscheinungsdatum: 29. September 2014

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



"Sobald ich auf die Bühne kam, waren alle meine Ängste wie weggeblasen. Ich war viel zu glücklich, dass ich auf so einer großen Bühne tanzen durfte" (S. 111)


Cover:


Ich finde das Cover einfach traumhaft schön. Man sieht unterhalb einige Tower, in denen sich die Sonne spiegelt und darüber eine Ballettänzerin mit einem pinkfarbenen Tutu, die sofort ins Auge sticht. Die wenigen Farben harmonieren perfekt miteinander.


Erster Satz:


Ich stehe hinter der Bühne, in einem prunkvollen schwarzen Tutu, das mit pechschwarzen Federn und blutroten Blüten verziert ist.


Inhalt:


Michaela DePrince, die die ersten Jahre im kriegszerrütteten Sierra Leone aufwächst als Mabinty Bangura, verliert mit 4 Jahren zuerst ihren Vater und kurz danach ihre Mutter. Dem herzlosen Onkel, der sie immer verachtete und beschimpfte war sie stets ein Dorn im Auge, da sie bereits mit 3 Jahren lesen und schreiben konnte und unter der Weißfleckenkrankheit litt. Er bringt sie schließlich in ein Waisenhaus, wo sie als Außenseiterin mit der Nummer 27 schnell Freundschaft schließt mit einem Mädchen, das ebenfalls Mabinty heißt. Der Wüstenwind Harmattan weht ihr wenig später ein vergilbtes Magazincover, mit einer Ballerina auf dem Cover, vor die Füße und Mabinty Bangura fasst den Entschluss, dass sie Tänzerin werden will.


Meine Meinung zum Buch:


"Ich kam mit dem Wüstenwind" ist ein Buch, das mich sehr bewegt und gerührt hat. Mabinty Bangura, die später Michaela DePrince heißt, erlebt ihre ersten Jahre in Armut und Elend. Schon früh wird sie mit den Auswirkungen des Bürgerkriegs konfrontiert und verliert beide Elternteile. Sie landet im Waisenhaus und ist mit Nummer siebenundzwanzig, das unbeliebteste aller siebenundzwanzig Waisenkinder. Doch Michaela ist ein unglaublich kluges Mädchen und kann dort die Schule besuchen. Schnell gelingt es ihr die anderen Mädchen auf ihre Seite zu ziehen und durch erfundene Spiele zu begeistern. Durch einen glücklichen Zufall wird sie schließlich gemeinsam mit ihrer besten Freundin in eine amerikanische Familie adoptiert, die zugleich sehr liebevoll und fürsorglich mit den Mädchen umgeht. Auch ihre Adoptiveltern Elaine und Charles DePrince sind vom Schicksal schwer gestraft und dennoch nehmen sie die beiden afrikanischen Mädchen sowie später vier weitere Mädchen auf und ermöglichen ihnen ein liebevolles Familienleben.

Gemeinsam mit ihrer Adoptivmutter Elaine hat Michaela diese Biografie geschrieben und als Leser fand ich es sehr beeindruckend, mit welcher Hartnäckigkeit dieses Mädchen bereits in sehr jungen Jahren ihren Traum vom klassischen Ballett verfolgt. Sehr schön fand ich dabei die farbigen Fotos in der Mitte des Buches sowie den Epilog am Ende, die das Ganze für mich nochmal etwas anschaulicher machten. Die Geschichte ist flüssig und interessant beschrieben und ich hatte das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen. Allerdings empfand ich einige Stellen am Anfang doch recht heftig und brutal beschrieben. Die empfohlene Altersempfehlung von 13 Jahren konnte ich daher nicht so recht nachvollziehen, aber vielleicht bin ich da auch etwas überempfindlich.

Mein Fazit:

Mit "Ich kam mit dem Wüstenwind" ist Michaela und Elaine DePrince eine wunderbare Biografie gelungen, die aufzeigt wie wichtig Träume und Zuversicht für Kinder sein können. Ein Buch, das Hoffnung macht!


Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch und dem cbt Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.


                                                               ★ ★ ★ ★