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Mittwoch, 15. Mai 2019

Madeirasturm (Comissário Avilas zweiter Fall) - Joyce Summer

Autor: Joyce Summer

Format: E-Book

Verlag: -

Seitenzahl: 332

ISBN: 978-3749430390

Erscheinungsdatum: 24. April 2019

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon

oder bei: BoD Buchshop


Cover:


Das Cover weckte sofort mein Interesse, da die abgebildeten Häuser sowie die Kirche einerseits idyllisch wirken und andererseits sieht man im Hintergrund den wolkenverhangenen Himmel, der zugleich bedrohlich wirkt.


Erster Satz:


Leise tauchte das schwarze Paddel in das graue Blau des Atlantiks.


Inhalt:


Ein Sturm zieht auf. Im Hafen von Funchal wird die Leiche eines Touristen angespült. Madeira rüstet sich, um eine Katastrophe und weitere Tote zu verhindern. Leticia Avila hat dagegen andere Pläne. Sie überredet ihren Mann, mit ihr das Wochenende in einem romantischen Hotel in den Bergen zu verbringen.
Aber der scheinbar so idyllische Ort wird bald gestört: Eine Leiche treibt am Morgen im Hotelpool. Abgeschnitten von der Zivilisation versucht Comissário Avila, dem Sturm und den Machenschaften des Mörders zu trotzen. Wird es ihm gelingen, seine Familie zu beschützen?


Samstag, 9. Februar 2019

Niemand kennt dich, wenn du am Boden liegst - Beate Baum

Autor: Beate Baum

Format: E-Book

Seitenzahl: 338

Verlag: Books on Demand

ISBN: 978-3746007540

Erscheinungsdatum: 22. März 2018

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Autorenwelt

oder bei: Amazon


Cover:


Das Cover gefällt mir sehr gut, da es eher schlicht gehalten wurde und man direkt erahnen kann, dass die Musik eine große Rolle in diesem Roman spielt.


Erste Sätze:


»Wow! Das ist unglaublich.« Kevin ließ Johns Hände an der Gibson nicht aus den Augen.


Inhalt:


Ines Behrendt weiß gleich, dass etwas nicht stimmt, als sie ihren geliebten John beim Konzert der Distant Stars am Dresdner Elbufer wiedersieht. Ganz offensichtlich gibt es Probleme mit Tim Cantely, dem Star der Band. Prompt wird der charismatische Sänger in Dortmund, wo die Distant Stars als Vorgruppe für Eric Clapton gebucht sind, wegen Rauschgift-Handels verhaftet. Wenig später gerät er auch noch unter Mordverdacht. Und ausgerechnet John will ihm helfen.


Donnerstag, 23. November 2017

Weil Liebe auch mal Pause macht: Ein weihnachtlicher Kurzroman - Nadine Bröcker


Autor: Nadine Bröcker

Verlag: Books on Demand

Seitenzahl: 136

ISBN: 978-3-7460-1171-4

Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Books on Demand

oder bei: Amazon



Cover:


Ich mochte das Cover sehr, da es eher schlicht gehalten wurde und dennoch eine weihnachtliche Geschichte vermuten ließ. Man sieht darauf lediglich einen Blumenstrauß, der von einer Frau gehalten wird und ein großes verschneites Fenster. Die unterschiedliche Schriftform des Titels wirkt beinahe wie eine Botschaft, die man sich während der oftmals stressigen Zeit vor den Feiertagen immer wieder mal bewusst machen sollte.


Erster Satz:


Du willst es also wirklich durchziehen?


Inhalt:


Isabell hat endgültig genug, denn sie hat ein Foto ihres Freundes entdeckt, auf dem er eine andere Frau küsst. Kurzerhand packt sie ihre Sachen und sucht Trost bei ihrer besten Freundin. Diese baut sie wieder auf und hilft ihr neu anzufangen, doch irgendwie geht alles schief und die Weihnachtszeit erscheint alles andere als besinnlich in diesem Jahr, ihre neue Nachbarin möchte sie am liebsten ganz schnell wieder loswerden und dann schickt ihr jemand immer wieder Blumensträuße.


Donnerstag, 27. Oktober 2016

sterb(l)ich - M. C. Steinweg



Autor: M. C. Steinweg

Verlag: Books on Demand

Seitenzahl: 172

ISBN: 978-3739216669

Erscheinungsdatum: 04. Dezember 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon




Cover:


Das Cover dieses Romans hat mich im ersten Moment überhaupt nicht angesprochen. Wäre ich nicht zufällig durch einige positive Rezensionen darauf aufmerksam geworden, hätte ich es wohl gar nicht weiter beachtet. Es passt zur Geschichte, aber mir ist es schlichtweg zu bunt und vielleicht auch zu fröhlich, sodass ich es mit dem Thema Krebs einfach nicht verbinden kann.


Erster Satz:


"Es tut mir leid, es gibt nichts, was ich für Sie tun kann, außer, Ihnen eine geeignete Schmerztherapie vorzuschlagen."


Inhalt:


Als Annika Benders die Diagnose "Bauchspeicheldrüsenkrebs" von ihrem Arzt erhält, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie hatte noch so viel vor im Leben, träumte von Kindern und fühlt sich definitiv auch noch zu jung zu sterben. Da die Ärzte ihr jedoch unmisserverständlich klar machen, dass sie ihr nicht mehr helfen können, beschließt sie ihre letzten Monate zu genießen. Sie reist mit ihrem Mann durch Europa - bis es ihr nach und nach immer schlechter geht. Ihr Tod kommt für alle schneller als erwartet, doch für Annika ist nach deren Tod nicht alles vorbei. Sie beobachtet ihre eigene Beerdigung und lernt kurz darauf Süleyman Cemsi kennen. Es entsteht eine tiefe Freundschaft und die beiden helfen sich gegenseitig loszulassen. Vom Leben, von ihren Lieben sowie den irdischen Sorgen.


Meine Meinung zum Buch:


Auf dieses Buch wurde ich zufällig durch mehrere positive Rezensionen aufmerksam, sodass ich beschloss es zu lesen. Alleine aufgrund des Covers hätte ich dies wohl ansonsten eher nicht getan. Leider lässt mich diese Geschichte jedoch sehr zwiegespalten zurück, da ich einerseits die Grundidee interessant finde, andererseits das Ganze für mich jedoch eine Spur zu heiter und beschwingt daherkommt.

Ich habe Annika sofort ins Herz geschlossen und konnte gut nachvollziehen, wie es ihr nach dieser schrecklichen Diagnose wohl gehen muss. Ihre ganze Trauer, ihr Schmerz sowie ihre Fürsorge gegenüber dem Ehemann berührten mich sehr und ich fragte mich immer wieder, wie ich wohl mit so einem Urteil umgehen würde. Die Zeit bis zu ihrem Tod hat sie weitestgehend positiv ausgefüllt, ist mit ihrem Mann per Wohnmobil quer durch Europa gereist und hat sie sinnvoll genutzt. Gerne hätte ich über diese Wochen noch viel mehr erfahren, da mir das im Buch alles viel zu schnell ging und ich auch gerne mehr darüber gewusst hätte, welche Probleme aufgrund der Krankheit während der Reise auftauchten. Einiges wurde zwar kurz angesprochen, aber mir ging all dies etwas zu schnell und es war nur schwer nachvollziehbar für mich. Wie ging es dem Mann damit? Worüber haben sie während dieser Zeit geredet? Wie kann man so einer Reise positives abgewinnen? Nur mal einige wenige Fragen, die mir leider unbeantwortet blieben.

Der Schreibstil lässt sich wunderbar leicht und flüssig lesen und mir gefiel sehr, wie feinfühlig die Autorin das Thema Krebs anfangs umgesetzt hat. Allerdings veränderte sich die gesamte Grundstimmung dann im zweiten Teil, also nach Annikas Tod, doch sehr und ich tat mich richtig schwer mit den humorvollen Anspielungen sowie der Heiterkeit insgesamt. Klar, die Vorstellung, dass nach dem Tod nicht alles schlagartig vorbei ist und dass wir die Möglichkeit haben unsere Lieben noch eine zeitlang zu begleiten ist wundervoll, aber es war irgendwie überhaupt nicht mein Humor und wirkte zu verkrampft auf mich. Was vielleicht auch daran liegt, dass in meinem Umfeld in letzter Zeit zu viele Menschen an Krebserkrankungen verstorben sind. Dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen, fällt da schwer.

Die Grundidee der Geschichte fand ich interessant, aber als tiefgründig würde ich es wohl nicht bezeichnen. Dazu fehlten mir auch beispielsweise zu viele Informationen, wie ihr Mann sowie ihre Freunde und Eltern mit dieser Diagnose umgehen, wie die letzten Wochen verliefen und auch wie Annikas Körper nach und nach seinen Dienst quittierte.

Mein Fazit:


Insgesamt lässt mich "sterb(l)ich" leider mit zweigeteilter Meinung zurück. Während ich den ersten Teil sehr interessant und berührend fand, konnte ich mit dem zweiten Teil der Geschichte leider nur wenig anfangen. Ich empfand den Humor sowie die Nichtigkeiten, mit denen sich Annika und ihr neuer Freund Süleyman nach dem Tod so herumplagten schlichtweg zu belanglos und hätte mir stattdessen lieber mehr über den Krankeitsverlauf von Annika gewünscht.



Samstag, 17. September 2016

Blind Date mit der Liebe - Kari Lessír


Autor: Kari Lessír

Format: E-Book

Seitenzahl: 270

Verlag: Books on Demand

ISBN: 978-3741261831

Erscheinungsdatum: 04. August 2016

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon




Cover:


Das Cover finde ich sehr ansprechend, da man auf den ersten Blick erkennen kann, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Es steckt, durch die Sonnenstrahlen im Hintergrund sowie die Lichtreflexe, voller Wärme und ich mag die Schriftform sowie -farbe des Titels sehr.


Erste Sätze:


Für heute hatte sie genug. Keine Minute länger wollte sie im Büro am Schreibtisch sitzen, den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt, dabei den Blick auf den leeren Arbeitsplatz ihrer Kollegin gerichtet.


Inhalt:


Als Nina beim Joggen mit Jan sowie seinen Hund zusammenprallt, kommt es zu einer Auseinandersetzung, da beide sich im Recht sehen. Wenig später sieht sie ihn erneut und muss feststellen, dass dieser blind ist. Nina ist ihr Verhalten schrecklich peinlich und sie entschuldigt sich sofort, doch Jan reagiert vollkommen anders als erwartet, denn er sieht das alles erstaunlich humorvoll und lädt sie sogar unverbindlich ein. Die Beiden verbringen einen schönen Abend miteinander in der Bar der Philharmonie und verstehen sich auf Anhieb, sodass daraus schließlich nach und nach eine Beziehung entsteht. Allerdings ist Nina unsicher, ob Jan der Richtige für sie ist und sie weiß nicht, wie sie mit seiner Blindheit umgehen soll. Jan hat ebenfalls große Bedenken, da seine letzte Beziehung aufgrund des Handicaps in die Brüche ging und auch sein Bruder hält nicht viel von Nina.


Meine Meinung zum Buch:


Schon lange hatte ich mir vorgenommen ein Buch von Kari Lessír zu lesen, bin dann jedoch immer etwas zurückgeschreckt vor den esoterischen Anteilen in ihren Romanen. Als mir nun "Blind Date mit der Liebe" als Rezensionsexemplar angeboten wurde, machte mich der Klappentext sofort neugierig, da ich wissen wollte, wie hier das schwierige Thema Handicap umgesetzt wurde.

Nina arbeitet als Anzeigenverkäuferin für eine Zeitschrift, was ihr viel abverlangt und wenig Freude bereitet aufgrund ihrer mürrischen Chefin. In ihrer Freizeit versucht sie sich von all dem abzulenken durch viel Sport und so trifft sie sich auch regelmäßig mit Freunden zu einer Montainbike-Tour. Wenige Tage nachdem sie Jan im Park über den Haufen rannte, lädt sie ihn zu ihrer Geburtstagsparty ein, zu der auch jene Freunde eingeladen sind, doch die Feier verläuft ganz anders als erwartet, denn einige halten Jan für absolut inakzeptabel und zeigen sofort offen ihre Ablehnung.

Auch Jans Bruder lehnt Nina ab, da er sehr besorgt um Jan ist und eine enge Beziehung zu ihm hat. Nach seinem Unfall war er es, der ihn immer wieder auffing und ihm half mit dem Handicap umzugehen. Jan hat sich in einer eigenen Wohnung eingelebt, fand einen neuen Job und kommt dank seines Blindenhundes gut zurecht im Alltag, ist jedoch auch sehr einsam.

Die Geschichte lässt sich dank des leichten Schreibstils flott lesen und besticht durch viel Spannung, da sie aus mehreren verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist. Sowohl aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere, die anfangs Bedenken haben sich auf diese Beziehung einzulassen, als auch aus der Sicht von Jans Bruder sowie Ninas Freunden werden die Geschehnisse erläutert, sodass man von Beginn an die Ablehnung spürt, mit der sie auf die enge Freundschaft der Beiden reagieren. Jans Probleme im Alltag, die den meisten Sehenden überhaupt nicht bewusst sind, werden genauso einfühlsam beschrieben wie auch die Veränderungen seiner übrigen Sinne, sodass er sich diese immer wieder zu Nutze machen kann.

Die Charaktere wirkten allesamt sehr authentisch, allerdings blieben mir die beiden Hauptprotagonisten leider bis zum Ende etwas fremd. Oftmals konnte ich ihre Beherrschtheit nicht so ganz nachvollziehen und empfand sie viel zu reserviert und vorsichtig in der ein oder anderen Situation. Die Nebencharaktere wurden wiederum meiner Meinung nach etwas zu überspitzt dargestellt und waren zu leicht durchschaubar.

Mein Fazit:


„Blind Date mit der Liebe“ ist ein einfühlsames Buch über eine zarte Liebe, die sich unter schwierigen Umständen entwickelt. Der Autorin ist es gelungen ein schwieriges Thema authentisch aufzuarbeiten und mir damit ein paar fesselnde Lesestunden zu bescheren. Leider konnte es mich dann jedoch emotional am Ende nicht so mitreißen, wie ich mir das erhofft hatte.



Mittwoch, 20. Januar 2016

Flucht aus Babylon - Stefan Kämpfen


Autor: Stefan Kämpfen

Verlag: Books on Demand

Seitenzahl: 320

ISBN: 978-3738610536

Erscheinungsdatum: 18. August 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Books on Demand

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Cover:


Allein vom Cover her, hätte ich dem Buch wohl kaum Aufmerksamkeit gewidmet. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber das grelle pink finde ich unpassend und auch der Buchtitel passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte selbst.


Erster Satz:


Den einzig klaren Gedanken, den ich noch fassen kann, während mich mehrere kräftige Hände in ein wartendes Taxi bugsieren, gilt der Hoffnung, nicht in dieser scheußlichen Kloakenstadt zu sterben.


Inhalt:


Der dreißigjährige Eddie Springer hat sich bisher kaum Gedanken gemacht über sein Leben. Tagein tagaus schuftet er, seit seiner Lehre, im Büro einer Firma für Tischgeschirr. Das ändert sich schlagartig, nachdem ihn seine Freundin "Puppe", nach einer durchzechten Nacht krankmeldet. Er verfällt ins Grübeln und fragt sich, was er eigentlich für Ziele und Wünsche hat und wie er sie erfüllen könnte. Sein Versuch einen Weltrekord im Dauerfernsehen aufzustellen, um im Guinnesbuch der Rekorde verewigt zu werden, scheitert kläglich und als er dann auch noch überraschend die Kündigung vom Chef erhält, wird es höchste Zeit, etwas zu ändern. Gemeinsam mit Puppe startet er zu einer Weltreise um neue Kräfte zu tanken für ein neues, besseres Leben. Sie starten in Mexico und erleben allerhand Abenteuer, bis Eddie schließlich durch eine Erkrankung ausgebremst wird.


Meine Meinung zum Buch:


"Flucht aus Babylon" ist ein Buch, das ich mir höchstwahrscheinlich niemals selber gekauft hätte, da mich das Cover nicht so recht ansprach und ich hätte wohl aufgrund meines ersten Eindrucks auch nicht einen so interessanten und anspruchsvollen Roman erwartet. Aufmerksam wurde ich auf das Buch erst durch eine Rezensionsanfrage des Autors, und da die Meinungen der Leser durchweg positiv waren, wurde ich doch neugierig auf dieses Debüt.

Eddie Springer war mir auf Anhieb sympathisch, da er herrlich chaotisch und spießig am Anfang der Geschichte wirkt. Er hängt in seinem Alltagstrott fest, ist unzufrieden mit seinem Job, der nicht mal eine richtige Berufsbezeichnung hat, und würde den meisten Menschen wohl nicht mal mehr auffallen auf offener Straße.

"Hat sich das mütterliche Erbgut durchgesetzt, wird mein Haupthaar demnächst in den hellsten Grautönen schimmern. Und wenn ich wirklich Pech habe, teilt sich die Erbmasse zu meinen Ungunsten auf: vorne Ingo Apelt in Grau, hinten Zinedine Zidane. Da wurden seinerzeit bei der Manufaktur des Menschen folgenschwere Konstruktionsfehler begangen, für die jetzt Leute wie ich büßen müssen." (Seite 107)

Die Geschichte ist in zwei große Teile unterteilt, die jeweils aus mehreren Kapiteln bestehen. Im ersten Teil lernen wir Eddie sowie seinen Alltag kennen und im zweiten geht es dann um die Weltreise, die ihren Anfang in Nordmexico nimmt, denn diese Stelle wählten sie zufällig per Fingerzeig auf einem Globus. Ich muss sagen, dass mir der zweite Teil der Geschichte insgesamt wesentlich besser gefiel als der erste, denn die ganze Reise (inklusive Hinflug) waren so realistisch beschrieben und zugleich durch die erlebten Missgeschicke humorvoller dargestellt als der gesamte erste Teil. Gerade am Anfang kamen mir einige Dinge etwas zu übertrieben und klischeehaft vor, sodass das weniger meinen Humor traf. Das änderte sich jedoch schlagartig als sich Eddie und "Puppe" auf Weltreise begeben.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, da ich mich schon sehr konzentrieren musste, immer wieder Sachen überlas und dann schließlich zurückblätterte und ein zweites Mal las. Da passierte oftmals innerhalb weniger Seiten so viel und gleichzeitig waren die Sätze lang und wortgewaltig geschrieben. Gespickt mit Eddies schrägen Gedankengängen, viel Ironie und Gesellschaftskritik fand ich das doch recht anspruchsvoll und musste viele kleinere Pausen beim Lesen einlegen.

Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger sowie dem Hinweis auf den zweiten Roman, was mich dann doch sehr freute, denn ich bin gespannt, was die beiden noch so alles erleben werden. Auch über "Puppe" würde ich gerne noch etwas mehr erfahren, da sie mir neben Eddie stellenweise etwas zu schlicht rüberkam.

Mein Fazit:


Auch wenn der Roman anfangs meinen Humor nicht so ganz traf, war ich über den zweiten Teil der Geschichte dann doch positiv überrascht. "Flucht aus Babylon" überzeugte mich letztenendes durch die aufregenden Reisebeschreibungen, bei denen man die Reiselust des Autors mehr als nachvollziehen konnte, sowie den außergewöhnlichen Schreibstil. Ich freue mich auf die Fortsetzung und empfehle euch, es einfach selbst zu lesen!





Mittwoch, 14. Oktober 2015

Zweites Leben, zweites Glück - Tara Riedman



Autor: Tara Riedman

Verlag: Books on Demand

Seitenzahl: 156

ISBN: 978-3734778124

Erscheinungsdatum: 16. April 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon





Cover:


Das Cover ist relativ schlicht gehalten und beinhaltet nur wenige Farben, aber man sieht sofort dass das Thema Liebe im Vordergrund steht. Mir gefällt es gut und es passt einfach zur Geschichte.


Erster Satz:


Niemand hat nur ein Leben.


Inhalt:


Bereits seit über einem Jahr wohnt Lena nun gemeinsam mit der Mutter in einem anderen Stadtteil in einer Sozialwohnung. Die Eltern trennten sich kurz nachdem herauskam, dass der Vater sämtliche Ersparnisse verzockt hatte und da er auch keinen Unterhalt zahlen kann, reicht das Geld hinten und vorne nicht. Lena musste ihre Hobbys aufgeben und auch einige Freundinnen wollten plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben. Als sie nun jedoch Josefine (Jo) kennenlernt, die mit einem Zirkus in der Stadt gastiert und nun für eine Woche Lenas Schule besucht, ändert sich ihr eintöniger Alltag schlagartig. Jo lädt sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Natti zu einer Party ein und dort lernt sie Maik kennen, der in völlig anderen Verhältnissen lebt. Für Lena beginnt daraufhin ein Gefühlschaos und sie hat keine Ahnung, was passiert, wenn er herausfindet wie sie lebt.


Meine Meinung zum Buch:


Als ich mit dem Lesen von "Zweites Leben, zweites Glück" begann hatte ich ehrlich gesagt keine allzu hohen Erwartungen an die Geschichte und fand auch den Klappentext eher verwirrend. Umso überraschter war ich, als ich mitbekam welche Thematik das Buch tatsächlich behandelt.

Lena ist vierzehn und kämpft seit über einem Jahr mit den Veränderungen, die sich durch die Trennung der Eltern und den Umzug in eine Sozialwohnung ergaben. Während ihre Mitschülerinnen sehr auf die Kleidung sowie Äußerlichkeiten achten, fehlt Lena das Geld um sich überhaupt passende Anziehsachen kaufen zu können. Die Reitstunden und den Gitarrenunterricht musste sie beenden und ihre ehemaligen Freundinnen machen einen großen Bogen um sie. Nachdem schließlich noch die große Schwester auszog, fühlt sie sich einsam und alleingelassen mit den Problemen. Mir war Lena auf Anhieb sympathisch, da sie sehr vernünftig und erwachsen für ihr Alter wirkte. Sie kämpft sich irgendwie alleine durch und möchte auch die Mutter nicht zusätzlich belasten mit ihren Sorgen und Nöten.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da Tara Riedman eine leichte und angenehme Sprache hat. Die Seiten lesen sich trotz der eher traurigen und manchmal ausweglosen Situation sehr schnell und flüssig. Die Handlung ist meiner Meinung nach sehr realistisch und nachvollziehbar und ich stelle mir das für ein aufgeschlossenes junges Mädchen wirklich schwierig vor, wenn sich das Leben so schlagartig verändert. Als sie schließlich das Zirkuskind Jo kennenlernt, hilft diese ihr jedoch das Beste aus der Situation zu machen und gibt ihr wertvolle Tipps. Maik, für den Lena tiefe Gefühle entwickelt, blieb mir leider etwas zu blass. Gerne hätte ich mehr über seine komplizierte Familiensituation erfahren, denn er wurde adoptiert.

Mein Fazit:


"Zweites Leben, zweites Glück" ist eine lesenswerte Kurzgeschichte über Freundschaft und Liebe, in der jedoch auch das Thema Armut behandelt wird. Auch wenn ich mir einige Stellen etwas ausführlicher gewünscht hätte, so war ich am Ende doch positiv überrascht und wurde gut unterhalten.



Montag, 23. März 2015

Elly Kaltbach: Aus der Gefangenschaft geflohen in ein Leben, auf das sie nie vorbereitet wurde. - Susann Blum


Autor: Susann Blum

Verlag: Books on Demand

Seitenzahl: 364

ISBN: 978-3732245109

Erscheinungsdatum: 03. Oktober 2014

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon

oder bei: myBookShop - Der Onlineshop Ihrer Buchhandlung




Cover:


Das Cover gefällt mir aufgrund der harmonischen Farbwahl und es strahlt trotz der gefesselten Hände sehr viel Hoffnung aus. Der Schmetterling am oberen Rand kommt dabei gut zur Geltung.


Erster Satz:


Zwischen dem Gartenzaun hindurch kann ich ihn sehen.


Inhalt:


Die etwa fünfzehnjährige Elly Kaltbach lebt gemeinsam mit zwei weiteren Teenagern (Freya und Lenny) sowie einem Kleinkind (Loris) unter grausamsten Bedingungen. Während Elly, Freya und Lenny weder miteinander reden dürfen, noch ihren eingeteilten Bereich verlassen dürfen, muss Lenny täglich mit in die Stadt. Gleichzeitig werden sie auf Schritt und Tritt kontrolliert und gedemütigt. Als Elly schließlich im Keller ein Zelt findet, plant sie die Flucht und gemeinsam mit den anderen Kindern gelingt ihr die Flucht. Voller Hoffnung machen sie sich auf in ein neues Leben, aber das Leben in der Wildnis ist alles andere als einfach und der Weg in ein normales Leben ist weit.


Meine Meinung zum Buch:


"Elly Kaltbach: Aus der Gefangenschaft geflohen in ein Leben, auf das sie nie vorbereitet wurde" ist ein Buch, das mich sehr positiv überrascht hat. Ich war sehr unsicher vor dem Lesen und habe das Buch auch längere Zeit aufgeschoben, da ich eigentlich keine Ahnung hatte, was mich erwartet. Der Klappentext machte mich einerseits neugierig, aber andererseits war ich bei den Stichworten Missbrauch, Gewalt, Jenseitskontakt, usw. doch eher zwiegespalten, aber zugleich machten mich die positiven Lesermeinungen zum Buch dann doch neugierig.

Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht von Elly, die etwa fünfzehn Jahre alt ist und weder weiß, wie sie mit den anderen Kindern verwandt ist, noch wie sie in diese grausame Familie geraten ist. Sie ist eingeteilt in handwerkliche Tätigkeiten rund um´s Haus und darf mit den anderen nicht kommunizieren. Oftmals wird sie tagelang im Keller eingesperrt und sieht dann einen Mann mit einer Weste schemenhaft. Er steht nur da und beobachtet sie und Elly ignoriert ihn, bis er wieder verschwindet. Als Elly, Freya, Lenny und Loris schließlich die Flucht gelingt, ist es der Westenmann, der Elly hilfreiche Hinweise gibt.

Freya ist eher praktisch veranlagt und da sie jahrelang für die Küchentätigkeit sowie die Versorgung des kleinen Loris verantwortlich war, hat sie darin bereits Routine. Sie fühlt sich verantwortlich für die anderen und kümmert sich beinahe mütterlich um sie. Vor allem Loris liegt ihr sehr am Herzen und sie hat auch den engsten Kontakt zu ihm.

Lenny dagegen ist sehr in sich gekehrt und schweigsam. Keiner der anderen weiß, was er durchgemacht hat und warum er immer mit zur Arbeit fahren musste. Dennoch hat er es faustdick hinter den Ohren, ist sehr intelligent und hat sich jahrelang sein Wissen angelesen. Er wusste, dass die Eheleute Bling auf ihn angewiesen sind und hat gleichzeitig ihre Unwissenheit in Sachen Internet ausgenutzt.

Die drei Hauptcharaktere Elly, Freya und Lenny waren mir auf Anhieb sympathisch und auch wenn mir die Grausamkeiten ihnen gegenüber am Anfang sehr nahe gingen und ich zwischen dem Lesen wirklich Pausen brauchte um mich etwas abzulenken, wollte ich unbedingt wissen, ob ihnen die Flucht gelingt und was sie mit ihrer neu gewonnenen Freiheit anstellen. Zugleich spürt man auch immer die große Hoffnung und Zuversicht, die vor allem von Elly ausgeht.

Die Idee mit dem "Westenmann" fand ich ehrlich gesagt recht interessant und er macht das Ganze zusätzlich spannend, da man sich natürlich ständig fragt, welche Rolle er spielt und wie er mit den Dreien verbunden ist. Letzten Endes ging es auch gar nicht so wirklich um Jenseitskontakte. Elly hat öfters mal Eingebungen und als sie schließlich mit Freya versucht, herauszufinden wer der Westenmann ist und was er von ihr will, fand ich das sogar ganz aufregend. Mir hat das Buch gleichzeitig wieder einmal bewusst gemacht, wie wichtig es ist, ab und zu auf sein Bauchgefühl zu hören. Nicht immer sollte man alles nur mit dem Kopf und Logik versuchen zu lösen.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Geschichte ist in mehrere Kapitel unterteilt und beginnt immer mit einer großen Überschrift, die aus ein bis zwei Sätzen aus dem jeweiligen Kapitel besteht, was ich hier jedoch eher störend fand und irgendwann dann auch absichtlich nicht mehr gelesen habe. Die Sätze wirkten auf mich immer etwas rausgerissen und zusammenhanglos, da man auch wenig damit anfangen konnte am Beginn des Kapitels.

Mein Fazit:


Trotz kleiner Schwachstellen konnte mich die Autorin mit diesem Buch vollkommen überzeugen. Da das Ende viel Spielraum für eine Fortsetzung lässt und mir die Protagonisten wirklich an´s Herz gewachsen sind, würde ich mich sehr über eine Fortsetzung freuen.