Dienstag, 21. April 2015

Jenseits der blauen Grenze - Dorit Linke



Autor: Dorit Linke

Verlag: Magellan

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3734856020

Erscheinungsdatum: 21. Juli 2014

zu kaufen bei: Magellan Verlag

oder bei: Amazon





"Ich drehe mich ein, schaue unter Wasser zurück. Hinter uns bahnt sich ein heller, glitzernder Streifen einen Weg durch das Schwarz. Um Andreas´ Flossen leuchten grünliche Punkte auf, es ist, als würden wir hier unten unsere eigene Milchstraße formen." (Seite 57)


Cover:


Mir gefällt das Cover richtig gut und es passt sehr zum Inhalt des Buches. Im Vordergrund sieht man klar und deutlich den Stacheldraht und dahinter lässt sich das Meer und der Strand erkennen. Dieser sieht sehr idyllisch aus, aber der Schein trügt.


Erster Satz:


Unsere Taschen liegen vergraben unter einem Hagebuttenstrauch.


Inhalt:


Nachdem Hannas bester Freund Andreas beschließt aus der DDR zu flüchten, plant sie gemeinsam mit ihm die Strecke durch die Ostsee. Fünfzig Kilometer schwimmend bis nach Fehmarn, und da weder Andreas noch Hanna eine glückliche Zukunft in der DDR sehen, fasst Hanna den Entschluss, mit ihm zu gehen. Im Gepäck haben sie lediglich ein in Folie geschweißtes Mosaik-Heft für ihren Freund Sachsen-Jensi, Blockschokolade, Schmerztabletten sowie eine Wasserflasche. Lediglich ein dünnes Band, dass sich beide um´s Handgelenk binden, hält die beiden Freunde während ihrer kräftezehrenden Flucht zusammen.


Meine Meinung zum Buch:


Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt, da mich die Thematik nach wie vor sehr interessiert, und als ich schließlich den Klappentext las und erfuhr, wie die beiden Freunde flüchten wollten, hielt ich das schlichtweg für Wahnsinn. Dennoch weiß ich, dass tausende Menschen genau diesen Weg in die Freiheit wählten.

Hanna, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, habe ich bereits nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen und je mehr ich über ihre Kindheit und Jugend in der DDR erfuhr, desto besser verstand ich, warum sie diesen Weg wählte. Hanna wuchs in einer liebevollen Familie auf und wollte, nachdem sie nicht gut genug für den Leistungssport war, Biologie studieren. Stattdessen wurde sie dazu verdonnert Dosenöffner sowie Schiffsschrauben zusammen zu bauen. Sie hat sich längst damit abgefunden, aber als ihr bester Freund beschließt zu flüchten, muss sie einfach mit ihm gehen. Wie soll sie denn ohne ihn das alles ertragen. Ihr gemeinsamer Freund Sachsen-Jens durfte bereits einige Jahre zuvor mit den Eltern ausreisen. Während Hanna und Jens durch die Ostsee schwimmen, blicken sie immer wieder zurück auf ihre gemeinsame Kindheit und Jugend und obwohl ich die Flucht unheimlich spannend fand, mochte ich diese Rückblenden fast noch lieber, da sie bei mir so viele schöne lustige sowie irrsinnige Erinnerungen wach werden ließen. Die tiefe und ehrliche Freundschaft der Drei hat mich zutiefst berührt und ich fand es bemerkenswert wie diese sich aufeinander verlassen konnten.

Der lockere und humorvolle Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und am Ende des Buches gibt es auch eine Übersicht, in der einige Begriffe genau erklärt werden. Die Handlung wechselt ständig zwischen der spannenden Flucht, bei der man sehr gut die Kälte des Meeres nachempfinden kann, und der schönen aber auch vom Staat vorgegebenen Kindheit und Jugend, hin und her. Bereits in der Schule eckten die Drei mit ihrer offenen und ehrlichen Art immer wieder an und dann ist da immer noch Hannas Großvater, der sich einfach nie anpassen konnte und immer noch eins obendrauf setzte.

Mein Fazit:


Ein Buch, das einfach jeder gelesen haben sollte. Es ist ein Stück deutsche Geschichte und ich würde mir wünschen, dass dieses Buch noch viele begeisterte Leser findet. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und zugleich so berührend und amüsant geschrieben, dass man es nach dem Lesen wie ein Fotoalbum voller Erinnerungen an sich drücken möchte.







Montag, 20. April 2015

Wochenrückblick No. 10 - KW 16

Hallo meine lieben Leser!

Was für eine verrückte Woche, aber ich habe unheimlich viel gelesen und glücklicherweise lauter tolle Bücher erwischt. Nebenbei habe ich das schöne Wetter ausgenutzt und viel im Garten gerackert und endlich mal wieder eine Fahrradtour gemacht. Zwischendurch hatte ich dann immer wieder mal einen Tag, an denen mir die Wetterumschwünge einen Strich durch die Rechnung machten, so dass ich dann mit Migräne kaum was machen konnte. Und still und heimlich haben wir endlich den Kaufvertrag für unseren neuen "gebrauchten" Wohnwagen unterschrieben. Hätten wir eine Woche länger gewartet, wäre er wohl weg gewesen ... Nun heißt es warten bis Pfingsten und dann dürfen wir ihn holen.

Hier nun also meine Woche im Rückblick:

Gelesen:

Der Holundergarten von Susanne Schomann hat mir sehr gefallen und ich möchte diese Reihe auf jeden Fall im Auge behalten. "Wilder Wacholder" erschien ja bereits im Juli 2014 und steht nun mit auf meinem Wunschzettel.

Apollonia: Saat des Bösen von Verena Rot ist ebenfalls der zweite Band einer Reihe und auf den dritten Band, der wahrscheinlich am Jahresende erscheinen wird bin ich nun schon sehr gespannt.

Am Wochenende habe ich schließlich noch "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke begonnen und dieses Buch hat mich sehr bewegt. Es ist eine unglaublich spannende Geschichte, in der es immer wieder Rückblicke in die DDR-Kindheit und -Jugend gibt. Eigentlich wollte ich meine Rezi dazu längst geschrieben haben, aber ich habe dazu einfach noch nicht die richtigen Worte gefunden.



Gehört:

Dieser Song läuft momentan häufig im Radio, aber ich mag in unheimlich gerne. Wolke 4 von Philipp Dittberner ist definitiv mein Sommersong 2015 und spukt mir zur Zeit ständig im Kopf rum :)




Geklickt:

Vor einigen Tagen habe ich zufällig die Aktion BLOGGER UNITED: LASST UNS GEMEINSAM DISKUTIEREN! durch einen ReTweet bei Twitter entdeckt. Daran nehmen elf Blogger teil und die Aktion geht noch bis zum 28. April 2015. Es geht um Themen wie z.B. Buchblogger mit der Halbwertszeit einer Boyband, Wie bist du zum Lesen gekommen? Und warum liest du so gerne? sowie Buchformate und ob sie ihren Preis wert sind. Ich habe leider noch nicht die Zeit gefunden alle Beiträge genau zu lesen, werde aber auf jeden Fall diese Woche alles noch einmal in Ruhe lesen. Die Themen finde ich auf jeden Fall sehr interessant und einige Beiträge folgen ja im Laufe der Woche noch. Ins Leben gerufen hat diese Aktion übrigens Nicole von About Books


Neuerscheinungen auf die ich mich freue:



Hundert Tage Glück von Fausto Brizzi ist heute erschienen und handelt von einem Mann, bei dem Krebs diagnostiziert wird und der wie der Titel schon sagt, nur noch hundert Tage hat. 100 Tage ... Um seine Frau dazu zu bringen, ihm seinen Seitensprung zu verzeihen. Um festzustellen, dass ein richtig gutes Eis besser hilft als jeder Psychologe. Um seinen Kindern Italien zu zeigen. 100 Tage, um nicht aufzugeben. 100 Tage, um anzufangen zu leben. 100 Tage, um glücklich zu sein. --> zur Verlagsseite





Ein mallorquinischer Sommer von Helen Walsh erscheint am 11. Mai 2015 bei Kiepenheuer & Witsch und nachdem ich bereits die Leseprobe sehr vielversprechend fand, landete das Buch dann auch gleich mal auf meinem Wunschzettel. --> zur Verlagsseite









Meist gelesene Posts der letzten 7 Tage:

  1. Rezension "Der Holundergarten"
  2. Rezension "Apollonia: Saat des Bösen"
  3. [Auslosung] Gewinnspiel zum 1. Bloggeburtstag


Dies und Das:

Am 23. April, dem Welttag des Buches findet die Aktion Bücher in die Twitter-Trends! Der große Flashmob zum Welttag des Buches (inkl. Gewinnspiel) statt und gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass es zum ersten Mal einen deutschen Twitter-Trend mit Literatur-Bezug gibt. --> hier gelangt ihr zur entsprechenden Facebook-Seite und erfahrt mehr über diese geniale Idee :)



Freitag, 17. April 2015

Apollonia: Saat des Bösen - Verena Rot

Autor: Verena Rot

Format: eBook

Verlag: -

Seitenzahl: 184

ISBN: 978-3000474187

Erscheinungsdatum: 21. November 2014

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon





Cover:


Das Cover hat mich sofort angesprochen, da es geheimnisvoll und ruhig wirkt. Man sieht darauf eine verschneite Landschaft sowie ein Tor. Es passt sehr gut zum Inhalt und zum 1. Band der Reihe.


Erster Satz:


Sieh dir das an!


Inhalt:


Apollonia Seidel wollte eigentlich Weihnachten im Kreise ihrer Familie auf Mykonos verbringen. Da ihr Flug jedoch auf Grund des schlechten Wetters gestrichen wurde, nimmt sie Marc erstmal mit zu seinen Eltern, die in einem kleinen Ort in der Nähe von Berlin wohnen. Während Marc dort seiner Mutter ein wenig auf dem Weihnachtsmarkt aushilft, lernt Apollonia die wohlhabende Hedwig Krenztal nebst Familie kennen. Die ältere Dame bekommt anonyme Blumenlieferungen mit seltsamen Botschaften und Polly spürt das wachsende Unbehagen der freundlichen Frau. Obwohl sie den Ort so schnell wie möglich wieder verlassen möchte, macht sie sich nebenbei gemeinsam mit Marc auf die Suche nach dem unbekannten Absender und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten der Familie Krenztal.


Meine Meinung zum Buch:


Da mir Apollonia bereits im 1. Band der Reihe sehr ans Herz gewachsen war, war ich sehr neugierig auf diese Fortsetzung. Da es im Laufe der Geschichte immer wieder kleine Rückblicke und Erklärungen über Apollonias Vergangenheit gibt, lässt sich dieser Band problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen. Apollonia (Polly) hat sich nach ihrem Aufenthalt, in der kleinen Pension von Marcs Tante, an der Ostsee gut erholt und wirkt nicht mehr so labil wie im ersten Band, dennoch macht ihr der ungeklärte Mord an ihren Eltern immer noch zu schaffen. Marc ist ihr ein guter Freund geworden und so denkt sie sich nichts dabei, als er ihr das Gästezimmer in seinem Elternhaus anbietet. Allerdings sind Marcs Eltern über Apollonias Besuch alles andere als begeistert und es kommt schließlich zum Streit zwischen Marc und seinem Vater. Während der Geschichte im 1. Band teilweise etwas die Spannung fehlte, ist es der Autorin hier gelungen sofort meine Neugier zu wecken, da ich natürlich wissen wollte, warum sich Marcs Eltern so unfreundlich gegenüber Polly verhalten und nachdem Polly schließlich die Familie Krenztal kennenlernt, hat sie gleichzeitig noch den Sohn der älteren Dame als Verehrer. Besonders positiv empfand ich an diesem Buch, dass die Hauptcharaktere wesentlich ausgefeilter erscheinen und auch mal Ecken und Kanten offenbaren.

Durch den angenehm leichten und lockeren Schreibstil gelang der Einstieg problemlos und man flog nur so durch die Seiten. Auch die winterliche Atmosphäre ließ sich durch den bildhaften Schreibstil gut nachempfinden und durch den Konflikt zwischen Marc und seinem Vater erhielt die Geschichte zusätzliche Spannung. Am Ende fand ich es dann doch etwas schade, dass die Geschichte nicht mehr Seitenumfang hatte. Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Action und Aufregung gewünscht

Polly, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, schlittert mal wieder durch ihre große Hilfsbereitschaft in diesen Kriminalfall und da sie mehr oder weniger in diesem kleinen Ort festsitzt, vertreibt sie sich die Zeit mit einigen Nachforschungen und freundet sich auch mit Marcs Nachbarin Tanja an. Das Ende hat mich persönlich sehr überrascht und macht auf jeden Fall neugierig auf den 3. Band.

Mein Fazit:


Band 2 der Apollonia-Reihe besticht durch seinen angenehmen Schreibstil sowie durch eine spannende Handlung. Während ich im ersten Band die Ermittlungen teilweise etwas unrealistisch fand, erschien mir die Fortsetzung wesentlich glaubwürdiger. Ich bin gespannt auf den 3. Band, der dann auch gerne etwas umfassender sein darf.





Die Reihe:

1. Apollonia: Schatten der Vergangenheit
2. Apollonia: Saat des Bösen



Mittwoch, 15. April 2015

[Auslosung] Gewinnspiel zum 1. Bloggeburtstag




Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen und endlich den Gewinner des Wunschbuchs bekanntgeben. Zunächst möchte ich mich jedoch bei euch bedanken für´s Mitmachen, für eure lieben Glückwünsche und natürlich für eure Meinungen zum Blog-Design. Einige Sachen habe ich inzwischen verändert und bin nun erstmal zufrieden mit dem Erscheinungsbild.

So jetzt möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen ...

Gewonnen hat ...



Kate


Sie hat sich übrigens das Buch “Im Bann des Mondes" von Kristen Callihan gewünscht. Und das bekommt sie auch schnellstmöglich.

Herzlichen Glückwunsch liebe Kate, ich hoffe du freust dich und die Mail an dich geht gleich raus. Und ihr anderen: Nicht traurig sein, es wird noch viele Gewinnspiele geben :)




Der Holundergarten - Susanne Schomann

Autor: Susanne Schomann

Format: eBook

Verlag: Mira Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3-95649-111-5

Erscheinungsdatum: 01. März 2015

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Mira Taschenbuch

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover strahlt eine ländliche Idylle aus und gefiel mir auf Anhieb. Im Vordergrund sieht man eine Bank, die vor einer Hausfassade steht. Über der Bank hängen einige Holunderbeeren hinab und daneben blüht eine Staude in voller Pracht.

Erster Satz:


Manche Tage werden von den stärksten Gefühlen geprägt, die ein Mensch überhaupt empfinden kann.

Inhalt:


Luisa, die sich nach dem Tod ihrer guten Freundin Julia um deren Gärtnerei kümmert und dadurch vielen Bewohnern des Dorfes in der Lüneburger Heide die Existenz sichert, ist schockiert, als sie nach vielen Jahren ihren Traummann Rafael Brix endlich wiedersieht und dieser ihr eröffnet, dass er das Grundstück seiner verstorbenen Schwester Julia schon bald verkaufen will. Luisa würde dadurch vor dem Aus stehen, da sich auf dem Grundstück sowohl ihr kleiner Blumenladen als auch ihre Wohnung befindet und viele Lunauer Einwohner würden gleichzeitig ihre Arbeitsplätze in der angrenzenden Gärtnerei verlieren. Luisa ist einerseits sehr wütend auf Rafael, andererseits kann sie jedoch auch Rafael, der mit dem Dorf fast nur schlechte Erinnerungen verbindet, gut verstehen.


Meine Meinung zum Buch:


"Der Holundergarten" war mein erstes Buch von Susanne Schomann und ich muss gestehen, dass ich hinter dem eher harmlos wirkenden Cover etwas ganz anderes erwartet hatte. Ich bin ja kein Fan von allzu viel Erotik in Büchern und die hat mich hier anfangs dann doch etwas überrumpelt. Dennoch empfand ich die eingebauten erotischen Szenen weder störend noch abstoßend beim Lesen und da die Geschichte bereits nach wenigen Seiten so spannend war, fiel es mir wirklich schwer das Buch zur Seite zu legen.

Dreh- und Angelpunkt stellt ein kleines Dorf in der Lüneburger Heide dar und es handelt sich zwar um die Fortsetzung von "Wilder Wacholder", allerdings stehen hier nicht Kjell und Isabell im Mittelpunkt, sondern eben Rafael und Luisa. Rafael, Kjell und Philip sind von klein auf dicke Freunde und gingen jahrelang gemeinsam durch dick und dünn. Nachdem Rafael jedoch aufgrund von falschen Anschuldigungen dem Dorf den Rücken zukehrte, möchte er den Verkauf des Grundstücks so schnell wie möglich über die Bühne bringen, um dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Luisa, die er immer noch liebevoll "Die kleine Lu" nennt, macht ihm jedoch einen gehörigen Strich durch die Rechnung und da sie einige der wenigen Menschen im Dorf ist, die ihm am Herzen liegen, verbringt er daraufhin viel Zeit mit ihr. Die beiden kommen sich dabei schnell näher und Rafael beginnt Luisa mit anderen Augen zu sehen. Luisa war mir mit ihrer liebenswürdigen und frechen Art auf Anhieb sehr sympathisch und auch die Einwohner des Dorfes mögen sie alle sehr.

Die Geschichte ist größtenteils aus der Sicht von Rafael und Luisa geschrieben, aber auch Kjells Mutter Christa, deren Freundin Ruth sowie Kjell und Isabell kommen zu Wort und so erfährt man das Ganze aus verschiedenen Perspektiven. Der Schreibstil lässt sich leicht und locker lesen und besonders die bildhaften Beschreibungen des kleinen Dorfes gefielen mir sehr. Obwohl die Geschichte relativ vorhersehbar ist, bleibt es spannend bis zum Ende und man möchte einfach wissen, was es mit den falschen Anschuldigungen gegen Rafael auf sich hat. Stellenweise empfand ich das Buch dann allerdings etwas zu rührselig und übertrieben romantisch.

Mein Fazit:


"Der Holundergarten" ist ein warmherziger und gefühlvoller Liebesroman, der eine gelungene Mischung aus Spannung, Romantik sowie Erotik beinhaltet. Das ideale Buch zum Abschalten und Genießen.

Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch und dem Mira Taschenbuch Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.






Die Reihe:

1. Wilder Wacholder
2. Der Holundergarten

Montag, 13. April 2015

Wochenrückblick No. 9 - KW 15

Hallo meine lieben Leser!

Nachdem der Wochenrückblick in der letzten Woche ausfallen musste, da mich meine zwei Ferienkinder ziemlich auf Trab hielten, habe ich heute nun wieder eine Zusammenfassung in gewohnter Form für euch. Vielleicht habt ihr euch gewundert, dass sich das Design meines Blogs etwas verändert hat. Nun, ich hatte euch ja gebeten anlässlich meines 1. Bloggeburtstages, zu schreiben, was euch gefällt bzw. nicht gefällt und da ich selber mit einigen Dingen auch nicht mehr zufrieden war, habe ich nun das Hintergrundbild, den Header sowie die Seitenübersicht etwas verändert und bin mit dem Ergebnis nun sehr zufrieden. Übrigens, habt ihr noch bis heute Nacht 23.59 Uhr die Möglichkeit am Gewinnspiel teilzunehmen und euer Wunschbuch zu gewinnen.

Gelesen:

Violets wundervoller Vintage-Shop von Susan Gloss habe ich über die Osterfeiertage gelesen. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und die Charaktere sind mir regelrecht ans Herz gewachsen.

Die Spur der Tränen von Mark Neustädter hat mich auch sehr begeistert und ich hätte dem Buch gerne 5 Sterne gegeben, da mich die Geschichte so bewegt hat, aber der Fehlerteufel hatte da einfach zu oft zugeschlagen und wenn ich dann Sätze mehrmals lesen muss und rate, was einen Sinn ergibt, dann ist das schade.

Begonnen habe ich am Wochenende noch "Der Holundergarten" von Susanne Schomann und bereits nach wenigen Seiten ist die Geschichte so spannend, dass man gar nicht aufhören mag zu lesen.



Gehört:

Dieses Lied habe ich letzte Woche zufällig im Radio gehört und fand es absolut passend zum schönen Wetter. Es ist einfach ein Gute-Laune-Lied, bei dem man am liebsten sofort tanzen möchte :)





Geklickt:

Auf BuecherTreff.de läuft gerade die Abstimmung zu den BÜCHERTREFF-LESERLIEBLINGEN 2014, also die besten Bücher des vergangenen Jahres und ich musste mal wieder feststellen, dass ich gerade in meinen Lieblingskategorien Liebesromane & Krimis nicht eins der nominierten Bücher gelesen habe und deshalb auch nicht in allen Kategorien abstimmen kann. Deshalb nun mein Aufruf an euch: STIMMT AB! --> Hier gelangt ihr zur entsprechenden Seite!





Neuerscheinung auf die ich mich freue:



Was ich dir noch sagen wollte von Tom McAllister erscheint am 15. April 2015 beim Atlantik Verlag und klingt nach einer ganz tollen Geschichte.
--> zur Verlagsseite










Bereits heute erschien Der Tag, als wir die Erde drehten von Valérie Tong Cuong und alleine das Cover ist schon ein absoluter Hingucker. Veröffentlicht hat es der Thiele Verlag. --> zur Verlagsseite

Das Leben kann grausam sein. Aber manchmal ist es auch genial. Ein Hund, der vor ein Fahrrad läuft, das letzte Macaron mit Veilchengeschmack, ein verunglückter Selbstmord, der eine lebensrettende Verspätung auslöst - und schon dreht sich die Erde andersherum. Und weil Valérie Tong Cuong ihre Figuren liebt, reserviert sie ihnen das Beste für den Schluss: ein Happy-End.



Meist gelesene Posts der letzten 7 Tage:

  1. Top Ten Thursday #6
  2. Rezension Violets wundervoller Vintage-Shop
  3. Jahreszeitenchallenge


Dies und Das:

Kristina von Mein Leben mit Büchern veranstaltet am Samstag, den 18. April 2015 ihre erste Lesenacht und vielleicht mag sich ja der ein oder andere noch anschließen. Es wird stündlich Fragen geben, die dann auf der entsprechenden Facebook-Seite sowie auf ihrem Blog veröffentlicht werden.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche mit sommerlichen Temperaturen :)



Sonntag, 12. April 2015

Die Spur der Tränen - Mark Neustädter

Autor: Mark Neustädter

Format: eBook

Verlag: Sieben Verlag

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783864433177

Erscheinungsdatum: 01. März 2015

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Bookshouse

oder bei: Amazon



"Über dem Blütenmeer tanzen die Bienen. Millionen von ihnen, ein gewaltiger Schwarm, der sich formiert, sich in einem wogenden Reigen hinauf in den blauen Himmel schraubt und für Sekunden die Sonne verdunkelt. Die Szene versetzt mir einen Hieb mit dem Eispickel des Schicksals in meine Schläfe." (Position 1558/4705)


Cover:


Das Cover ist relativ schlicht gehalten, mit den Samen des Löwenzahns, und trotzdem schön anzusehen. Im Vordergrund steht der Titel in großen blutroten Buchstaben.


Erster Satz:


Der Skorpion kriecht über meinen Handrücken.


Inhalt:


Der Journalist Fritz Zweiheiliger leidet seit seiner Geiselnahme im Sudan unter einem schweren Trauma. Sein Psychiater Karsten Amrein schickt ihn zur Therapie ins nordspanische Asturien, wo er gleichzeitig nach dessen vermisster Tochter Ann-Kathrin suchen soll. Während eines Urlaubs wurde das damals fünfjährige junge Mädchen entführt und die Ermittlungen schließlich nach zweijähriger ergebnisloser Suche eingestellt. Kurz danach erhielt der Psychiater ein Glas Honig anonym per Post und er vermutet darin die Tränen seiner Tochter konserviert. Zweiheiliger macht sich daraufhin auf die Suche nach dem Mädchen und dem Absender des Honigglases.


Meine Meinung zum Buch:


Bereits das ruhige Cover des Buches sowie der interessante Klappentext weckten mein Interesse, da ich einfach wissen wollte, was es mit den konservierten Tränen auf sich hat. Bereits nach wenigen Seiten, die mich mit ihrer Heftigkeit dann doch etwas erschütterten, ist man mitten in der Geschichte und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Es beginnt damit, dass der Journalist Fritz Zweiheiliger zusammen mit einigen anderen Personen von Geiselnehmern gefangen gehalten wird und man erfährt von den grausamen Erfahrungen, die er dort durchmachte. Ich hatte da bereits leichte Bedenken, dass das Buch vielleicht doch etwas zu harter Tobak für mich ist, aber als die Geschichte dann eher ruhig mit der Reise des Journalisten nach Spanien weiterging, wurden meine Befürchtungen da zum Glück nicht wahr. Gleichzeitig fand ich auch den Protagonisten Zweiheiliger sofort sehr interessant, und dadurch, dass er so viel Schlimmes erlebte, hat man auch sofort vollstes Verständnis für sein Verhalten und seinen ungesunden Lebensstil.

Der Roman ist geschrieben aus der Sicht des Journalisten und durch den bildhaften sowie teilweise sehr poetischen Schreibstil, hatte ich stellenweise wirklich das Gefühl, Fritz auf seiner Reise durch Spanien als Zuschauer zu begleiten. Man erfährt außerdem sehr viel über die spanischen Bergdörfer im Norden, sowie das Leben der Bienen, und auch wenn mir vieles davon nicht neu war, sehe ich das Endprodukt Honig nun doch mit etwas anderen Augen.

Die Handlung an sich nimmt nach und nach ein unheimliches Tempo auf und bleibt dabei spannend bis zum Schluss. Fritz weiß oftmals nicht, ob er träumt, halluziniert oder das alles wirklich so erlebt. Während der Geschichte macht er dann eine große Wandlung durch und merkt, dass ihn nur der Fund des Mädchens retten kann. Einige Fragen, über Fritz Vergangenheit, blieben am Ende dann leider unbeantwortet, aber vielleicht sind da ja noch Fortsetzungen geplant. Mich konnte diese Geschichte absolut begeistern, nur die gelegentlichen Rechtschreibfehler (bzw. Tippfehler) haben ab und an etwas gestört, weshalb das Buch dann auch leider nicht perfekt war.

Mein Fazit:


Absolut lesenswert! Bei diesem Buch stimmte fast alles: die Story, die Charaktere und der Schreibstil. Der einzige Kritikpunkt sind die Menge der Tippfehler, was jedoch an der großartigen Geschichte nichts ändert.