Sonntag, 21. Februar 2016

So what! - Marlene Faro


Autor: Marlene Faro

Format: E-Book

Seitenzahl: 238

Verlag: Gmeiner Verlag

ISBN: 978-3-7349-9410-4

Erscheinungsdatum: 01. Februar 2016

zu kaufen bei: Gmeiner Verlag

oder bei: Amazon



Cover:


Tja, was soll ich sagen ... Das Cover war schuld, da es so sommerlich leicht daherkam, dass ich dahinter einen frechen lockeren Frauenroman vermutete. Mich hat es also sofort angesprochen, aber zur Geschichte an sich, passt es meiner Meinung nach weniger.


Erste Sätze:


Es war an einem Dienstag im Mai, als Lilli ihr erstes graues Schamhaar entdeckte. Zunächst hielt sie es für eine optische Täuschung, einen silbrig glänzenden Wassertropfen oder eine Reflexion des Sonnenlichts, das durch die Giebelfenster in ihr Schlafzimmer floss.


Inhalt:


Die vier Freundinnen Lilli, Katharina, Paola und Nesrin kennen sich schon viele Jahre und treffen sich häufig um sich den Kummer von der Seele zu reden. Als offensichtlich wird, dass Katharinas Ehe nicht mehr zu retten ist und diese immer unglücklicher wird, schmieden die Frauen einen teuflischen Plan.


Meine Meinung zum Buch:


Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, fällt mir richtig schwer und ich habe dies auch lange vor mir hergeschoben, da es überhaupt nicht das war, was ich erwartete. Ich hatte angesichts des Covers und des Klappentextes auf einen leichten sowie frechen Frauenroman gehofft. Außerdem bin ich immer davon ausgegangen, dass die Geschichte mit dem Plan, den den Frauen aushecken, erst richtig beginnt. Allerdings passierte das Ganze erst fast zum Ende und wenig später war ich bereits am Ende angelangt.

Lilli ist geschieden und Mutter von Zwillingen. Dennoch trifft sie sich noch häufig mit ihrem Exmann und mag ihn nach wie vor sehr gerne. Er nimmt sie mit zu Geschäftsessen und man hat das Gefühl, die Beiden gehören einfach zusammen.

Katharina ist ebenfalls Mutter von zwei Kindern und geht in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter vollkommen auf. Ihr Mann ist ein prominenter Arzt, hatte bisher nur wenig Zeit für die Familie und Katharinas Freundinnen konnten nie so ganz verstehen, warum er Katharina als Ehefrau auswählte, da sie viel zu gutmütig für ihn ist. Dennoch sind die zwei schon viele Jahre verheiratet, und Katharina macht einen glücklichen und zufriedenen Eindruck auf die Freundinnen.

Paola lebt in keiner festen Beziehung und hat ein großes Problem mit dem Älterwerden. Sie moderiert eine Talkshow namens "Paolas Bistro" und tut alles, damit man ihr ihr Alter nicht ansieht.

Nesrin  ist überzeugter Single, arbeitet als Zahnärztin und ist sehr gefragt. Ihr Terminkalender ist immer gut gefüllt, sie schaut sich bei ihrem Gegenüber immer zuerst die Zähne an und beurteilt die Menschen danach.

Die vier Mittvierzigerinnen treffen sich häufig, reden über ihre Probleme und Sorgen und kennen sich auch schon viele Jahre, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass sie sehr reserviert miteinander umgehen, sich nicht alles sagen können und einfach in zu verschiedenen Welten leben. Am sympathischsten war mir Lilli, da man über sie auch das meiste erfuhr, aber ihre Freundinnen blieben mir bis zum Ende hin eher fremd.

Den Schreibstil empfand ich sehr zäh und langatmig. Oftmals habe ich das Buch wahrhaftig nach wenigen Seiten entnervt zur Seite gelegt, da einfach keine Spannung aufkam. Da ich jedoch wissen wollte, wie es mit Katharina weitergeht, habe ich dann doch wieder weitergelesen und gehofft, dass endlich etwas passiert. Es passierte schließlich auch etwas, aber erst zum Ende der Geschichte und ansonsten plätscherte die Handlung gemächlich dahin und lebte hauptsächlich von den Erzählungen der jeweiligen Charaktere.

Mein Fazit:


Mich lässt dieses Buch ehrlich gesagt etwas ratlos zurück, da man die Handlung locker auf wenige Seiten hätte einkürzen können. Zum Ende hin kam dann zwar etwas mehr Spannung auf, aber das änderte dann am Gesamteindruck leider nichts mehr. Die Charaktere blieben mir allesamt etwas unnahbar und undurchsichtig, sodass ich weder die Freundschaft noch die Verhaltensweisen dieser Frauen nachvollziehen konnte.



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