Donnerstag, 18. Februar 2016

Ich bin dann mal ganz anders - Jennifer Schreiner


Autor: Jennifer Schreiner

Verlag: Pro-Talk Verlag

Seitenzahl: 358

ISBN: 978-3-939990-17-8

Erscheinungsdatum: 22. Dezember 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Pro-Talk Verlag

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover gefällt mir mit den vielen verschiedenen Schriftarten sehr gut, aber auf mich wirkte es im ersten Moment wie ein Sachbuch und ich hätte wohl in der Buchhandlung nicht direkt danach gegriffen. Neugierig machte mich erst die Aussage auf der Rückseite: "Bridget Jones für Fortgeschrittene".


Erste Sätze:


Es war ein wunderschöner Tag. Kühl, mit leichten Herbststürmen und kräftigen Schauern. Wie geschaffen für einen Kaminabend mit Kakao und Wärmkissen an den Füßen.


Inhalt:


Die achtundzwanzigjährige Studentin Anna hat nach einer katastrophalen Familienfeier die Nase gestrichen voll. Sie möchte nicht mehr, dass ihre Mutter sowie ihre Schwester über ihr Leben bestimmen und erstellt mit ihrer besten Freundin Nina einen Lebensplan, den sie auch sogleich beginnt umzusetzen. Gleich drei neue Identitäten sollen ihr dabei helfen, die hohen Anforderungen an sie zu erfüllen: eine für ihre Mutter, eine für die Karriere und eine für sich selbst. In einer liebenswürdigen WG findet sie zufällig ein Zimmer und ihre Mitbewohner helfen ihr tatkräftig dabei, ihre To-Do-Liste abzuarbeiten. Als ihr allerdings immer öfter ihr Traummann Max sowie ihre Familie über den Weg läuft, beginnen sich die dreierlei unterschiedlichen Leben zu vermischen und es endet im großen Chaos.


Meine Meinung zum Buch:


Da ich ein riesengroßer Fan der Bridget Jones Bücher sowie Filme bin, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und wurde was das chaotische und liebenswürdige der Protagonisten angeht hierbei auch nicht enttäuscht. Allerdings fehlte mir der trockene Humor und das, was den Hauptcharakter so besonders macht bei diesem Roman dann doch sehr.

Anna studiert seit vielen Jahren Literatur und hat keinen Plan, wie es nach der bevorstehenden Endprüfung weiter gehen soll. Abgesehen davon weiß sie nicht mal, wie sie diese meistern soll, da sie die falsche Fremdsprache erlernt hat. Ihre Mutter hält sie für einen hoffnungslosen Fall, versucht immer wieder sie mit geeigneten Männern zu verkuppeln und als Anna daraufhin der Kragen platzt, zieht sie zu Hause aus und beginnt endlich, ihr Leben zu verändern. Plötzlich stellt sie dreierlei verschiedene Personen dar, jongliert zwischen zweierlei Jobs sowie ihrem Studium und muss sich um die schlagfertige Tochter ihrer Mitbewohnerin kümmern. Als sie dann auch noch ihrem Traummann begegnet, wird es immer schwerer, sich für eine Identität zu entscheiden und sie verzettelt sich mehr und mehr.

So sehr ich Anna mochte, aber der Vergleich mit Bridget Jones war mir dann doch etwas zu weit hergeholt. Die Idee, sich dreierlei Persönlichkeiten zu erschaffen, fand ich anfangs amüsant, aber je mehr ich dann so drüber nachdachte, desto unglaubwürdiger wurde die ganze Geschichte. Oftmals wechselt sie beispielsweise nur schnell ihre Perücke und wird automatisch für jemand anderen gehalten und stellenweise passierte das so oft, dass ich Probleme hatte, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und angesichts der vielen verschiedenen Persönlichkeiten den Durchblick zu behalten.

Die Geschichte liest sich locker und erfrischend, weist jedoch auch immer wieder Längen auf und traf nicht so ganz meinen Humor. Viele Dinge ließen sich bereits frühzeitig erahnen, was dem Ganzen leider auch etwas die Spannung nahm. Angesichts der vielen Verwechslungen und ständigen Perückentauscherei fiel es mir am Ende wirklich schwer mitzukommen und mir war es schlichtweg zu unrealistisch.

Mein Fazit:


Nette Geschichte für zwischendurch, aber meinem Humor entsprach es leider überhaupt nicht. Auch wenn die Protagonistin am Ende eine tolle Wandlung durchmachte, konnte sie mich nicht richtig überzeugen und das Ganze hinterließ einen etwas faden Beigeschmack.



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