Mittwoch, 28. Juni 2017

Blackout: Morgen ist es zu spät - Marc Elsberg


Autor: Marc Elsberg

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 800

ISBN: 978-3442380299

Erscheinungsdatum: 19. März 2012

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



Cover: 


Das Cover finde ich absolut einzigartig, da die Kombination von schwarz sowie rot ohnehin selten vorkommt und es ist schlicht gestaltet, wirkt jedoch durch den Button anstelle des Buchstabens O sofort faszinierend. Gleichzeitig hat die Schrift etwas dreidimensionales.


Erster Satz:


Wie ein Verrückter riss Piero Manzano das Lenkrad herum, während die Kühlerhaube seines Alfa unbeirrt auf den blassgrünen Wagen vor ihm zuglitt.


Inhalt:


Ich möchte gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, weil ich denke, dass der Klappentext schon vieles hergibt und das Buch ohnehin den meisten bereits ein Begriff sein wird.

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.


Meine Meinung zum Buch:


Mich hat dieses Buch irgendwie eiskalt erwischt, da ich mich eigentlich schwer tue mit derartigen Wälzern und die Thematik an sich auch erstmal eher nach viel Technik sowie Wissen klang. Allerdings schaffte der Autor es bereits auf den ersten Seiten, mich durch den interessanten Hauptcharakter Piero, zu fesseln und da ich das Buch in einer Leserunde begonnen hatte, wollte ich die einzelnen Tage, in die die jeweiligen Kapitel eingeteilt sind, auch jeweils an einem Stück lesen.

Anfangs war mir das Ausmaß eines so flächendeckenden Stromausfalls in keinster Weise bewusst, da man denkt, früher ging es ja auch irgendwie ohne Strom. Hinzu kam, dass ich nebenher noch ein Buch las, das kurz nach neunzehnhundert handelte und in dem das elektrische Licht gerade erst seinen Weg in die Haushalte fand. Was jedoch plötzlich alles nicht mehr möglich ist, wenn sich das über Tage hinzieht, wurde mir erst nach und nach bewusst. Herrschte die ersten Tage noch viel Solidarität unter den Menschen, war sich später jeder selbst der Nächste und kämpfte ums Überleben.

Mit dem Thema Smart Meter oder auch intelligente Stromzähler hatte ich mich zufällig erst wenige Monate zuvor beschäftigt, nachdem mir unser Stromanbieter diese geradezu aufzudrängen versuchte. Nun ja, ich habe meine eigene Meinung dazu und verwehre mich trotz der angepriesenen Vorteile absolut dagegen. In "Blackout: Morgen ist es zu spät" sind nun genau diese der Ausgangspunkt eines flächendeckenden Stromausfalls in ganz Europa sowie später auch auf anderen Kontinenten.

Der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Charaktere, die in verschiedenen Ländern beheimatet sind, jedoch später allesamt miteinander verflochten werden. Man konnte die Personen aufgrund der Beschreibungen auch relativ schnell auseinanderhalten und insbesondere Manzano war jemand, von dem man schnell ein Bild vor Augen hatte und dessen Schicksal mich dann auch am meisten interessierte. Die Spannung stieg von Kapitel zu Kapitel mehr, was wohl auch an einigen gut platzierten Cliffhangern lag und man möchte einfach erfahren, wer hinter diesem Anschlag steckt und wie es endet.

Mein Fazit:


Pflichtlektüre! Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Mich lässt die Geschichte auch Wochen später noch nicht los und ich sehe so Themen wie Bevorratung, Bargeld sowie digitale Technik inzwischen mit völlig anderen Augen als vor dem Lesen dieses Romans.



Dienstag, 27. Juni 2017

Nieder mit dem SuB - Challenge [Zwischenstand Mai 2017]

Hallo liebe Challenge-Teilnehmer,

bevor der Juli anbricht, möchte ich euch gerne noch die aktuellen Zwischenstände präsentieren.

Im Mai gab es insgesamt 12 Punkte zu holen, was auch vielen gelang, aber besonders mit der 1. Aufgabe (Lies ein Buch, dessen Titel das Wort Himmel, Luft, Leben oder Sonne enthält.) tat der ein oder andere sich doch schwer.

Worüber ich mich sehr freute, war die Tatsache, dass ihr vermehrt zu älteren Büchern (also höchst wahrscheinlich SuB-Bücher) gegriffen habt. Es ist schön, wenn auch diese Geschichten wieder etwas mehr in den Vordergrund geholt werden und so vielleicht doch noch andere Leser finden.


Hier nun die Rangliste der vergebenen Punkte:

1. Chrissys Bücherwelt (12 Punkte)
   Julias Sammelsurium (12 Punkte)
   Nicole R. (12 Punkte)
   Sabrina B. (12 Punkte)
   Katja R. (12 Punkte)
   Bücherwürmchens Lesefutter (12 Punkte)

2. Sallys Books (9 Punkte)
    Micha G. (9 Punkte)
    Samtpfoten mit Krallen (9 Punkte)

3. Unsere zauberhaften Bücherwelten (7 Punkte)

4. Bitterblues Bücherwelt (6 Punkte)

5. BuchBria (3 Punkte)


Ranking nach Gesamtpunkten:


Katja R.: 65 Punkte

Chrissys Bücherwelt: 62 Punkte

Micha G.: 59 Punkte

Sabrina B.: 56 Punkte

Nicole R.: 55 Punkte

Bitterblues Bücherwelt 49 Punkte
Unsere zauberhaften Bücherwelten: 49 Punkte

Samtpfoten mit Krallen: 48 Punkte

Sallys Books: 47 Punkte

Bücherwürmchens Lesefutter: 39 Punkte

Julias Sammelsurium: 37 Punkte

diabooks 78: 30 Punkte

BuchBria: 25 Punkte

Christina K. [Seitendiebin]: 23 Punkte

my Books...: 22 Punkte

Chias Bücherecke: 13 Punkte

Cie Cie: 11 Punkte

Zauberfeders Challenges: 4 Punkte

Solltet ihr Fehler finden, so sagt es mir bitte. Außerdem gilt nach wie vor, dass ihr bei Unklarheiten bzgl. der Aufgaben gerne nachfragen dürft.

Sonntag, 18. Juni 2017

[Leserunde] Die Reise der Amy Snow



Auf diese gemeinsame Leserunde freue ich mich nun schon seit einigen Monaten, da ich das Buch seit Ewigkeiten lesen möchte, mich allerdings nicht so recht heranwagte, da es zu zeitintensiv wirkte. Gerade in Leserunden, lesen sich Bücher mit solchem Seitenumfang (480 Seiten), immer wesentlich schneller, da man abschnittsweise liest und so hibbele ich nun besonders dem gemeinsamem lesen mit anderen Bloggern, hier auf meiner Seite entgegen.

Start ist am 19. Juni 2017

Jeder darf in seinem eigenen Tempo lesen und anschließend unter dem jeweiligen Abschnitt kommentieren. 


Klappentext:

Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.


Einteilung des Buches:

Abschnitt 1 (Prolog - Kapitel 16, Seite 1 - 94)
Abschnitt 2 (Kapitel 17 - 32, Seite 95 - 189)
Abschnitt 3 (Kapitel 33 - 48, Seite 190 - 285)
Abschnitt 4 (Kapitel 49 - 62, Seite 286 - 392)
Abschnitt 5 (Kapitel 63 - Epilog, Seite 393 - 480)


Teilnehmer:

Andrea von LeseBlick


Wer mag, darf sich uns gerne noch anschließen! 
Ich wünsche allen Mitlesern viel Freude mit dem Buch.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Heldenflucht - Jan Kilman


Autor: Jan Kilman

Verlag: Heyne Verlag

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3453438378

Erscheinungsdatum: 13. März 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



Cover:


Das düstere Covermotiv spiegelt ganz gut die Grundstimmung des Buches wieder und man sieht auf den ersten Blick, dass der Handlungszeitraum lange zurück liegt. Ich finde es ansprechend und absolut passend zur Geschichte.


Erster Satz:


Er war fünfzehn Jahre alt, als er seinen ersten Toten sah.


Inhalt:


Die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen verbringt einige Wochen bei ihrem kranken Onkel in einem kleinen Eifeldorf. Die Region ist gezeichnet vom Krieg, Nahrungsmittel sind nur schwer zu bekommen und in der ansässigen Tuchfabrik wird jede anpackende Hand gebraucht. Die Einwohner sind dabei, als das elektrische Licht beginnt in den Häusern für Helligkeit zu sorgen, sorgen sich jedoch gleichzeitig vor dem nächsten Winter, da sämtliche Vorräte längst aufgebraucht sind. Als plötzlich ein stummer französischer Soldat im Dorf auftaucht, möchten die Einwohner ihn am liebsten so schnell wie möglich vertreiben, doch Agnes schafft es ihn gemeinsam mit dem Händler Lieberstock, dem Arzt Hermann Brosch sowie dem jungen Franz in Sicherheit zu bringen. Doch nachdem im Dorf immer mehr Gewalttaten passieren, steht für die Einwohner der Täter sofort fest.


Meine Meinung zum Buch:


Da ich seit Langem schon neugierig bin auf historische Krimis, wollte ich diesen Roman, welcher im Jahre 1918 handelt, unbedingt lesen und war auch bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Dennoch dauerte es etwas, bis mich die Geschichte richtig packen konnte, da die vielen Perspektivwechsel anfangs eher störten und auch vom Aufbau her, war dieses Buch nicht vergleichbar mit typischen Krimis.

Erzählt wird die Handlung aus sehr vielen verschiedenen Sichten, sodass man die Einwohner zwar schnell kennenlernt, aber als Leser fand ich Agnes Papen schlichtweg am interessantesten, weshalb mich die anderen Charaktere zuerst mal kaum interessierten. Schnell wurde jedoch klar, dass auch diese eine wichtige Rolle einnehmen und je mehr man nach und nach über sie erfuhr, desto spannender wurde auch dieses Buch und desto mehr konnte man auch die bedrückende Stimmung der damaligen Zeit nachempfinden. Die abgedruckten Feldpostbriefe am Ende jeden Kapitels taten ihr Übriges dazu.

Den ruhigen sowie bildhaften Schreibstil fand ich sehr angenehm. Man konnte sich sowohl dieses kleine Dorf, als auch die beschriebenen Charaktere allesamt gut vorstellen und nachdem ich mich durch die ersten etwas zähen Kapitel erstmal durchgearbeitet hatte, begann mich die Story auch richtig zu packen. Dennoch würde ich das Buch nicht unbedingt als Kriminalroman einordnen, da es vordergründig um die verschiedenen Schicksale der Bewohner geht und erst zum Ende hin, nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung ein, die mich erstmal sprachlos zurückließ. Ich hatte mit diesem Schluss so gar nicht gerechnet, fand ihn jedoch heftig und hätte mir auch in den vorherigen Kapiteln im Nachhinein etwas mehr Nervenkitzel in dieser Form gewünscht.

Mein Fazit:


Jan Kilmans "Heldenflucht" konnte mich begeistern und durch die vielen eingearbeiteten geschichtlichen Details absolut überzeugen. Trotzdem sollte man bei diesem Buch keinen klassischen Krimi erwarten, denn im Vordergrund stehen eher die Schwierigkeiten der Protagonisten in der damaligen Zeit sowie die Nachwirkungen eines schrecklichen Krieges.




Freitag, 26. Mai 2017

[Blogparade] French Kiss - Liebe zum Nachtisch von Marie Keller



Herzlich Willkommen zum letzten Tag unserer Blogparade zu 

"French Kiss - Liebe zum Nachtisch" von Marie Keller.

Die vorangegangenen Tage gab es bereits viele interessante Beiträge. So konntet ihr bei Manja mehr über das Buch erfahren, bei Bianka ging es um den Handlungsort Frankreich, an Tag 5 gab es bei Katja einen Beitrag über die Liebe, Sonja durfte die Autorin interviewen, Manuela präsentierte euch ein Rezept für eine Vorspeise und Charleen das passende Rezept für eine süße Nachspeise. Außerdem konntet ihr bei Kathrin, Diana und Eva die Reviews lesen. 

Zum Abschluss unserer Parade möchte ich euch heute noch meine Einschätzung präsentieren:


Autor: Marie Keller

Format: E-Book

Verlag: -

Seitenzahl: 256

ISBN: 978-1544761121

Erscheinungsdatum: 23. März 2017

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist mit den abgebildeten Gewürzen, Kräutern und Zeichnungen ein absoluter Blickfang. Es passt perfekt zur Geschichte und für mich stand bereits beim ersten Anblick fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Der Klappentext wurde bei diesem schönen Cover fast schon nebensächlich.


Erste Sätze:


Draußen verblassten die letzten Strahlen der Abendsonne am Horizont. Lange Schatten tasteten sich Spinnenfingern gleich über die Stoppelfelder, aber sie reichten nicht an das Zimmer der alten Frau heran.


Inhalt:


Sophie Weber wurde gerade erst von ihrem Freund verlassen, mit dem sie eigentlich gemeinsam eine Auszeit in Australien nehmen wollte. Da sie noch einige Wochen vom Job freigestellt ist, reist sie kurzerhand nach Courvelle, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris, um das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zu verkaufen. Gleichzeitig hofft sie, etwas mehr über die Oma, die sie aufgrund eines alten Streits mit der Mutter nie kennenlernen durfte, zu erfahren. Das Haus, welches auch ein kleines Restaurant beherbergt, ist jedoch in heruntergekommenen Zustand und benötigt dringend eine Sanierung, um einen zahlungswilligen Käufer zu finden. Der findet sich dann doch schneller als sie denkt, aber die Liebe schmeißt sämtliche Pläne über den Haufen.


Meine Meinung zum Buch:


Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen ob ich es lesen mag oder nicht, denn mein Interesse war bereits aufgrund des zauberhaften Covers geweckt und durch den Titelnamen ahnte ich auch sofort, dass die Geschichte in Frankreich handelt. Für mich war dies Grund genug!

Über die Hauptprotagonistin Sophie, aus deren Sicht die Geschichte beschrieben wird, erfährt man bereits auf den ersten Seiten sehr viel, sodass ich von ihr auch schnell ein gutes Bild vor Augen hatte. Sie war nach der Trennung von ihrem Freund noch nicht lange wieder in Leipzig, als sie die Nachricht von der Erbschaft erreichte und auch der Liebeskummer ist längst nicht verflogen, doch bevor sie in einigen Monaten ihre Stelle als Lehrerin wieder antreten muss, möchte sie unbedingt noch sehen, wie ihre Großmutter lebte und mehr über sie erfahren. Doch am Ende findet sie neue Freunde, beginnt die Einwohner des Ortes ins Herz zu schließen, muss Kochen lernen und gerät immer wieder in Streit mit dem Nachbarn, der auf seine erste Auszeichnung als Sternekoch wartet.

Der Einstieg in die Handlung gelang mir recht schnell, da ich natürlich neugierig war, warum Sophie ihre Großmutter nie kennenlernen durfte und auch die Eltern nicht bereit waren, ihr mehr über sie zu erzählen. Den kleinen Ort Courvelle konnte ich mir aufgrund der bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellen und da die Autorin es schaffte, mich mit ihrem lockeren sowie humorvollen Schreibstil zu fesseln, flog ich geradezu durch die Seiten.

Die Hauptcharaktere sowie die Nebencharaktere wurden authentisch gezeichnet und vorallem Clothilde, mit ihrer herzlichen Art, sowie Henriette, die Sophie bei der Renovierung behilflich ist, fand ich einfach herrlich und richtig gut gelungen. Die drei Frauen gaben ein super Team ab und ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Jean dagegen machte mich mit seiner selbstverliebten Art stellenweise richtig wütend und wie er Sophie einige Male behandelte fand ich unmöglich. Da hätte ich mir dann von Sophie etwas mehr Sturheit sowie Trotz gewünscht.

Man sollte diesen Roman wohl eher nicht im Rahmen einer Diät lesen, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, denn allein beim Gedanken an Sophies Aprikosen Dessert lief mir das Wasser im Mund zusammen und ich hatte den Geruch geradezu in der Nase. Schade, dass das Rezept nicht gleich mitgeliefert wurde, aber vielleicht finde ich ja ein ähnliches. Das Ende kam mir dann fast schon etwas zu plötzlich und von mir aus hätte die Geschichte durchaus noch einige Seiten mehr haben können, da ich mich wirklich wohl fühlte in diesem liebenswerten Örtchen, das Gefühl hatte, die Einwohner seit Jahren zu kennen und auch irgendwie noch ein paar Fragen hatte bezüglich des Streits zwischen der Großmutter und der Mutter, aber vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch ein Wiedersehen mit den Charakteren. Ich würde mich jedenfalls freuen.

Mein Fazit:


Eine wundervolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die meine Sehnsucht nach Frankreich etwas stillen konnte. Die Handlung wird spritzig und frisch erzählt, die Charaktere sind allesamt interessant und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die ideale Lektüre für zwischendurch!



Donnerstag, 25. Mai 2017

Das Leben zwischen Jetzt und Hier - Cara Mattea

Autor: Cara Mattea

Format: E-Book

Verlag: books2read

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783733785857

Erscheinungsdatum: 15. Januar 2017

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: books2read

oder bei: Amazon


Cover:


Das Cover sprach mich anfangs überhaupt nicht an, da ich den Berliner Fernsehturm sowie die Gebäude im Hintergrund komplett übersah und stattdessen nur die merkwürdige Frisur der Frau wahrnahm. Mittlerweile gefällt es mir zwar ganz gut, aber das Motiv der Taschenbuchausgabe sagt mir wesentlich mehr zu.


Erste Sätze:


Er trinkt in dieser Winternacht schon wieder.
Ich konnte es bereits riechen, als ich vor Stunden die steilen Treppen in mein Zimmer hochgeschlichen bin, wie immer darum bemüht, möglichst leise zu sein.


Inhalt:


Emilia musste für ihr Medizinstudium nach Berlin ziehen, fühlt sich jedoch bei ihrer Mitbewohnerin alles andere als willkommen. Es fällt ihr schwer Freunde zu finden und die Einsamkeit in der Großstadt macht ihr zu schaffen. Das ändert sich auf einen Schlag, als sie den Modedesign-Studenten Leo kennenlernt. Dieser betreibt mit seinen Freunden, zu denen auch Emilias Mitbewohnerin Ivana zählt, ein kleines Modelabel. Leo ist durch sein Studium, das Label sowie seinen Nebenjob in einem Café stark eingespannt, aber dennoch verbringt er viel Zeit mit Emilia und die Beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Doch so schnell wie sich Emilia und Leo ineinander verlieben, so schnell droht aufgrund Leos schwieriger Vergangenheit sowie einem schweren Schicksalsschlag alles wieder zu zerbrechen.

"Ich schüttele mich leicht und würde am liebsten losheulen, während ich das Licht lösche und in den Flur trete. Will das alles nicht mehr und gestehe mir plötzlich ein, dass ich mich Hals über Kopf verknallt habe. In einen Kerl, der eine ganze Nummer zu groß für mich ist." (Zitat Pos. 1552)


Meine Meinung zum Buch:


Nachdem ich die letzten Monate kaum Zeit zum Lesen hatte oder mir schlichtweg die Lust fehlte, da ich ständig mit Müdigkeit kämpfte, griff ich schließlich zu diesem Debüt von Cara Mattea und vermutete eine locker leichte Liebesgeschichte. Bereits auf den ersten Seiten merkte ich dann jedoch schnell, dass dies ein Buch ist, welches mir emotional sehr nahe gehen würde.

Mila mochte ich mit ihrer zurückhaltenden Art sofort und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie schwer es ihr fällt, sich einzuleben in dieser Metropole. Ihr Bruder arbeitet zwar als Arzt an der Berliner Charité, hat jedoch neben Beruf und Familie wenig freie Zeit. Ihre Mitbewohnerin Ivana macht Mila mit ihrer abweisenden Art das Einleben zusätzlich schwer, sodass sie sich größtenteils in ihrem kleinen WG-Zimmer einigelt oder sich auf ihr Studium konzentriert.

Leo erweist sich als Retter, denn er zeigt ihr die schönsten Ecken Berlins und spannt sie oftmals im Modelabel mit ein, sodass sie dort neue Freunde findet und beginnt sich wohl zu fühlen. Mit Leos Wahl des Studiums hatte ich stellenweise meine Probleme, da er so ganz anders erscheint als die Modedesigner, die man aus der Presse und dem Fernsehen kennt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit aktueller Mode oder den Laufstegen so gut wie gar nicht beschäftige. Die Autorin erklärt zwar vieles diesbezüglich, sodass es auch Laien nachvollziehen können, aber mir war das ab und zu dann doch etwas zu langatmig.

Da die Geschichte sowohl aus der Sicht von Emilia als auch aus der Sicht von Leo erzählt wird, fühlte ich mich den Protagonisten sehr nah und verstand sowohl Emilias Sorgen als auch Leos innere Konflikte gut. Cara Mattea erzählt all dies in bildhaftem Schreibstil, voller Emotionen und mit wundervollen Schauplätzen. Mich konnte die Handlung durch die vielfältigen Themen und die besonderen Charaktere sofort fesseln und ich fand es toll, die Zwei auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Was mir auch unheimlich gefiel, waren die Beschreibungen der Berliner Charité, denn während ich dieses Buch las, lief im Fernsehen die Serie über die Anfänge der Charité, mit ihren herausragenden Persönlichkeiten, die heute noch vielen ein Begriff sind. Ich hatte einen tollen Vergleich zwischen damals und heute, sodass ich die Entwicklungen der Medizin wahnsinnig beeindruckend fand. Zudem bekommt man auch in etwa eine Ahnung davon, wie stressig der Krankenhaus-Alltag oftmals ist und was Ärzte sowie Pflegekräfte leisten müssen.

Mein Fazit:


Mit "Das Leben zwischen Jetzt und Hier" ist Cara Mattea eine tiefgründige Geschichte gelungen, die mir wirklich nahe ging und die mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Einige Stellen hätte man vielleicht etwas weniger ausschweifend erzählen können, aber ansonsten fand ich die Handlung stimmig und besonders zum Ende hin absolut passend. Auf die geplante Fortsetzung freue ich mich jetzt schon!



Lesewochenende "Lesen zum Träumen"



Hallo ihr Lieben,

da ich endlich wieder mehr Zeit zum Lesen und Bloggen finde, freue ich mich sehr, dass Nadja von Bookwormdreamers ab heute ein Lesewochenende beginnt. Gelesen wird vom 25. Mai 2017 bis einschließlich Sonntag, d. 28. Mai 2017. Über die Tage verteilt wird es Aufgaben oder Fragen passend zum Motto geben. Ausgetauscht wird sich durch Blogbeiträge sowie in der dafür vorgesehenen Facebook-Veranstaltung.

Donnerstag, der 25. Mai 2017


1. Habt ihr euch Ziele für das Lesewochenende gesetzt? Welches Buch begleitet / welche Bücher begleiten euch?

Mein Ziel ist natürlich soviel wie möglich zu lesen, da das die letzten Wochen definitiv zu kurz kam. Zuallererst möchte ich einige meiner begonnenen Bücher beenden und soweit ich das schaffe, auch die Rezensionen dazu verfassen. 

Bei "Kick off" von Jo Berger bin ich noch ganz am Anfang (Seite 17 von 288), aber es liest sich flott und ist humorvoll geschrieben, sodass ich zwischendurch öfters mal zu diesem Buch greifen werde.

Darum gehts: Fünf Frauen – und ein ungeheuerlicher Plan.
Bankerin Carla hat es satt. Vom Verlobten betrogen, vom Chef gemobbt und von Frauenhassern umgeben. Gerechtigkeit muss her, nur wie? Dem System ein Schnippchen schlagen. Das wäre es! Zusammen mit vier Leidensgefährtinnen reift eine Idee heran, die sie nicht mehr loslässt, und plötzlich befinden sich die Fünf mitten in der Planung zu einem Bankraub. Aber haben sie auch das Handwerkszeug dazu?
Dann bringt ein Kinoabend alles durcheinander, und plötzlich merkt Carla: Gefühle lassen sich nicht planen. (Quelle)


An "Black Rabbit Hall" von Eve Chase lese ich schon ziemlich lange und kam lange Zeit gar nicht richtig rein in die Geschichte. Begonnen hatte ich es während einer Leserunde, kam jedoch mit dem Lesetempo der anderen Teilnehmer nicht mit, sodass ich es dann erstmal abbrach. Vor einigen Wochen habe ich es erneut von vorne begonnen und so langsam finde ich Gefallen an der Geschichte. Momentan bin ich auf Seite 103 von 416.

Darum gehts: Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert ...

Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät ... (Quelle)


"Blackout - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg lese ich über Skoobe und bin derzeit auf Seite 385 von 800 (Tag 6).

Inhalt: Ist Fortschritt ein Rückschritt? - Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft ...

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben. (Quelle)


Außerdem lese ich noch "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante nebenher und bin da auf Seite 138 von 422.

Inhalt: Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.

Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.

Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.

Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden? (Quelle)


Ihr seht, ich habe mir viel vorgenommen ...

Freitag, der 26. Mai 2017


Gestern bin ich nicht wirklich weiter gekommen mit meinen Büchern und habe nur wenige Seiten gelesen. Stattdessen habe ich ein paar liegengebliebene Sachen am PC erledigt und starte heute durch.

2. An manche Träume erinnert man sich. An manche nicht. Zeigt mir doch ein Buch, an was ihr euch gar nicht mehr erinnern könnt, obwohl ihr wisst, dass ihr es gelesen habt.



"Der Duft der Kaffeblüte" von Ana Veloso ist eins der Bücher, an das ich mich kaum noch erinnern kann. Allerdings ist es auch schon sehr viele Jahre her, dass ich es gelesen habe. Ich mochte es damals und fand es richtig gut, aber von der Handlung weiß ich leider nichts mehr.






Samstag, der 27. Mai 2017


Ich komme überhaupt nicht so zum Lesen und habe stattdessen gestern mal eine Rezension geschrieben. Gestern Nachmittag war Gartenarbeit angesagt, denn die Tomaten mussten unbedingt gepflanzt werden. Mein Lesefortschritt sieht wie folgt aus:

Kick off von Jo Berger: Seite 52 von 288
Black Rabbit Hall von Eve Chase: Seite 103 von 416
Blackout - Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg: Seite 385 von 800 (Tag 6)
Meine geniale Freundin von Elena Ferrante: Seite 148 von 422

3. Hat euch schon einmal eine Geschichte so intensiv mitgenommen, dass ihr nachts von ihr geträumt habt?

Nicht das ich wüsste. Ich träume auch sehr selten nachts oder vergesse es sofort wieder.

4. Ich würde gerne wissen, wo ihr am liebsten bei dem schönen Wetter lest? Und zu welcher Zeit?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt auch vom Buch ab. Gedruckte Bücher lese ich gerne mal draußen, wenn es sich ergibt (z.B. im Urlaub). E-Books lese ich hauptsächlich drinnen, da ich sonst kaum was sehe auf meinem Tablet. Feste Zeiten habe ich nicht und lese dann, wenn Zeit dazu ist.

5. Halbzeit! Die Hälfte des Lesewochenendes ist leider schon vorbei. Wie zufrieden seid ihr bisher mit eurem Ergebnis?

Überhaupt nicht! Ich würde gerne viel mehr lesen, aber Mann und Kinder sind daheim, sodass meistens etwas anderes auf dem Plan steht. Ich habe mir jedoch für heute vorgenommen, das Laptop dann nach dem Mittagessen erst mal zur Seite zu stellen und stattdessen ein paar Stunden zu lesen. Ansonsten ist heute nur noch ein bisschen Gartenarbeit angesagt, das Nötigste im Haushalt und abends wird Fußball geschaut.