Samstag, 11. November 2017

Heidefeuer - Angela L. Forster


Autor: Angela L. Forster

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 978-3548287539

Erscheinungsdatum: 14. März 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover zeigt im Vordergrund zwei Gänse und im Hintergrund ein schönes Landschaftsbild. Mir gefallen die Farben und es lässt sich sofort erahnen, dass es sich um einen Regionalkrimi handelt.


Erster Satz:


"Heute bist du dran", flüsterte der Mann, der in vorletzter Stuhlreihe im Gemeindesaal des Hotels Heiderose in Undeloh saß.


Inhalt:


Hauptkommissarin Inka Brandt zieht nach einer unangenehmen Trennung mit ihrer Tochter von Lübeck nach Undeloh in die Lüneburger Heide. Ihre Schwester betreibt dort einen Biobauernhof. Die reine Idylle sollte man meinen. Doch weit gefehlt, denn bald schon liegt ein Toter im Dorfteich. Zusammen mit ihren Kollegen von der Hanstedter Kripo beginnt Inka zu ermitteln. Der Tote war Therapeut im Seerosenhof, einer psychosomatischen Klinik. Über das Opfer sagen alle nur Gutes - selbst die Patienten -, von Mordmotiven will niemand etwas wissen. Als aber eine zweite Leiche gefunden wird, beginnt sich Inka ernsthaft zu fragen, ob es tatsächlich so eine gute Idee war, aufs Land zu ziehen ...


Meine Meinung zum Buch:


Auf diesen Krimi wurde ich vorallem aufgrund des ansprechenden Covers sowie des Titels aufmerksam. Ich kenne die Lüneburger Heide ein wenig durch mehrere Familienurlaube, aber diese fielen immer in die Wintermonate, sodass ich kaum etwas von der reizvollen Landschaft zu sehen bekam. Dennoch mag ich die Gegend, mit seinen vielen romantischen Landhäusern, die alle irgendwie ihren eigenen Charme besitzen, unwahrscheinlich gern und wollte diesen Krimi unbedingt lesen.

Inka Brandt hat es als alleinerziehende Mutter nicht einfach, da ihre Tochter gerade dann an einer ansteckenden Kinderkrankheit erkrankt ist, als das beschauliche Dörfchen Undeloh durch mehrere Mordfälle erschüttert wird. Ihre Eltern sind auf Weltreise und der elterliche Hof gehört inzwischen ihrer Schwester sowie deren Ehemann, den es wurmt, dass Inka kaum auf dem Hof mit anpackt und stattdessen lieber ihrer Arbeit auf dem Kommissariat nachgeht.

Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir sehr einfach, da sowohl das kleine Dorf als auch die Hauptcharaktere gut beschrieben wurden, sodass ich sofort klare Bilder vor Augen hatte und ich fand auch die Idee toll, einen Polizeipsychologen undercover mit in der psychosomatischen Klinik unterzubringen, der mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat und dennoch nicht aus seiner Haut kann. Er beginnt auf eigene Faust Überlegungen zu den Morden anzustellen, was den Ermittlern Inka Brand und Mark Freese ziemlich gegen den Strich geht, aber letztenendes schafft er es doch Inkas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ich konnte nicht so ganz nachvollziehen, warum er Inka gegenüber nicht einfach sagt, wer er ist und warum er mithelfen möchte, aber letztenendes machte seine schwierige Vergangenheit diese Geschichte zugleich wesentlich spannender. Stellenweise dachte ich, es gäbe vielleicht noch einen Vorgänger dieses Bandes, aber dem war leider nicht so.

Mit den Charakteren insgesamt habe ich mich eher schwer getan. Inka Brandt war mir zwar sehr sympathisch, aber ihr Kollege Mark blieb mir etwas zu blass und über den Profiler Sebastian hätte ich gerne noch viel mehr erfahren. Er würzte das Ganze und gab diesem Krimi die nötige Spannung.

Die Story an sich hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Tempo und Humor vertragen, aber ich fand sie dennoch spannend zu lesen und möchte auf jeden Fall auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Es gab viele Verdächtige und so schlugen die Ermittlungen auch schlagartig wieder völlig andere Richtungen ein, was ich toll fand, aber ich denke, man hätte da auch noch ein bisschen mehr rausholen können.

Mein Fazit:


Interessante Ermittler sowie die verworrene Ermittlungsarbeit gaben diesem Regionalkrimi die perfekte Spannung. Dennoch hätte ich mir einfach stellenweise noch etwas mehr Tempo oder Vordergründigkeit der privaten Belange der Kommissare gewünscht. Trotzdem ein toller Reihenauftakt, von dem ich mir unbedingt weitere Bände wünschen würde.




Die Reihe:
1. Heidefeuer
2. Heidegift

Sonntag, 5. November 2017

Nur ein Sommer mit dir - Kat French


Autor: Kat French

Verlag: MIRA Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783955766290

Erscheinungsdatum: 07. August 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: HarperCollins

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist relativ schlicht gehalten und wahrscheinlich hätte ich ihm gar nicht so viel Beachtung geschenkt, wäre da nicht dieser kleine Wohnwagen mit drauf gewesen. Als Camping-Liebhaber sticht einem so etwas sofort in´s Auge und nach einem Blick auf die Inhaltsangabe stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.


Erster Satz:


"McBride: Ehe-Aus?", titelte der "Daily Mirror" an diesem Morgen.


Inhalt:


Alice steht vor den Trümmern ihrer Ehe und weiß nicht, ob sie ihr liebevoll eingerichtetes Haus behalten kann. Ihr Ehemann, ein berühmter Schauspieler, wohnt inzwischen bei seiner neuen Freundin und Alice ist froh, dass inzwischen etwas Gras über die Sache gewachsen ist, die Presse ihr nicht mehr auflauert und sie genießt die eingekehrte Ruhe im beschaulichen englischen Dörfchen. Dennoch benötigt sie dringend Geld um den Kredit weiter abzuzahlen und so beschließt sie in den Wohnwagen zu ziehen, während sie das Haus für einige Monate vermietet. Als dann der berühmte amerikanische Country-Sänger Robinson vor ihr steht, der für einige Zeit untertauchen möchte, steht nicht nur das ganze Dorf Kopf, sondern auch Alices Gefühlswelt.


Meine Meinung zum Buch:


Schon lange hatte ich kein Buch mehr in der Hand, das meine Lachmuskeln so sehr strapazierte und bei dem ich am liebsten gar nicht aufgehört hätte zu lesen. "Nur ein Sommer mit dir" hat dies jedenfalls souverän geschafft und ich habe jede einzelne Seite genossen.

Alice war jahrelang mit einem Promi verheiratet, für den sie ihre eigenen Bedürfnisse immer hinten angestellt hatte. Das wunderschöne Anwesen Borne Manor sollte ihre Liebe krönen, denn sie hatte es liebevoll eingerichtet und hoffte irgendwann Kinder dort großzuziehen. Sie kann sich nicht vorstellen all dies nun aufzugeben und hat in dem kleinen Ort großartige Freunde gefunden, auf die sie sich verlassen kann.

Robinson möchte in England eine Weile untertauchen, denn auch er hat gerade eine Beziehung hinter sich und Musik zu machen, auf Konzerten aufzutreten oder Gitarre zu spielen erscheint ihm gerade unmöglich. Er möchte all dies hinter sich lassen und beginnt sich innerhalb des Dorfes zu entspannen. Und dann ist da ja noch seine Vermieterin Alice, mit ihren roten Gummistiefeln, die ihm mit ihrer erfrischenden sowie natürlichen Art näher kommt als ihm lieb ist.

Der Schreibstil ist humorvoll, voller Sarkasmus, lebendig und spannend, sodass man nach nur wenigen Seiten das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Alices Freunde sind so urkomisch und teilweise schon skuril, dass man sie einfach mögen muss, denn es kommt immer wieder zu so schrägen Szenen, dass man Tränen lacht. Am Ende war ich wirklich ein bisschen traurig, diese wundervollen Persönlichkeiten mit dem Zuklappen des Buches zu verabschieden.

Das dauerhafte Leben im Wohnwagen (mit all seiner Romantik, aber auch seinen negativen Begleiterscheinungen) wurde prima eingefangen und so detailgetreu beschrieben, dass ich mir das gesamte Anwesen sowie die Umbauten, die Alice schließlich vornimmt, richtig gut vorstellen konnte.

Mein Fazit:


Eine wunderbar lockere Liebesgeschichte, die mich von der ersten Seite an bestens unterhalten hat. Ich habe gelacht, geweint und all die urkomischen Protagonisten sofort ins Herz geschlossen. Ich denke, wenn es diesen Glampingplatz und diesen Ort mit all seinen zauberhaften Menschen tatsächlich geben sollte, würde ich sofort die Koffer packen.



Sonntag, 22. Oktober 2017

Aux Champs-Élysées - Mara Ferr


Autor: Mara Ferr

Verlag: Emons Verlag

Seitenzahl: 224

ISBN: 978-3954511396

Erscheinungsdatum: 01. August 2013

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Emons Verlag GmbH

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist schlicht, ruhig und gleichzeitig auch sehr ansprechend gestaltet. Mich hat es sofort neugierig gemacht, allerdings passt dieses abgebildete Fenster meiner Meinung nach absolut nicht zu der Wohnung, um die es im Buch geht.


Erste Sätze:


Er lebte hier unten ein einfaches Leben.
Soviel er wusste, lebte seine Frau ebenfalls ein einfaches Leben.
Oben.


Inhalt:


Seit vielen Jahren hat sich Claire in ein unausgesprochenes Arrangement gefügt: Ihr Mann Philippe verdient das Geld, sie kümmert sich um Haus und Kinder – und duldet seine Affären. Bis Isabelle in Philippes Leben tritt und Claire beschließt, sich auf besondere Art von ihrem Mann zu trennen: Sie verbannt ihn in den Keller. Was Philippe zunächst für einen Scherz hält, wächst sich zu einem nicht endenden Alptraum aus. Denn Claires Rache ist kalt …


Meine Meinung zum Buch:


Vor einigen Monaten hatte ich bereits "41 Rue Loubert" von Mara Ferr gelesen und hatte damit bereits leichte Schwierigkeiten, da ich ihn zu vorhersehbar fand. Dennoch wollte ich den Büchern der Autorin unbedingt eine zweite Chance geben mich zu überzeugen und freute mich auf einen weiteren Krimi, mit dem Handlungsort Paris, aber was soll ich sagen: "Aux Champs-Élysées" und ich - das ging absolut nicht!

Ging ich anfangs noch sehr optimistisch an diese Geschichte heran und fand es interessant, wie genau die Protagonistin Claire das Verschwinden ihres Ehemannes durchdacht sowie präzise geplant hatte, so schlug das Ganze nach und nach ins absolute Gegenteil um. Claires Idee, ihren Mann nach einem Seitensprung durch eine grausame Abhängigkeit sowie dessen plötzliche Angewiesenheit auf ihre Versorgung an sich binden, fand ich zutiefst verstörend. Ich las dennoch weiter und hatte irgendwie lange Zeit die Hoffnung, dass die freundliche alte Dame von gegenüber dem, durch ihre Skepsis, ein Ende setzen würde und stellenweise sah es auch so aus, wie wenn diese den Löwenanteil der Ermittlungen leistet, aber nachdem ich mich mühsam durch etwa 150 Seiten gequält hatte, klappte ich das Buch genervt zu und überflog den Rest lediglich um zu wissen, wie dieser Roman enden würde.

Mir fehlte es vorallem an der üblichen Spannung eines Krimis/Thrillers, denn der Täter stand von vorneherein fest, der ermittelnde Polizist wurde im Zuge der Ermittlungen immer unglaubwürdiger und die Charaktere waren mir allesamt vollkommen unsympathisch. Selbst die freundliche Nachbarin, die zwar irgendwann das Rätsel für sich gelöst hatte, unternahm nichts und ließ die durchgeknallte Claire weiterhin gewähren. Naja, und dass diese Geschichte in Paris spielte, spürte man als Leser leider auch kaum. Stellenweise hatte ich eher das Gefühl, in irgendeiner französischen Kleinstadt mit Häusern im amerikanischen Stil gelandet zu sein.

Mein Fazit:


Dieses Buch war leider absolut nicht meins! Es war schlichtweg enttäuschend und wenig spannend, sodass ich nach zwei Dritteln keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Schade, aber manchmal bringt es dann auch nichts mehr durchzuhalten bis zum Schluss. Ich denke, es ist eher eine Geschichte für Leute, die sich für höhere Psychologie interessieren und ansonsten wenig Wert auf die Auflösung eines Falls legen.



Dienstag, 17. Oktober 2017

Gemeinsam Lesen #41



Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags statt. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese gerade "Die kleine Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan und bin ungefähr auf Seite 51 von 464 (11% auf dem Reader).

Freitag, 13. Oktober 2017

Leseparty – die Alternative zur #fbm 2017


Allerorten ist dieser Tage die Frankfurter Buchmesse ein großes Thema und wie immer schaue ich dann immer etwas neidisch sowie traurig, weil ich nicht dabei sein kann, die vielen Beiträge in den sozialen Netzwerken an. 

Umso mehr freue ich mich, dass Jess von primeballerinasbooks, Petzi von dieliebezudenbuechern sowie Alexandra vom buecherkaffee und Eva von Literat(o)ur wieder an die Daheimgebliebenen denken und eine Leseparty (diesmal in der light-Version) auf die Beine stellen. 

Start war bereits gestern 18.00 Uhr und enden wird das Ganze am Sonntag um 20.00 Uhr. Am Samstag ab 20 Uhr gibt es eine gemeinsame Lesenacht bei der #Leseparty.

Wie immer feiern wir zusammen auf Facebook, Twitter und Co., beantworten Fragen, diskutieren gemeinsam und haben jede Menge Spaß. Außerdem werden sich sicherlich wieder einige Wunschzettel verlängern, denn es gibt soviele tolle Bücher zu entdecken.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wann immer ich die Sonne sehe - Michelle Schrenk


Autor: Michelle Schrenk

Format: E-Book

Seitenzahl: 212

Verlag: -

ISBN: 978-3942790307

Erscheinungsdatum: 22. September 2017

Ebenfalls als Taschenbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist einfach toll mit der großen Sonne im Hintergrund und der Kombination aus gelb und pink. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man mehrere Dinge, wie zum Beispiel die Noten und die Kette, die in der Geschichte immer wieder eine wichtige Rolle spielen.


Erste Sätze:


»Du weißt, wie das mit Versprechen ist, oder? Sie dürfen nicht gebrochen werden.«


Inhalt:


Mia ist am Boden zerstört als sie gleichzeitig ihren Job sowie ihre Wohnung verliert. Hinzu kommt die Trauer um ihre große Liebe Kai, die sie auch ein Jahr nach dem Tod immer wieder einholt. Nachdem sie völlig aufgelöst beinahe in ein Auto läuft, erhält sie von ihrer Freundin einen wichtigen Brief mit einer Aufgabe, den ihr Ehemann einst für sie schrieb. Mia schöpft neue Hoffnung und bringt mit kleinen Veränderungen eine Kettenreaktion in Gang, die ihr Leben völlig verändert. Und dann ist da ja auch noch Hannes, der ihr dabei hilft die Lichtblicke und die kleinen Wunder des Alltags zu erkennen und richtig zu deuten.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Gemeinsam Lesen #40


Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags statt. Teilnehmen darf jeder wann immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen dürfen auch nach Dienstag noch beantwortet werden.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese gerade "Schwarzer Lavendel" von Remy Eyssen und bin auf Seite 45 von 464.