Dienstag, 21. Oktober 2014

Winterapfelgarten - Brigitte Janson

Bildquelle: Ullstein Buchverlage

   Autor: Brigitte Janson

   Verlag: List Taschenbuch

   Seitenzahl: 336

   ISBN: 978-3-548-61230-0

   Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2014

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

   zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

   oder bei: Amazon





"Manche junge Apfelbäume brauchten viel Wasser und gute Erde, um groß und stark zu werden, manche Freundschaften brauchten Zeit und Stille, um zu wachsen." (Seite 209)



Cover:


Das Cover finde ich sehr schön und einladend. Darauf sind kunterbunte Apfelhälften abgebildet, die sich auch auf den Innenseiten des Buches sowie am Anfang jedes Kapitels wiederfinden, und ich finde es passt einfach perfekt zur Geschichte.



Erster Satz:


Claudia wusste, was er sagen würde.



Inhalt:


Claudia Konrad soll nach dreißig Jahren, als Fachverkäuferin in einer Parfümerie, aus Altersgründen ins Warenlager versetzt werden. Sie kündigt stattdessen auf der Stelle ihren Job und irrt anschließend durch Hamburg. Als sie sich später auf einer Bank ausruhen will, findet sie einen Apfel in Form einer Glocke und beginnt zu rätseln über die Apfelsorte und dessen Herkunft. Bei einem Ausflug mit ihrer besten Freundin Sara begegnet ihr später der gleiche Apfel und sie kauft daraufhin ein baufälliges Haus im Alten Land bei Hamburg. Gemeinsam mit der frisch geschiedenen Sara und ihrer Tochter Jule, die nach einem Reitunfall nicht mehr richtig gehen kann, beginnt sie das Haus wieder aufzubauen und Pläne zu schmieden für ihre berufliche Zukunft. Die Witwe Elisabeth strandet nach einer Autopanne auf dem "Glockenhof" und wird schließlich zur guten Seele des Hauses.



Meine Meinung zum Buch:


Claudia, Sara, Jule und Elisabeth stehen alle vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Claudia hat sich jahrelang aufgeopfert für ihren Beruf als Verkäuferin in einer Parfümerie und achtet sehr auf ihr Äußeres sowie ihre Figur. Sie ist in einer Beziehung mit dem Italiener Gianluca, aber der hat als Erbe eines Modehauses nur selten Zeit für sie.

Sara lebt nach der Scheidung alleine in einem großen Haus, und nachdem ihr Sohn Leo zum Studium nach Schottland gezogen ist, fühlt sie sich sehr einsam. Ihren Beruf als Hebamme hatte sie nach der Geburt ihres Sohnes aufgegeben und da sie sich in der großen Villa einfach nicht mehr wohlfühlt, beschließt sie fortzuziehen.

Jules Traum von der Karriere als Berufsreiterin ist geplatzt. Nach einem Reitunfall hat sie ein verkürztes Bein und versinkt im Selbstmitleid. Die Physio-Stunden hat sie schon lange geschwänzt und die Wohnung verlässt sie kaum noch.

Elisabeth möchte nach dem Tod ihres Mannes endlich auf Reisen gehen. Sie fühlt sich ebenfalls einsam und hat durch die jahrelange Pflege ihres kranken Mannes nur noch Kontakt zur Schwägerin, die sie ständig zum Einzug ins Seniorenheim überreden möchte. Ihr Sohn lebt im Ausland und ihm möchte sie nicht zur Last fallen. Allerdings kommt sie mit ihrem alten VW Käfer nur bis zum "Glockenhof" von Claudia.

Die Geschichte rund um Claudia, Sara, Jule und Elisabeth ist beschaulich und ruhig, aber dennoch sehr spannend. Der Nachbar Johann hütet ein Geheimnis und möchte sie anfangs nicht auf dem Nachbarhof haben. Die einzige, mit der er sich auf Anhieb gut versteht, ist Claudias Tochter Jule.

Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht der einzelnen Protagonisten und so findet man sich sehr gut in die Handlung sowie die jeweiligen Personen. Welche Rolle Elisabeth in der Geschichte spielt war mir anfangs unklar, aber als sie schließlich auf dem Hof strandete und versuchte sich dort nützlich zu machen, machte sie genauso wie die anderen drei Frauen eine tolle Entwicklung durch.

Brigitte Janson hat einen sehr angenehmen Schreibstil und so fiel es mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Sie beschreibt die einzelnen Szenen bildhaft und somit sehr gut vorstellbar. Die vier Frauen sind sehr verschieden, waren mir jedoch auf Anhieb sympathisch. Allerdings konnte ich mich mit dem Nachbarn Johann nicht so recht anfreunden. Einerseits reagierte er großartig auf Jule und half ihr mit seiner groben Art und Weise sehr, ins Leben zurück zu finden, andererseits fand ich sein Benehmen Claudia gegenüber unmöglich. Die Beweggründe den Apfelgarten zu kaufen, fand ich etwas unglaubwürdig. Dennoch hat mir der Roman sehr gefallen und ich fand es toll, welche Entwicklung die Frauen auf dem Hof durchmachten und die großartige Freundschaft, die die Frauen dadurch am Ende verbindet.



Fazit:


Ein wundervolles Buch rund um die Freundschaft der vier Frauen, bei dem man am Ende erkennt, welche Chance ein Neubeginn sein kann. 




                                                            ★ ★ ★ ★ 





P.S.: Ich bedanke mich bei List und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.


Kommentare:

  1. Oh schön jetzt freu ich mich noch mehr drauf :-)
    Lg Sonja

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    1. Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß mit dem Buch. Ich bin gespannt auf deine Rezi :)

      Liebe Grüße Diana

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  2. Hallo liebe Diane.

    "Winterapfelgarten" klingt nach einem echt tollen Buch! Das Cover finde ich echt superschön!
    Ich habe dich gerade durch Zufall entdeckt und spontan beschlossen,
    gleich als Leserin hierzubleiben. Dein Blog ist wirklich schön!

    Mein kleiner Bücherblog: walkingaboutrainbows.blogspot.com
    Vielleicht hast du ja Lust, auch mal vorbeizuschauen, was mich total freuen würde :)

    Viele liebe Grüße, Rainbow ♥☼

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    1. Diana* (blöder Laptop *grrr*)

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    2. Hallo,

      da freue ich mich sehr :) Deinen Blog kenne ich übrigens schon und bin bereits Leser über Google Friend Connect.

      Liebe Grüße Diana

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