Dienstag, 12. April 2016

Die verlorenen Zeilen der Liebe - Astrid Korten



Autor: Astrid Korten

Verlag: Montlake Romance

Seitenzahl: 198

ISBN: 978-1477849859

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

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Cover:


Das Cover ist einfach traumhaft schön, mit dem Eiffelturm im Hintergrund. Im Vordergrund sieht man ein verliebtes Paar und bei genauerem Hinsehen, entdeckt man ganz schwach einige Briefzeilen, die sich über das ganze Cover erstrecken.


Erste Sätze:


Sie würde in Kürze heiraten. Vielleicht hatte sie deshalb entschieden, sich von den Briefen ihrer Schwester Lilly für immer zu trennen. Vielleicht hatte sie auch deshalb ihre Dachterrasse wieder in einen Garten verwandelt, wie zu Lillys Zeiten.


Inhalt:


Die einundzwanzigjährige Lilly zieht für ihr Literatur-Studium nach Paris, wo sie im Haus einer Tante wohnen kann und sich sofort wohl fühlt. Nebenbei jobbt sie im Café de Flore und lernt dort wenig später den verheirateten Armand kennen. Dieser macht ihr zwar von Anfang an klar, dass er seine Ehefrau nicht verlassen wird und dies nur eine Affäre für ihn bleiben wird, aber Lilly ist so überzeugt von der Kraft der Liebe, dass sie alle Warnungen in den Wind schlägt. In den Briefen an ihre Schwester Chloé nennt sie ihn liebevoll ihren Monsieur Inconnu, aber als Armand die Beziehung schließlich abrupt beendet, fällt sie in ein tiefes Loch und beginnt endlich, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.


Meine Meinung zum Buch:


Als ich das Cover dieses Romans das erste Mal entdeckte, wollte ich ihn unbedingt lesen. Wobei ich eigentlich gar kein großer Anhänger bin von Büchern, in denen es vordergründig um Briefe geht. Da hier jedoch auch eine romantische Handlung neben dem Schriftverkehr besteht, konnte mich die Geschichte sehr schnell in seinen Bann ziehen.

Lilly wirkt sehr unsicher und verletzlich als sie in Paris ankommt. Von ihrer Mutter fühlte sie sich nie richtig geliebt, hatte jedoch zu ihrer Schwester Chloé immer ein inniges Verhältnis. In Paris möchte sie endlich die Liebe kennenlernen und lernt wenig später den verheirateten Armand kennen, ihren Monsieur Inconnu. In den Briefen an ihre Schwester beschreibt sie all ihre Sorgen und Ängste, aber auch die schönen Momente mit Armand, sodass Chloé nach deren Tod zutiefst bestürzt ist und sich schwere Vorwürfe macht.

Obwohl mir Lilly auf Anhieb sympathisch war, hatte ich doch auch leichte Schwierigkeiten mit ihrer Naivität, und konnte nicht so ganz nachvollziehen, warum sie sich trotz der Warnzeichen auf diese Affäre mit Armand einließ. Dennoch hoffte ich auch, dass Armand sich verändern würde und das Ganze doch noch eine positive Wendung nehmen würde.

Der Schreibstil hat mich sehr berührt und durch die zauberhaften Briefe von Lilly, ist dieses Buch zugleich sehr poetisch und tiefgründig. Ich habe mir immer wieder den Kopf zerbrochen über die Protagonistin und auch Tage nach dem Lesen, fiel es mir schwer, ein Gesamturteil zu fällen, da die Probleme am Ende so nicht vorherzusehen waren. Der Handlungsort Paris wurde beim Lesen immer wieder ins Bewusstsein gerufen und ich konnte das kleine Café sowie einige Plätze gut bildlich vor mir sehen, auch wenn ich sie persönlich nur von Fotos kenne.

Mit dem Ende der Geschichte habe ich allerdings große Probleme. Da der Prolog ja schon einiges verriet über den Schluss, hatte ich zwar meine Vermutungen, aber ich fand das Ende dann doch sehr verwirrend und abrupt. Ich möchte nicht zu viel darüber verraten, aber ich hatte mir da einfach etwas anderes erhofft und stattdessen blieben mir da am Ende zu viele Fragen offen.

Mein Fazit:


Die verlorenen Zeilen der Liebe, ist ein Buch, das mich auch Tage später noch sehr beschäftigt. Einerseits finde ich es schade, dass es "nur" so kurz war, denn ich hätte Lilly gerne noch sehr viel länger durch Paris begleitet, aber gleichzeitig war von vornherein klar, dass diese Geschichte nur dramatisch enden konnte.



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