Freitag, 11. März 2016

Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker - Renate Bergmann


Autor: Renate Bergmann

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Seitenzahl: 224

ISBN: 978-3499236907

Erscheinungsdatum: 1. Juli 2014

Ebenfalls als E-Book sowie Hörbuch erhältlich!

zu kaufen bei: Rowohlt Verlage

oder bei: Amazon



Cover:


Ich finde das Cover absolut passend und genauso stelle ich mir Oma Renate und einer ihrer Freundinnen vor.


Erste Sätze:


Guten Tag. Ich heiße Renate BERGM HUUUUCH JETZT SCHREIBT DAS HIER ALLES GRO?
WAS ISt jetzt ... jetzt geht es wieder.
Entschuldigen Sie.


Inhalt:


«Deutschlands bekannteste Twitter-Omi.» (Bild) hat Zucker und «Ossiporose», schläft unter einer Heizdecke und hat «den Krieg nicht überlebt, um Kunstfleisch aus Soja zu essen.»: Renate Bergmann 82, aus Berlin. Ihre Männer liegen in Berlin auf vier Friedhöfe verteilt, das Gießen dauert immer einen halben Tag. Und à propos tot, Renate und ihre beste Freundin Gertrud haben ein schönes Hobby: Die beiden suchen sich in der Zeitung eine nette Beerdigung raus, ziehen was Schwarzes an, und dann geht es los. Zwei alte Damen mehr oder weniger am Buffet – da schaut keiner so genau hin.

Denn schließlich: «Die meisten denken ich bin eine süße alte Omi. Aber ich kann auch anders.»


Meine Meinung zum Buch:


Seit mehreren Jahren verfolge ich nun bereits die Beiträge von Oma Renate bei Facebook sowie Twitter und sie schafft es damit immer wieder mich zum schmunzeln zu bringen. Der Autor Torsten Rohde, der hinter dem Pseudonym Renate Bergmann steckt, hat hier wirklich eine realistische rüstige Rentnerin  erschaffen, die tatsächlich so existieren könnte. Und trotzdem ist sie ein absolutes Unikat.

Renate Bergmann ist 82 Jahre alt, hat vier Ehemänner überlebt und dabei auch ein kleines Sümmchen geerbt. Trotzdem spart sie wo es geht und verbringt ihre Freizeit damit, gemeinsam mit ihrer Freundin Ilse sowie deren Ehemann Kurt, auf Schnäppchenjagd zu gehen. Den Spruch: Wer rastet, der rostet! hat sie tief verinnerlicht und so lässt sie uns teilhaben an ihrem aufregenden Alltag beim Seniorentreff, dem Computerkurs, Kaffeefahrten bis hin zu den Beerdigungen wildfremder Menschen.

"Wissen Sie, ich habe die Mauer, vier Ehemänner und 217 Folgen "Denver Clan" überlebt, und nun regiert eine FDJ-Sekretärin Deutschland - es kommt nicht immer alles, wie man es erwartet und sich vorstellt." (Zitat S. 22)

Das Buch liest sich leicht sowie urkomisch, und auch wenn mir natürlich klar ist, dass Renate Bergmann nur ein fiktiver Charakter ist, so habe ich trotzdem das Gefühl, sie bereits seit Jahren persönlich zu kennen. Vielleicht liegt das an den täglichen Posts bei Facebook sowie Twitter, aber man muss sie einfach mögen. Was mir bei dem Buch ein wenig fehlte, war die durchgängige Handlung. Es war stellenweise ein großes Durcheinander, da es so geschrieben ist, wie es die Omi erzählt. Hier und da fallen ihr dann mittendrin rückliegende Erlebnisse ein oder sie schweift mittendrin ab. Von daher kam da auch nur mäßige Spannung auf, aber vielleicht ist das in den Folgebänden dann anders. Die humorvollen Szenen mit Kurt und Ilse sowie ihre Erzählungen über Tochter Kirsten und Nachbarin Manja Berber machen jedoch vieles wieder wett und auch einige Personen der Öffentlichkeit beschreibt sie so trocken aus ihrer Sicht, dass ich Tränen gelacht habe.

"Es gibt drei Dinge, die einen anständigen Menschen ausmachen: saubere Fingernägel, ordentliche Unterwäsche und dass das Bett zum Lüften rausgehängt wird." (Zitat S. 203)

Mein Fazit:


Wer regelmäßig die Beiträge der rüstigen Omi bei Facebook oder Twitter liest, der sollte dieses Buch unbedingt lesen! Unterhaltsame und schräge Anekdoten aus dem Leben von Frau Bergmann wechseln sich ab und machen das Ganze zu einem herrlichen Zeitvertreib. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sternen.



Kommentare:

  1. Huhu!
    Dieses Buch steht schon ewig auf meiner Wunschliste. Danke für die Rezension.
    lg Sonja

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    1. Huhu,

      es liest sich herrlich und Renate Bergmann muss man einfach mögen :)

      Liebe Grüße
      Diana

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