Samstag, 2. Januar 2016

Trauer ist eine lange Reise - Georg Koeniger

Autor: Georg Koeniger

Format: E-Book

Verlag: Malik

Seitenzahl: 256

ISBN: 978-3-89029-467-4

Erscheinungsdatum: 14. September 2015

Gebundene Ausgabe: 19,99€           E-Book: 16,99€

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon


Cover:


Das Cover gefällt mir gut, allerdings passt es meiner Meinung nach nicht so recht zum Titel sowie zum Inhalt. Da fehlt mir etwas die Ernsthaftigkeit der Geschichte, und ich hätte mehrere Fotos oder vielleicht eins der Fotos, die der Autor während der Reise machte - im Großformat - gut gefunden.


Erster Satz:


Schon das Packen ist nicht unproblematisch.


Inhalt:


Der Würzburger Kabarettist Georg Koeniger möchte sich eine Auszeit nehmen. Da seine an Krebs verstorbene Frau immer den Wunsch hatte, den Jakobsweg zu wandern, entschließt er sich mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela zu fahren. Im Gepäck hat er eine Miniurne seiner Frau Andrea, welche ihm das Gefühl gibt, sie würde ihn auf dieser Reise begleiten. Während Georg Koeniger versucht, seine Trauer endlich hinter sich zu lassen, hat er mit den kleineren sowie größeren Problemen einer solchen Reise zu kämpfen, lernt wundervolle Menschen kennen und erinnert sich an die letzen Monate mit seiner kranken Frau.


Meine Meinung zum Buch:


"Trauer ist eine lange Reise" ist ein Buch, das ich bisher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Mir war weder der Autor noch die Geschichte bekannt und höchstwahrscheinlich hätte ich mich aufgrund des Covers auch nicht unbedingt angesprochen gefühlt. Da ich es überraschend über ein Pilotprogramm von Jellybooks.de erhielt, wurde meine Neugier jedoch geweckt und ich begann mit dem Lesen.

Georg Koeniger arbeitet als Kabarettist und ist zunächst schockiert, als er erfährt, dass seine Frau an Lungenkrebs erkrankt ist. Ausgerechnet Andrea, die immer sportlich war, nicht rauchte und sich gesund ernährte. Während anfangs noch die Zuversicht überwiegt, und sich alle sicher sind, dass sie geheilt werden kann, schreitet die Krankheit rasant voran und Georg fühlt sich mehr und mehr überfordert mit der schwierigen Situation. Mich hat der Autor mit dieser Geschichte wirklich von Anfang an berührt und ich fand es bewundernswert, mit welcher Ehrlichkeit er über den Umgang mit seiner kranken Frau schreibt sowie über die Trauer nach deren Tod.

Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt, die sich immer wieder abwechselnd zwischen den Erlebnissen, die er auf dem Jakobsweg durchlebt sowie den Erinnerungen an seine geliebte Frau. Mir gefielen diese ständigen Wechsel besonders gut, da so ein ständiger Wechsel zwischen humorvollen sowie bedrückenden, ernsthaften Eindrücken stattfand. Das Thema Jakobsweg war mir zwar bekannt, aber bisher hatte ich mich nie näher mit diesem Thema befasst. Man hat auch nie das Gefühl, einen Reisebericht zu lesen, da Koeniger in diesem Buch so viele tolle Erfahrungen (mitmenschliche aber auch witzige und chaotische) schildert, dass niemals Langeweile aufkommt. Lediglich zum Ende hin fand ich es stellenweise etwas zu langatmig.

Mein Fazit:


Mich hat dieser Roman überrascht und während des Lesens immer wieder zum Nachdenken gebracht. Er ist zugleich ernsthaft und traurig, aber oftmals auch voller Hoffnung und Glück. Ein besonderes Buch, das ich gerne weiterempfehle und das mich voller Dankbarkeit zurücklässt.




Kommentare:

  1. Frohes neues Jahr! :)
    Ich kannte das Buch bisher gar nicht und wurde jetzt durch Deine Rezi darauf aufmerksam.
    Werde es mir auf jeden Fall mal auf den Merkzettel packen, denn es klingt ganz gut. Vielleicht gibt es das ja sogar als Hörbuch, ich schau gleich mal :)
    LG Ela

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    1. Hallo Ela,

      ich kannte das Buch auch überhaupt nicht, aber es liest sich so schön. Mich hat es trotz des ernsten Themas viel Freude bereitet. Als Hörbuch ist es glaube ich nicht erhältlich, aber vielleicht magst du es ja auch lesen.

      Liebe Grüße
      Diana

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    2. Danke, hab es gestern auch schon gesehen also ist das Buch nun auf die Wunschliste gewandert :)
      Manchmal sind mir Hörbücher einfach lieber, vor allem bei Thriller aber bei solchen Handlungen wie bei diesem hier, ist es mir dann eigentlich egal ob ich lese oder höre.
      LG Ela

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