Montag, 24. August 2015

Ohne Ziel ist der Weg auch egal - Michaela Grünig


Autor: Michaela Grünig

Format: E-Book

Seitenzahl: 313

Verlag: Knaur

Als Taschenbuch verfügbar ab dem 01. Oktober 2015

zu kaufen bei: Droemer Knaur

oder bei: Amazon





Cover:


Das Cover erinnert ein wenig an einen Irrgarten und sticht, aufgrund der auffälligen Farben, auf jeden Fall ins Auge. Auch wenn ich den Titel etwas irreführend finde, da die Protagonistin ja ein erklärtes Ziel hat, finde ich ihn passend. Ich denke mal, dass damit lediglich wieder Bezug zum Irrgarten genommen werden sollte.


Erster Satz:


Ich stand am Abgrund.


Inhalt:


Lenja wurde gerade erst von ihrem Freund Ben verlassen und hat bereits mehrere gescheiterte Versuche hinter sich, ihn zurück zu erobern. Da dieser nun vorhat, sich "Ärzte ohne Grenzen" anzuschließen und auf unbestimmte Zeit nach Nicaragua zu gehen, sieht Lenja nur noch einen Ausweg ihn davon abzuhalten. Sie verkleidet sich als sechsundsiebzigjährige, pensionierte Kunsthändlerin, und zieht in das Seniorenheim, in dem Ben vor seiner Abreise eine Stelle als Schwangerschaftsvertretung übernommen hat. Ihr bester Freund Tim versucht unterdessen seine Produktionsfirma, für die Lenja die Drehbücher schreibt, zu retten und stößt dabei auf einen kurz zuvor vorgefallenen Fall, bei dem zwei Angestellte des Seniorenheimes übel zugerichtet wurden. Gemeinsam mit Lenjas Freundin Beate macht er sich auf die Suche nach dem Täter.


Meine Meinung zum Buch:


Nachdem mich bereits Michaela Grünigs Roman "Frisch entführt ist halb gewonnen" positiv überraschte, wollte ich auch ihr neuestes Werk unbedingt lesen. Die Kombination aus Liebesroman sowie Krimi ist der Autorin auch hier wieder bestens gelungen und ich mag es, wie Michaela Grünig den Leser ständig in eine andere Richtung lenkt.

Lenja kam mir anfangs etwas unsicher vor und leicht durchgeknallt, da sie an einem Abgrund steht und über ihr verkorkstes Liebesleben nachdenkt. Allerdings merkte ich schnell, dass sie eins zumindest nicht ist: unsicher. Im Gegenteil, sie ist selbstbewusst, weiß sehr genau, was sie will und verfolgt den Plan, ihren Ex-Freund Ben zurück zu erobern zielstrebig. Dass ihre Tarnung als sechsundsiebzigjährige zwangsläufig nur auffliegen kann, steht außer Frage, aber bis dahin passiert so einiges im Seniorenheim, in dem sie neben Bens Großmutter auch dem sympathischen Praktikant Adam ständig über den Weg läuft. Außerdem findet sie schnell Freunde unter den lebenserfahrenen Einwohnern des Heimes und gelangt aufgrund ihrer Tarnung in die herrlichsten Situationen.

Der lockere, leichte Schreibstil gefällt mir sehr und durch die enthaltenen Krimi-Anteile wurde das Buch schnell spannend, so dass man bereits nach wenigen Seiten gefesselt war. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass man öfters mal kleine Pausen einlegen kann, und wechseln sich ab zwischen Lenjas Erlebnissen sowie dem, was ihrem besten Freund Tim währenddessen widerfährt. Der eingebaute Kriminalfall bleibt spannend bis zum Ende und Lenja tritt immer wieder in einige Fettnäpfchen, da sie ihre Tarnung nicht rund um die Uhr aufrecht erhalten kann. Besonders gefallen haben mir bei dieser Geschichte die lebenserfahrenen Nebencharaktere, wie zum Beispiel Herr Warstein, Leopold sowie Dieter, die schnell merken, dass Lenja alias Karla Meyer anders ist, als die üblichen älteren Damen.

Mein Fazit:


"Ohne Ziel ist der Weg auch egal" ist eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch. Die Mischung aus Liebesroman und Krimi ist Michaela Grünig auch mit diesem Werk wieder bestens gelungen und die liebenswürdigen Nebencharaktere machen dieses Buch zu einem humorvollen Roman, bei dem man bestens abschalten kann.








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