Mittwoch, 17. Juni 2015

Apfelgrüne Aussichten: Ein Brägenbeck-Roman - Annell Ritter

Autor: Annell Ritter

Format: eBook

Verlag: Forever

Seitenzahl: 320

ISBN: 978-3-95818-044-4

Erscheinungsdatum: 08. Mai 2015

zu kaufen bei: Ullstein Buchverlage

oder bei: Amazon





Cover:


Das Cover ist gewohnt schlicht gehalten und passt prima zum ersten Band der Reihe. Man sieht darauf mehrere kleine Gegenstände sowie den in unterschiedlichen Tönen bzw. Mustern gestalteten Titel.


Erster Satz:


"Jetzt habe ich Sie endlich erwischt, Frau Schwanenfels!"


Inhalt:


Carla hat sich gut in dem kleinen Örtchen Brägenbeck eingelebt und die Zimmer ihrer kleinen Pension waren während der Ferien fast durchgehend ausgebucht. Gemeinsam mit ihrem Freund Kai plant sie weitere Zimmer zu renovieren, um mehr Gäste aufnehmen zu können sowie den Ausbau des Dachstuhls. Allerdings macht ihr Großbauer Johannsen nach wie vor das (Land)Leben schwer und versucht mit allen Mitteln eine Schließung der Pension zu erwirken. Umso mehr freut sich Carla auf den Besuch ihrer besten Freundin Lou, die währenddessen in München Ärger mit der Polizei hat, da ihr Sohn neuerdings in einer Graffiti-Sprayer-Gang aktiv ist. Wenig später reist auch noch deren Friseur Jacques mitsamt Hund an und der Nachbarschaftsstreit gegen den Bauern Johannsen geht in die nächste Runde.


Meine Meinung zum Buch:


Nachdem mir der erste Band der Reihe "Sommer in Grasgrün" bereits sehr gefiel, wollte ich nun unbedingt auch die Fortsetzung der Geschichte lesen und freute mich auf ein Wiedersehen mit den amüsanten Protagonisten.

"Apfelgrüne Aussichten" schließt fast nahtlos an den ersten Band an und dennoch ist einiges passiert in der Zwischenzeit. Carla ist ausgefüllt mit ihrer Arbeit in der Pension und lebt nach wie vor glücklich in ihrer Beziehung zu Kai. Sie macht Kräuterwanderungen mit ihren Gästen und gemeinsame Kochabende, so dass diese sich bestmöglich von ihrem stressigen Alltag erholen und die Ruhe der Natur genießen können. Dabei kommt es jedoch beinahe zu einer Vergiftung der Gäste und Carla entschließt sich daraufhin die Selbstversorgerin Gundula einzustellen.

Ich war bereits nach wenigen Seiten wieder mittendrin im Geschehen und durch die eingebauten kurzen Rückblenden in die Vergangenheit, kann man diese Fortsetzung auch problemlos lesen ohne den ersten Band zu kennen. Der Schreibstil ist locker sowie humorvoll und spätestens mit der Ankunft von Lou und Jacques zieht in Brägenbeck wieder das große Chaos ein und es geht alles drunter und drüber. Dennoch fehlten mir etwas die außergewöhnlichen Charaktere aus dem ersten Band, wie zum Beispiel der Dorfpolizist Wendelin Meyerbär, der zwar immer wieder mal kurz erscheint, aber diesmal eher sachlich und ernsthaft wirkt und auch die italienische Familie, die hier nur kurze Erwähnung findet. Stattdessen treten dieses Mal Lou sowie deren Sohn und der gemeinsame Freund Jacques mehr in Erscheinung, der mir jedoch viel zu klischeebehaftet erschien. Seine zusammengewürfelten Sätze aus deutschen und französischen Worten fand ich auf Dauer doch recht anstrengend und unglaubwürdig. Auch Lou kam mir dieses Mal viel zu brav und ordentlich daher.

Die Handlung an sich ist wieder sehr ereignisreich und es passiert viel im kleinen Ort Brägenbeck. Allerdings denke ich, man hätte aus der ein oder anderen Situation noch mehr herausholen können. In meinen Augen wurde das diesmal alles etwas zu schnell und problemlos gelöst, was dem Ganzen dann leider etwas die Spannung nahm. Zum Ende hin blieben einige Fragen für mich ungeklärt, was jedoch auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Mein Fazit:


"Apfelgrüne Aussichten" ist eine unterhaltsame leichte Lektüre, die sich sehr gut für zwischendurch oder für die Urlaubszeit eignet. Meiner Meinung nach reicht es jedoch nicht ganz an seinen Vorgänger heran. Mir fehlten schlichtweg die besonderen Charaktere, die den ersten Band so lesenswert machten.





Die Reihe:

1. Sommer in Grasgrün
2. Apfelgrüne Aussichten

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