Dienstag, 30. September 2014

Tote trinken keinen Whisky - Auerbach & Keller


   Autor: Auerbach & Keller

   Verlag: List Taschenbuch

   Seitenzahl: 448

   ISBN: 978-3-548-61117-4

   Preis: 9,99 €

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

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Zitat:


Es ist eines, was man sagt, etwas anderes, was man tut ... und noch etwas ganz anderes, was man ehrlich fühlt. (Seite 351)



Cover:


Ich finde das Cover witzig. Man sieht darauf eine ältere Dame, die hinter einem Kühlschrank hervor schaut. Es passt zur Geschichte und den bereits erschienenen Büchern mit Pippa Bolle. Allerdings hätte ich anhand der Cover Pippa wesentlich älter geschätzt.



Erster Satz:


Ronan MacPhie stieß die Tür zum Konferenzraum des Ardshiel Hotels in Campbeltown auf und sah sich um.



Inhalt: 


Pippa Bolle reist gemeinsam mit ihrem Bruder Freddy Bolle nach Schottland. Sie wurden eingeladen zur Hochzeit ihrer Freunde Duncan und Anita. Doch bereits bei der Anreise stirbt auf mysteriöse Art und Weise eine Frau. Duncan, der Erbe einer Whiskybrennerei, wird von den Bewohnern des Ortes angefeindet, da viele ihn für einen Unfall in der Brennerei verantwortlich machen. Bei diesem wurde der Brennmeister Graham MacLeod schwer verletzt. Pippa beginnt auf eigene Faust Nachforschungen über das Unglück anzustellen und hilft nebenbei Duncans Familie, indem sie die Führungen der Reisegruppe betreut und die Übersetzungen für die Webseite erstellt. Hilfe bekommt sie bei ihren Ermittlungen von Detective Inspector Rebecca Davis und dem Profiler Pete Wesley.



Meine Meinung zum Buch:


"Tote trinken keinen Whisky" ist bereits der fünfte Band mit der Ermittlerin Pippa Bolle und obwohl ich die anderen Bände nicht kannte, habe ich mich recht schnell in die Geschichte gefunden. Das Personenverzeichnis am Anfang des Buches hat mich zwar im ersten Moment schockiert, aber die einzelnen Charaktere wurden in der Geschichte so gut beschrieben und waren so einzigartig, dass man sie sich sehr schnell einprägen konnte. Besonders ans Herz gewachsen ist mir im Laufe der Geschichte Archie mit seinen Mädchen, wie er seine Schafe liebevoll bezeichnet. Er hat eine Pinnwand im Wohnzimmer, an der Polaroid-Fotos aller Schafe hängen, mit Name und Rasse versehen. 

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und Pippa Bolle, aus deren Sicht die Geschicht erzählt wird, war mir mit ihrer aufgeschlossenen Art sofort sympathisch. An manchen Stellen jedoch, hätte ich mir gewünscht, dass sie einfach mal etwas aufbrausender ist oder lauter wird. So erschien sie mir manchmal etwas zu fad und zu korrekt. Amüsant fand ich jedoch die kleinen Kabbeleien mit ihrem Bruder Freddy. Pippa, die in Berlin als Übersetzerin arbeitet und dort eine Haushüteragentur betreibt, hat ihre ganz eigenen Ermittlungsmethoden. Sie hört sich bei den Menschen im Ort um und beobachtet sehr genau das Verhalten der jeweiligen Personen. 

Sehr gut gefallen haben mir die anschaulichen Beschreibungen über Schottland und über die Tradition der Whiskyherstellung. Bisher war Whisky für mich immer einfach "nur" ein alkoholisches Getränk, nach der Lektüre dieses Buches jedoch, habe ich viel dazugelernt über die Bedeutung als Nationalgetränk Schottlands und die Herstellung des Whiskys. Die Autoren haben hier wirklich gut recherchiert.

Insgesamt gesehen, denke ich "Tote trinken keinen Whisky" ist ein solider Krimi, der spannend ist bis zum Ende und der durch seine tollen Charaktere besticht. 




                                                               ★ ★ ★ ★ 





P.S.: Ich bedanke mich bei List und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.  





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