Freitag, 26. September 2014

Schrippenblues - Moses Wolff

Bildquelle: Goldmann Verlag

   Autor: Moses Wolff

   Verlag: Goldmann Verlag

   Seitenzahl: 289

   ISBN: 978-3-442-48099-9

   Preis: 8,99 €

   Ebenfalls als eBook erhältlich!

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Cover:


Das Cover sieht toll aus und passt super. Man sieht im Vordergrund den Bauch eines Mannes im Trachtenanzug und im Hintergrund Berlin mit dem Fernsehturm.



Erster Satz:


Griaßeich! Herzlich willkommen auf dem Berg!



Inhalt:


Der Wildbach Toni ist Bergführer und bei einer seiner Wanderungen kommt es zu einem Streit mit zwei Berlinern die Nikolausbärte und Schlumpfmützen tragen. Kurz darauf trifft er in der Stammkneipe auf seine Freundin, des Tinerl, und die überrumpelt ihn mit einem Heiratsantrag. Dem Toni geht das jedoch alles etwas zu schnell und er kann das nicht so spontan entscheiden. Sein Tinerl ist sehr verletzt und reist gemeinsam mit den beiden nikolausbärtigen Schlumpfmützenträgern nach Berlin. Nachdem ihm seine Freunde im Dorf raten: "Hintrher muascht!" beschließt er sie zurückzuholen. 



Meine Meinung zum Buch:


"Schrippenblues" ist die Fortsetzung des Romans "Der Wildbach Toni". Da es sich jedoch um abgeschlossene Geschichten handelt, kann man "Schrippenblues" problemlos lesen, ohne den 1. Band zu kennen. 

Mich lässt dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Einerseits fand ich die Idee sehr gut - ein bayerischer Bergführer, der seiner Freundin nach Berlin nachreist und dann feststellen muss, dass so eine Großstadt wie Berlin, alles andere als einfach zu bewältigen ist. Andererseits fand ich das Buch teilweise sehr langatmig und die Handlung plätscherte so dahin. 

Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gefallen und auch die Reise nach Berlin war recht amüsant beschrieben, danach jedoch passierte einfach kaum noch was und es wurden lediglich Tonis täglichen Ausflüge durch irgendwelche Kneipen oder Straßen in Berlin beschrieben. Mir fehlte dabei schlichtweg die Spannung und die nächtlichen Sex-Eskapaden passten meiner Meinung nach einfach nicht zu diesem Charakter. 

Toni wirkte auf mich anfangs eher konservativ und naturverbunden und ich fand die Beziehung zu Bettina, die in Berlin dann eher nebensächlich wurde, passte da nicht so richtig dazu. In Berlin mauserte sich Toni dann plötzlich zum Macho und ließ bei den Frauen nichts anbrennen. 

Der Schreibstil war anfangs auch etwas schwer lesbar, da vieles in Dialektsprache war, das ich mehrfach lesen musste um es zu verstehen. Man muss sich für dieses Buch auf jeden Fall Zeit nehmen und für schnell mal zwischendurch ist es eher ungeeignet. 

Alles in allem denke ich, "Schrippenblues" ist ein unterhaltsamer Roman, der vor allem durch seinen versteckten Humor besticht. Bei der Umsetzung jedoch fehlt der Geschichte die nötige Spannung und es erinnert eher an einen Reisebericht.



                                                                   ★ ★ ★ ☆ 







Kommentare:

  1. Mal wieder eine schöne Rezi von Dir :-) lese zwischendurch solche Geschichten auch mal ganz gerne. LG Tanja

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    1. Dankeschön für Deinen lieben Kommentar und Deinen Besuch :) Ich hatte mir von dem Buch leider etwas mehr erwartet, aber den 1. Teil (Der Wildbach Toni) möchte ich trotzdem noch lesen, da er viele gute Rezensionen bekommen hat bisher.

      LG und einen schönen Sonntag Diana

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