Samstag, 9. August 2014

High Heels und Gummistiefel - Muriel Zagha



    Autor: Muriel Zagha


    Verlag: Goldmann Verlag

    Seitenzahl: 416

    ISBN-978-3-442-47191-1

    Preis: 8,99 Euro

    ebenfalls als eBook erhältlich!

    zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

    und bei: Amazon




Cover:


Das Cover ist schlicht und einfach gehalten, aber mir gefällt der Schriftzug mit den kleinen Bildern, die viel über den Inhalt der Geschichte aussagen, sehr gut. Man sieht den Eifelturm sowie einen Londoner Bus und eine Quitte, einen Spaten sowie ein Kleid, einen Hut und einen Schal. 



Erster Satz:


Also, es gab überhaupt keinen Grund, in Panik zu geraten.



Inhalt: 


"Seriöse, zuverlässige junge Französin möchte ab Anfang Juli für ein Jahr Wohnung in Paris (linkes Seine-Ufer) gegen ähnliche Wohnmöglichkeit (ruhige Lage bevorzugt) in London tauschen."

Die Französin Isabelle sucht eine Wohnung in London, um einige Quellen über die Schriftstellerin Meredith Quince zu recherchieren. Sie möchte ein Jahr lang in London leben und ihre Doktorarbeit währenddessen schreiben.

Auf ihre Annonce meldet sich Daisy, die in der Modebranche tätig ist und in Paris eine neue Herausforderung sucht. Die beiden tauschen daraufhin ihre Wohnung für zwölf Monate, ihren Freundeskreis und ihre Mitbewohner und das Leben beider Frauen ändert sich daraufhin grundlegend.



Meine Meinung zum Buch:


"High Heels und Gummistiefel" handelt abwechselnd aus der Perspektive von Daisy, die nach Paris geht, und Isabelle, die für ein Jahr nach London zieht. Die einzelnen Kapitel sind immer mit dem Namen der jeweiligen Protagonistin betitelt, was ich sehr hilfreich fand, denn so wusste man immer gleich, wo die Handlung gerade statt findet.

Die Studentin Isabelle war mir mit ihrer zurückhaltenden Art auf Anhieb sympathisch und ihre Suche nach den Manuskripten der Schriftstellerin Meredith Quince sowie ihre merkwürdige Beziehung mit dem Franzosen Clothaire, gaben dem Buch die nötige Spannung. Über die Engländerin Daisy dagegen hätte ich gerne noch mehr erfahren, denn ihre Beweggründe nach Paris zu gehen, habe ich nicht so ganz verstanden. Isabelles Mitbewohner in London, Chrissie und Jules, haben mich oftmals schmunzeln lassen. Chrissie ist schwul und entwirft Hüte für eine bekannte Designerin, Jules spielt in einer Gothic Band und arbeitet tagsüber in einem Sex-Shop. Beide freunden sich sehr gut mit Isabelle an und helfen Isabelle mit ihren Ratschlägen sehr, ihr Leben grundlegend zu verändern. 

Daisy hat in diesem einem Jahr in Paris eher weniger Glück. Sie tut sich etwas schwer mit Isabelles Freunden und weiß am Ende nicht mehr, wem sie eigentlich noch trauen kann. Dabei wollte sie zwischenzeitlich sogar für immer in Paris bleiben.

Mir haben besonders die Beschreibungen aus der Sicht von Daisy gefallen in Paris und ich fand die Stadt sowie die Menschen dort wurden sehr gut beschrieben im Buch. Dagegen fand ich, die Beschreibungen über London waren etwas dürftig. Sehr gerne hätte ich mehr erfahren über diese großartige Stadt und die Londoner selbst. 

Alles in allem war das Buch teilweise recht witzig und locker geschrieben, enthielt jedoch auch viele nachdenkliche Stellen. Das richtige Buch für verregnete Urlaubstage, bei dem man sich herrlich wegträumen kann. Das Ende war für mich dann doch recht überraschend und alles in allem ist es eine sehr schöne Liebesgeschichte, die vollkommen ohne Kitsch auskommt und ein Happy End für beide Frauen beinhaltet!



                                                                ★ ★ ★ ★ 



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