Donnerstag, 8. Mai 2014

Ganze Tage im Café - Sólveig Jónsdóttir

Bildquelle: Suhrkamp

Autor: Sólveig Jónsdóttir
Verlag: Insel Verlag
Seitenzahl: 415
ISBN978-3-458-35981-4
Preis: 9,99 Euro
Ebenfalls als eBook erhältlich!
Zu kaufen bei: Amazon
                       und
                     Suhrkamp / Insel Verlag


Inhalt:
Die vier jungen Frauen Hervör, Mía, Silja und Karen kennen einander nicht und laufen sich dennoch mehrmals über den Weg. Hervör ist recht chaotisch und locker, sie jobbt in dem Café "Viertel", das dem Buch den Titel gab und wird von ihrem wesentlich älteren Professor und Liebhaber verlassen. Mia wird ebenfalls wegen einer anderen Frau von ihrem Ehemann verlassen und stürzt dadurch in eine tiefe Krise. Die eher kühle und distanzierte Silja erwischt ihren Ehemann mit einer anderen Frau. Die "Andere" ist ausgerechnet Karen, die sehr verzweifelt ist, da sie nie den Tod ihres Halbbruders verarbeitet hat. Alle vier stehen nun vor einem großen Wendepunkt in ihrem Leben und dennoch entpuppt sich gerade das, letzten Endes, als eine große Chance für die Frauen.

Meinung:

Als ich das Cover des Buches gesehen und den Klappentext gelesen hatte, dachte ich eigentlich es wäre einer dieser typischen Frauenromane über verlassene Frauen, die man mal ebenso nebenher liest. Dabei war das Buch so viel mehr. Als ich am Ende angekommen war habe ich es erst mal ganz lange festgehalten und angeschaut, nachgedacht und geweint vor Glück. Die vier Frauen sind jede auf ihre Art so wundervoll und liebenswürdig. Sie kennen sich nicht und laufen sich dennoch sehr oft über den Weg. Auch der Engländer Liam und der Kollege von Hervör Georg sowie der Stammgast Marinó spielen ihre feste Rolle im Buch und man begegnet ihnen sehr oft. 

Besonders schön fand ich, dass man als Leser die Personen kennen lernt und wenn sie sich dann begegnen, ahnt man sofort wem sie da eigentlich begegnen oder über wen sie sprechen. Die Stadt Reykjavík kommt einem vor wie ein Dorf, in dem jeder jeden kennt und man spürt förmlich die Kälte u. Dunkelheit des isländischen Winters.

Das Buch behandelt sehr ernste und tragische Themen auf so lockere und teilweise witzige Art, dass das Buch einen trotz alledem heiter und glücklich zurück lässt. 



                                   ★ ★ ★ ★ ★                                   

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